5 Wahrheiten – 3b) Gerechtigkeit

„Ein Erbschaft definiert deine Identität neu  und deine Identität definiert dein Verhalten neu.“

Richard Hays

Ich bin nicht gekommen, das Gesetz aufzulösen

Als die Engel sangen: „Herrlichkeit sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden in den Menschen (des)  Wohlgefallens“, geschah etwas einzigartiges in einem kleinen Dorf namens Bethlehem.

Jesu Worte, “Ich bin nicht gekommen, das Gesetz aufzulösen … sondern, es zu erfüllen …“ hallen im Hintergrund wieder, als die Engel singen. Ein Prozess in den Himmeln wurde in Gang gesetzt, der den Verlauf der Menschheitsgeschichte verändern sollte.

  • Acht Tage später wurde Jesus in den Tempel gebracht, um beschnitten zu werden. Warum tat man das? Weil das Gesetz sagt, dass jedes männliche Kind am achten Tag beschnitten werden soll.
  • Vierzig Tage nach  seiner Geburt ging seine Mutter zur rituellen Reinigung in den Tempel. Warum tat sie das? Weil das Gesetz sagt, dass jede  Frau sich nach der Geburt einer rituelle Reinigung vor dem Herrn unterziehen muss.
  • Im Alter von zwölf Jahren finden wir Jesus während des  Pessach-Festes im Tempel. Warum ist Er da? Weil das Gesetz sagt, dass jeder Mann während des Pessach-Festes, einmal im Jahr vor Gott treten muss. Vom jüdischen Verständnis wird ein Junge im Alter von zwölf Jahren zum Mann.
  • Nach diesem Ereignis im Tempel bleibt Jesus auch weiter seinen Eltern gehorsam, so erfahren wir aus der Bibel. Warum sagt die Bibel uns das? Denn das Gesetz sagt, dass ein Kind seinen Eltern gehorchen und sie ehren muss. Jesus blieb  Seinen Eltern gehorsam in seiner Jugend und auch als junger Mann!
  • Als Jesus Seinen Dienst begann, ging Er zu Johannes dem Täufer um getauft zu werden. Er bat Johannes, dass er Ihn tauft, aber Johannes erwiderte: „Ich muss von dir getauft werden, und du kommst zu mir?“ Jesus antwortete:

lass es jetzt so geschehen; denn so gebührt es uns, alle  Gerechtigkeit zu erfüllen. (Matthäus 3,14+15)

Richte dein Augenmerk auf die Aussage, ​“alle  Gerechtigkeit zu erfüllen”​.

Jetzt kannst du erkennen, was geschieht. Jesus gehorcht freiwillig dem Gesetz. Schritt für Schritt setzt er Gerechtigkeit ein, indem er völlig  gehorsam ist. Jedes Gebot, jedes Jota, jedes I-Tüpfelchen wird erfüllt. Und deshalb sagt Er auch:

Wahrlich, wahrlich, ich sag euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was der tut, das tut ebenso auch der Sohn.   (Joh 5,19)

Das Pessach-Fest

Das reine und makellose Opfer-Lamm wurde dreieinhalb Tage lang vor dem Haus angebunden, so dass jedermann es begutachten konnte. Nur wenn es absolut keinen Fehler hatte, konnte es als Opfer-Lamm geschlachtet werden.

Der Dienst Jesu dauerte dreieinhalb Jahre! Er stand in der Öffentlichkeit, die Leute konnten ihn „begutachten“ … Besonders die Priesterschaft tat das sehr genau …(das waren die Leute, die ihn später opferten)

An einem Punkt in Seinem Dienst blickte Jesus auf sie und sagte, Wer von euch überführt mich einer Sünde? (Joh 8,46).

Weiter sagte Jesus über sich:

Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was über mich geschrieben steht in dem Gesetz des  Moses und in den Propheten und Psalmen. (Lk 24,44)

Jesus von Nazareth, ist der einzige Mensch, der freiwillig und in völligem Gehorsam das ganze Gesetz ohne eine kleine Ausnahme eingehalten hat.

Er verdient ganz gewiss und ohne jeden Zweifeld die Bezeichnung „GERECHT“ Er ist der einzige Vollkommene, der einzige, der völlig  gehorsam war!

Das Opferlamm

Und jetzt, ist er ans Kreuz genagelt! Jesus rief aus: „Es ist vollbracht!“ Was war vollbracht?

Das Gesetz war erfüllt worden auf beide Weisen (Strafe und/oder Gehorsam) Indem er die Strafe auch erlitt, obwohl er Gehorsam war, nahm er unsere Strafe auf sich.

