Kultiviere dein inneres Leben

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Eine neue mystische Bewegung! (Teil 2)

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Die Mystiker des Altertums erlebten die geistliche Welt auf eine ganz besonders tiefe Weise. Von ihren Erfahrungsschätzen können wir viel lernen. Kontemplatives Gebet erschliesst uns eine tiefe Gemeinschaft mit Gott, die oftmals auch extatische Formen annimmt. Das ist nichts befremdliches, sondern hat immer zu den Erfahrungen des Christentums gehört. Es ist das Eintauchen in eine Welt voller Geheimnisse und Wunder!

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Das innere Gebet

Diesen Menschen kannten den Gewinn des inneren Gebets und der Kontemplation. Leider ist uns (den protestantischen Kreisen) diese Art des Gebets und der Anbetung oft verloren gegangen.

Girolamo Savonarola

„Das innere Gebet ist besser als das mündliche, erstens, weil es die Seele mehr mit Gott verbindet, zweitens, weil die Stimme wie der Leib, und das innere Gebet wie die Seele, und die Seele kostbarer als der Leib ist, drittens, weil das mündliche Gebet ohne inneres nichts wert ist, wie wir bereits gesagt haben, denn sein ganzer Verdienst und seine ganze Kraft gehen aus dem inneren Gebet hervor. Und deswegen soll der Mensch danach trachten, mehr mit dem Geist als mit der Stimme zu beten“
(aus Girolamo Savonarola „O Florenz! O Rom! O Italien!; Predigten, Schriften, Briefe)

Theresa von Avila

zählt zu den bekanntesten christlichen Mystikerinnen. In ihrem Buch „die innere Burg“ beschreibt sie verschiedene Prozesse, durch die die Seele geht, ehe sie sich mit Christus vereinigt. In ihrem Buch gibt sie ihre Erfahrungen auf dem Weg der inneren Kontemplation preis:

„Man suche möglichst tiefe Einsamkeit, um dem Herrn Raum zu geben und seine Majestät walten zu lassen, wie in ihrem Eigentum. … Ich möchte, dass ihr nur dies eine begreift: Es geht auf diesem geistlichen Wege nicht darum, viel zu denken, sondern viel zu lieben. Was am meisten Liebe in euch weckt, das tut … Vor allem möchte ich die Kontemplativen vor Täuschungen und Illusionen warnen, denen sie häufig erliegen. Ist ihr kontemplatives Gebet echt, so haben sie auch große Liebe; wenn nicht, sind sie keine Kontemplativen. Diese Liebe kann sich in vielen Formen äußern, aber ein großes Feuer wird immer stark leuchten“
(aus Theresa von Avila, “Die innere Burg”)

Im Tiefsten geht es immer darum, Christus zu erkennen, ihn zu lieben und in die Einheit mit ihm zu ergreifen. Durch das Werk Christi ist uns das schon geschenkt (1. Korinther 6.16/2 Petrus 1.4) Nun müssen wir es durch Offenbarung im Glauben ergreifen und beginnen, in dieser Realität zu leben!

Wenn wir Gott mehr erkennen wollen, müssen wir Zeit mit ihm verbringen. Zeit, die über die herkömmliche Art des Gebets und Bittens hinausgeht. Zeit, ihn anzuschauen(2 Korinther 3.18ff), sowie Zeit, auf ihn zu warten (Psalm 46.11) Damit geben wir dem Herrn Gelegenheit, sich uns so zu offenbaren, wie er es gerne möchte.

Nun schauen wir uns einige Formen des Gebets an, die uns eine Hilfe sein können, dem Herrn in neuer, anderer Art zu begegnen. In unserer schnelllebigen Welt, in der unsere Sinne oftmals völlig überreizt sind von der Informationsflut, die täglich auf uns einströmt, werden wir Disziplin und Geduld aufbringen müssen, um wirklich die Segnungen dieses geistlichen Lebensstils zu erfahren.

Kontemplatives Gebet

(in Anlehnung an das Buch von Jim Goll „Gott in tiefer Weise begegnen“)

Was heißt Kontemplation?

  • Kontemplativ sein – 1. etwas intensiv betrachten, 2. über etwas intensiv nachdenken, studieren, 3. erwarten oder beabsichtigen, meditieren und nachsinnen
  • Nachsinnen: tief über etwas nachdenken oder etwas erwägen, meditieren
  • Reflektieren: 1. zurückstrahlen (Licht, Hitze oder Schall), 2. ein Bild wie ein Spiegel wiedergeben, 3. als Folge eines Geschehens etwas bringen oder zurück bekommen

Was ist Kontemplation?

  1. Das kontemplative Gebet ist eine Übung, bei der wir die Kontrolle über unser Leben aufgeben, indem wir uns nicht mehr von Eindrücken leiten lassen, die ihren Ursprung in unserem falschen Selbstbild haben. Das falsche Selbstbild ist der „alte Mensch“, wie er in Epheser 4.22 bezeichnet wird. Es ist das egozentrische Leben, das den falschen Dingen der Welt auf der Suche nach Glück, Erfüllung, Frieden, Sinn und Bedeutung für unser Leben vertraut. Das falsche Ich will aus Angst weiterhin die Kontrolle behalten. Kontemplativ zu beten bedeutet, die Angst loszulassen und Gott die Kontrolle zu übergeben.
  2. Das kontemplative Gebet ist eine Art der Kommunikation, die dazu führen soll, Gottes Nähe und die Wahrnehmung seiner Gegenwart zu fördern.
  3. Das kontemplative Gebet ist ein Schritt, sich Gottes Willen unterzuordnen “sein Reich komme, sein Wille geschehe”. In uns und durch uns.
  4. Im kontemplativen Gebet öffnen wir uns für den Heiligen Geist, damit wir unser wahres Selbst erkennen (2 Kor 5.16, 1 Kor 3,18) und uns der geschenkten Einheit mit Ihm bewußt werden (1 Kor 6). Einheit mit Gott bedeutet eins zu sein mit unserem Meister und Schöpfer, Gott.
  5. Kontemplatives Gebet ist eine Methode, die gewöhnlichen Blockaden aufzudecken und sich von ihnen zu trennen, damit wir die Gegenwart Gottes in uns wahrnehmen können. Diese Art des Gebets ist nicht das Ende, sondern der Anfang. Man lässt sich leicht dazu verführen, dem Feind, wann immer er sich zeigt, nachzujagen und manchmal ist es auch richtig, das zu tun. Doch es gibt eine bessere Methode, ihn zu schlagen: Richte dein Herz fest auf Jesus. Sein Licht wird die Finsternis vertreiben.
  6. Kontemplatives Gebet heißt: Seid still und erkennt, dass ich Gott bin (Psalm 46.10)
  7. Kontemplatives Gebet bringt uns dazu, uns selbst zu vergessen und Gott zu vertrauen. Wir drücken so unseren leidenschaftlichen Willen nach seiner Gegenwart und seinem Handeln aus (Kolosser 3.10)
  8. Kontemplatives Gebet geht über das Gespräch hinaus. Es ist eine wachsende Disziplin, die dazu führt, dass wir mehr Glauben, Hoffnung und Liebe haben.
  9. Durch kontemplatives Gebet können wir lernen in Gott zu ruhen. Es bedeutet nicht, dass wir gar nichts mehr tun. Wir sollen vielmehr unsere vielen Aktivitäten auf das eine beschränken: Gottes Gegenwart in einer Zeit des inneren, leisen, hingegebenen Gebets zu bejahen.
  10. Kontemplatives Gebet ist wachsender und liebender Glauben, durch den Gott eine Person erhöht und von bewussten und unbewussten Hindernissen im Inneren befreit, die den Werten des Evangeliums und dem Werk des Heiligen Geistes entgegenstehen.
  11. Kontemplatives Gebet ist eine Handlung, die in wachsendem Maße zu der Überzeugung und Realität führen wird, dass Gott in uns lebt! (Eph 3.15ff)
  12. Kontemplatives Gebet richtet unser Verlangen auf Gott. Es ist eine Handlung der Liebe, nicht der Wunsch, eine Erfahrung mit Gott zu machen, sondern ihm selbst zu begegnen.
  13. Kontemplatives Gebet erleichtert es nicht nur, in der Gegenwart Gottes zu leben, sondern diese auch nach außen zu tragen. Der verwandelnde Einfluss des Gebets führt dazu, dass das Wort Gottes noch einmal in Menschen Gestalt annimmt. Mit anderen Worten ist das so, als ob Gott in uns Fleisch wird.
  14. Kontemplatives Gebet befähigt uns dazu, unsere Beziehung mit Jesus Christus zu vertiefen und so in der Einheit mit Gott zu wandeln.

Beispiele aus der Schrift

Hier nochmal einige Beispiele aus der Schrift , die uns helfen, diese Art des Gebets besser zu verstehen.

Johannes

Johannes war eine Person die, wie schon erwähnt, sehr vertraut mit Jesus war. Zuerst kam die Intimität, aus dieser heraus war er in der Lage, zu sehen.

Johannes 21.20 zeigt uns, dass er nahe genug an Jesus war, um ihn zu fragen, aber auch seine Antwort zu hören.

Johannes war ein Seher, ein Mann, der Visionen Gottes empfing (Offenbarung).