Wie kann ein Mensch für die Sünden der ganzen Welt sterben? Weil Jesus nicht nur ganz Mensch, sondern auch ganz Gott war! Wenn Gott der Schöpfer der gesamten Menschheit ist, dann hat nur Gott selbst den selben Wert wie  alle Menschen zusammen. Weil Jesus ganz Gott war, konnte er die Sünden der ganzen Welt auf sich nehmen!

“Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.“ (Joh 1,1ff)

Das Blut

AT: Hohepriester durfte nur mit Blut in das Allerheiligste! (Allerheiligste -> weil  dort ein Heiliger Gott wohnt)

Keine Sünde kann vor ihm bestehen. Einige chemische Substanzen kannst Du nicht miteinander vermischen, wenn du es versuchst, gibt es eine heftige Explosion! (Phosphor und Wasser)

Genau so ist es wenn ein Sünder in die Gegenwart Gottes kommt! Stell dir einmal vor, du bist der Hohepriester am Sühnetag… (hast gerade Streit mit Deinem Partner gehabt .. etc.)

Ein einmaliges Opfer

Jesus musste für sich selbst kein Opfre darbringen! Warum? Weil er nie gesündigt hatte:

Denn ein solcher Hohepriester geziemte sich auch für uns: heilig, sündlos, unbefleckt, abgesondert von den Sündern und höher als die Himmel geworden, der nicht  Tag für Tag nötig hat, wie die Hohenpriester, zuerst für die eigenen Sünden Schlachtopfer dar zu bringen, dann für die des Volkes; denn dies hat er ein für allemal getan, als er sich selbst dargebracht hat.  (Heb 26+27.)

Gottes Bedingungen, in seine Gegenwart zu kommen: Gerechtigkeit!

Deshalb kann niemand Jesus den Zutritt zum Himmel verschliessen. Er kann jederzeit dort sein, und in die Gegenwart Gottes hineingehen.

Jesus hat immer einen offenen Himmel!

Durch Seinen Gehorsam

Die Bibel sagt uns in Heb 5,7, dass Jesus wegen Seiner ehrfurchtsvollen Unterordnung angehört wurde:

Der in den  Tagen seines Fleisches, da er sowohl Bitten als Flehen dem, der  ihn aus dem Tode zu erretten vermochte, mit starkem Geschrei und Tränen dargebracht hat (und um seiner Frömmigkeit  willen erhört worden ist), obwohl er Sohn war, an dem, was er litt, den Gehorsam lernte;

Der Grund, dass Gott Jesus antwortete, war wegen Seines völligen Gehorsams oder Seiner Gerechtigkeit. Ehrfürchtige Unterordnung ist ein Synonym für völligen Gehorsam.

Irgend so eine ähnliche Unterhaltung zwischen dem Vater und Jesus könnte sich so abgespielt haben im Himmel:

„Vater, hier bin ich in deiner Gegenwart. Ich war mein ganzes Leben  völlig gehorsam. Ich bin gerecht und vollkommen. Als ich auf Erden war und dich anrief, hast du mir immer geantwortet, weil ich völlig gehorsam war. Bei jeder Not betete ich dun du hast geantwortet. War einer krank, betete ich und du hast geantwortet. Dämonen wurden ausgetrieben, große Zeichen und Wunder ereigneten sich, weil ich in völligem Gehorsam zu dir rief. Alles, was in Meinem Dienst getan wurde, baute auf  vollkommenen Gehorsam auf. Aufgrund von völligem Gehorsam bin ich vollkommen gerecht. Jetzt nehme ich meine Gerechtigkeit, meinen Mantel der Gerechtigkeit, und gebe ihn frei jedem, der über seine Sünden Buße getan hat und an mich glaubt.“

Gerechtigkeit wird oft als einem Mantel oder Gewand bezeichnet, das den Gläubigen bedeckt.

Jesaja 61,10  bemerkt:

Freuen, ja freuen will ich mich in dem HERRN. Jubeln soll meine Seele  in meinem Gott! Denn er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils, den Mantel der  Gerechtigkeit mir umgetan, wie der Bräutigam sich nach Priesterart mit dem Kopfschmuck und wie die Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt. (Jes 61,10)

Was sagt Jesus hier? Sagt Er, dass Er Seine Gerechtigkeit, die Frucht Seines Gehorsams, weiter gibt? Kann das wahr sein? Schau dir mal Römer 5,19  an:

…denn wie  durch des einen Menschen Ungehorsam die vielen (in die Stellung von) Sündern versetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des  einen die vielen (in die Stellung von) Gerechten versetzt werden. (Röm 5,19)

  • Jesus ist nicht nur für mich gestorben, indem er meine Strafe trug ….
    • Er hat auch für mich gehorcht und war in allem vollkommen, so dass ich seine Gerechtigkeit haben kann!
  • Es ist die selbe Gerechtigkeit, wie  die, mit der …
    • Jesus betete und Seine Gebete erhört wurden.
    • Er den Kranken diente, und sie wurden geheilt.
    • Zeichen, Wunder und Wundertaten vollbrachte aufgrund dieser Gerechtigkeit.