Es ist nicht mehr die Zeit, nur mit den natürlichen Augen zu sehen, sondern mit den „Augen des Herzens“. Deshalb betete Paulus, dass unsere Augen des Herzens geöffnet sein mögen, damit wir Offenbarung empfangen. Im Natürlichen sind wir es gewohnt, alle Informationen von außen zu empfangen. Im geistlichen Schauen aber richten wir unseren Blick nach Innen. Unsere Augen öffnen sich, wenn wir Jesus in uns erkennen und bei Ihm zur Ruhe kommen. An einen Ort der völligen Abhängigkeit, der Innigkeit und des Vertrauens. So wie Johannes.

Johannes erkannte auch, dass das Anschauen von Jesus ihn verwandeln würde, um ihm gleich zu sein (1 Johannes 3.2) Auch Paulus erkannte dies (2 Korinther 3.18)

Josua

Josua war ein Betrachter, Meditierer (nicht in dem Sinn von „New Age“, sondern einer, der nachsinnt. New Age Meditation: sich entleeren um zu empfangen. Biblische Meditation: sich mit dem Wort Gottes füllen, um zu empfangen.) Auf diese Weise konnte er seine Berufung als Eroberer und Leiter erfüllen. Er war nicht durch die natürliche Umstände oder menschliche Meinung definiert, sondern durch Gottes Sicht über ihn. Diese Dinge bewirkten eine andere Gesinnung, die ihn befähigte das verheißene Land einzunehmen. I

Lies: 2 Mose 24.13; 32.17; 33.11/ Josua 1.1-9 (mit Schwerpunkt auf Vers 8)

Josua war ein Mann, der sich Gott völlig hingab:

„Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen“ (Josua 24.15)

Ebenso war er entschieden, Gott in völligem Gehorsam zu folgen (Josua 24.15) Durch sein Beispiel beeinflusste er die ganze Nation zum Guten, sodass sie alle Tage seines Lebens dem Herrn folgten (Josua 24.31).

Praktischer Tipp

Du kannst die Bibel lesen, indem du einige Kapitel auf einmal ließt, um einen Überblick zu bekommen. Also ein eher informatives lesen. Oder du ließt auf eine andere, intensivere Art und Weise, indem du nur 2 oder 3 Verse ließt und dann darüber zu meditiertst. Das beinhaltet das Nachsinnen, auch das Wiederholen und buchstäblich das Hineindringen in Verse. So, als würde man ein Kunstwerk betrachten und dabei mehr und mehr mit dem Bild verschmelzen. Bitte den Hl. Geist deine Aufmerksamkeit auf das was er dir geben möchte zu leiten. Dir die Worte lebendig zu machen oder dich in bildhafte Visionen (z.b. Hes 42, Off 4) mit hinein zu nehmen.

Das Wort muss tief in unserm Geist und nicht nur in unserem Verstand empfangen werden. So wie Maria die Worte, die sie empfing, in ihrem Inneren bewahrte.

Das meditierte Wort wird das Schwert des Geistes, das den Feind besiegt. Deshalb sagte der Herr zu Josua, er sollte über das Wort meditieren (Psalm 23.5)

Diese Meditation führt zu Weisheit – was in der jeweiligen Situation zu tun ist. So hat derjenige, der meditiert, nicht nur die Waffe gegen den Feind, sondern auch die Weisheit, wie und wann er sie benutzen kann.

Warten auf Gott

Warum ist es wichtig, auf Gott zu warten?

Es ist Gottes Gebot, ihn an erste Stelle zu setzen und sich ihm von ganzen Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzem Verstand und aller Kraft hinzugeben (lieben) Auf Gott zu warten, sollte niemals ein Programm sein. Man kann vieles tun, aber wirklich auf Gott zu warten und von ihm Hilfe und Begegnung zu erwarten, zeigt, dass es uns wirklich absoluter Ernst ist.

Jesus benutzte zwei Bilder, um das Warten auf Gott zu vergleichen:

Lukas 11.5 – der Freund und das Brot bei Nacht
Lukas 18.1 – der Richter und die Witwe

Auch im Alten Testament finden wir das “Warten auf Gott”:

Psalm 62.2 – „Nur auf Gott wartet still meine Seele, von ihm kommt mein Heil“
Psalm 62.6 – „Nur auf Gott wartet still meine Seele, denn von ihm kommt, was ich hoffe“
Jesaja 40.31 – „die aber auf den Herrn harren (warten, vertrauen), kriegen neue Kraft“

Der Herr hat für jede Situation unseres Lebens die richtige Lösung! Um den Rat Gottes zu empfangen, müssen wir lernen, auf ihn zu warten. Jesaja beschreibt uns die sieben Geister Gottes:

Jesaja 11.2 – Der Geist des Rates und der Kraft gehen zusammen. Gottes Rat ist seine Anweisung, sein Plan, seine Leitung. Sein Rat leitet uns in Kraft!
Jesaja 9.6 – „Wunderbarer Ratgeber – starker Gott“

Der Herr möchte, dass wir auf ihn und seine Lösung vertrauen. Psalm 106.13/15 spricht von Menschen, die nicht auf ihn und seinen Rat warteten:

„Schnell vergaßen sie seine Taten, warteten nicht auf seinen Rat“
„Da erfüllte er ihnen ihre Bitte, und er sandte Schwindsucht in ihre
Seele“
Sprüche 1.29-31 – „Weil sie Erkenntnis gehasst und die Furcht des Herrn nicht erwählt haben, meinen Rat nicht gewollt, verschmäht haben all meine Mahnung, sollen sie essen von der Frucht ihres Weges, von ihren Ratschlägen sich sättigen“.