Und, was geschieht dann? Er gibt dieselbe Gerechtigkeit dir und mir! Die Gerechtigkeit Gottes wird dem Gläubigen gegeben.

Das doppelte Maß

Ist Derartiges jemals zuvor schon in der Bibel geschehen? Ja, tatsächlich!

2. Könige 2

  • Elisa wollte das doppelte Mass der Salbung des  Elia
  • Elia ging über den Fluss, indem er mit dem Mantel darauf schlug.
  • Elia wurde in den Himmel aufgenommen
  • Der Mantel fiel vor seine Füsse
  • Was war Elisas Frage, als er den Mantel aufhob? …
    • … Wird der Mantel für mich dasselbe bewirken wie  für Elia?
  • Elisa benutzte den Mantel: „Wo ist der Gott Elias?“ (Er wusste, dass er Elias Mantel benutzt)
  • Elisa wirkte die selben Wunder wie  Elia! Von Elia sind 7 Wunder berichtet, von Elisa 14!

Hat nicht Jesus genau dasselbe in Joh 14,12 gesagt,

… Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:  Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.

Jesus hinterließ uns einen Mantel als er in den Himmel auffuhr. Den Mantel der Gerechtigkeit. Heb ihn auf, so wie  Elisa. …

Wenn du in diesem Mantel vor den Thron Gottes kommst, dann sieht der Vater nicht Dich, sondern JESUS! (seine Gerechtigkeit)

Wir, die Gläubigen, haben den Mantel der Gerechtigkeit von Christus. Sein völliger Gehorsam ist unserer! Wird dieser Mantel für mich dasselbe tun, wie  für Jesus? Als Christen haben wir den Mantel Jesu ergriffen und er wird für uns das selbe tun, wie für Jesus.

Das ist offensichtlich die Bedeutung dessen was Jesus sagte:

Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden, werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden. (Mk  16,17+18)

Denen, die glauben: WAS glauben? Dass wir völlig  gerecht sind! Diese Schriftstelle bestimmt unsere Herrschaft über alles und macht sie uns zugänglich.

Die Jünger fragten Jesus:

Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, auf  daß wir die Werke Gottes wirken? (Joh 6,28)

Was war Seine Antwort?

Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Dies ist das Werk Gottes, daß ihr an  den glaubet, den  er gesandt hat. (Joh 6,29)

Nicht tun, sondern: GLAUBEN! Glaubt an den, den Er, Gott, gesandt hat. Darin steckt viel mehr als auf den ersten Blick ersichtlich: Wozu  wurde Jesus gesandt? … um das Bild Gottes wieder herzustellen. Um uns gerecht zu machen.

Wer ist gerechter?

Hier nun eine interessante Frage:

Wenn Jesus mir Seinen Mantel der Gerechtigkeit gegeben hat, wer ist dann gerechter, Er oder ich?

Die Wahrheit ist, dass wir gleich gerecht sind! Was wird uns in Röm 5,19 gesagt?

Denn gleichwie durch des einen Menschen Ungehorsam die Vielen in die Stellung von  Sündern gesetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen in die Stellung von  Gerechten gesetzt werden. (Röm 5,19)

Dass durch den Gehorsam des  einen die vielen in die Stellung von Gerechten versetzt werden.

Jesus war an meiner Stelle gehorsam. Wenn Jesus an meiner Stelle 100%ig gehorcht hat, muss ich nicht länger Gott gehorchen, um angenommen zu sein.

Ich bin angenommen auf der Grundlage des  Gehorsams Jesu und der daraus resultierenden Gerechtigkeit, nicht wegen meines eigenen Gehorsams. Ebenso wie der Epheserbrief sagt:

zu Lob seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten, (Eph 1,6)

Meine Annahme vor Gott basierte nie auf dem, was ich getan hatte, sondern auf dem, was Jesus getan hat.

Wenn Jesus 100% Gehorsam war ist er dann 100% vom Vater angenommen? Wenn Jesus mir seine Gerechtigkeit (völliger Gehorsam) geschenkt hat, wie  viel % bin ich dann vom Vater angenommen?

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