Hiob beschreibt die Frucht eines Menschen, der es gelernt hat, auf Gott zu warten. Hiob 29.5:

„Oh das wäre wie in den früheren Monaten, wie in den Tagen, da Gott mich behütete! – als seine Leuchte über meinem Haupt schien, als ich bei seinem Licht durch die Finsternis ging, wie ich war in den Tagen meiner Jugend, als über meinem Zelt Gottes Rat waltete.

Gottes Rat steht in Verbindung mit: „trauter Gemeinschaft und Intimität“. Im Verlauf des Kapitels sehen wir, dass Hiob die Auswirkungen von Gottes Rat und Offenbarung über seinem Haus erfährt. U.a. saß Hiob in den Toren der Stadt und richtete, das heißt das er Regentschaft ausübte.

Von dieser trauten Gemeinschaft (dasselbe Wort) wird auch bei Mose berichtet, wenn er von Angesicht zu Angesicht mit Gott sprach.

Ebenso Jesus – er tat nichts, es sei denn, der Vater hat es ihm gezeigt, oder gesagt (Johannes 5.19) Er handelte im völligen Gehorsam gegenüber dem Wort/Rat des Vaters.

Was heißt warten?

Das Wort „Warten“ bedeutet: jemanden oder etwas erwarten und aus diesem Grund am selben Ort zu bleiben, bis er oder etwas kommt.

Charakteristika einer Person, die wartet:

  • Erwartung
  • Hoffnung/Glaube
  • Zielorientierung
  • Ernsthaftigkeit

„Warten“ bedeutet eigentlich „Ausschau halten“, wie ein Wächter auf einem Wachturm.

In dem Moment, wo ich auf jemanden oder etwas warte, bin ich darauf ausgerichtet. Es kostet mich einen Preis!

Warten auf Gott bewirkt in uns etwas, das unserer selbstsicheren Natur so fremd ist und doch so unerlässlich für das Warten auf Ihn – Geduld!

Das Wort Geduld leitet sich von dem lateinischen Wort „Leiden“ ab (-erdulden) und legt den Gedanken nahe, wir stünden unter einem Zwang, von dem wir gerne frei wären. Beim Warten auf Gott ist es absolut notwendig, dass wir uns freiwillig dem Willen Gottes unterordnen, um in den Händen des liebenden Vaters zu sein. Nur aus freiem Willen kann Geduld zum Segen und zur höchsten Gnade werden. Sie ehrt Gott und gibt ihm die nötige Zeit, seinen Weg mit uns zu gehen. Sie ist der höchste Ausdruck seiner Güte und Treue. Sie bringt der Seele vollkommene Ruhe, dass Gott sein begonnenes Werk auch vollbringen wird. Sie ist auch ein Ausdruck für Vertrauen in Gottes Zeitplan. Solche Geduld ist notwendig für wirkliches Warten auf Gott. Sie ist das Produkt und die erste Frucht in der Schule des Wartens.

Kolosser 1.11 – „und wachset in der Erkenntnis Gottes und gestärkt werdet mit aller Kraft nach seiner herrlichen Macht zu aller Geduld und Langmütigkeit“.

Falls einige daran verzweifeln, weil ihnen Geduld fehlt, sind wir dennoch guten Mutes, denn im Verlauf unseres schwachen und unvollkommenen Wartens wird Gott selbst uns durch seine verborgene Kraft stärken und in uns die Macht zu aller Geduld der Heiligen, der Geduld Christi schaffen.

Zitat von Andrew Murray: „ Seele, sei nicht ungeduldig, dass du das Warten schwierig findest, sei es bei einer Verzögerung hinsichtlich bestimmter Anliegen oder bei der Erfüllung deines Herzenswunsches nach einer Offenbarung Gottes in tieferem geistlichen Leben – fürchte dich nicht, sondern ruhe im Herrn und warte geduldig auf ihn“.

2 Thessalonicher 3.5 – „Der Herr aber richte eure Herzen zu der Liebe
Gottes und zu der Geduld Christi“

Gott wirkt in uns durch seinen Geist die Fähigkeit, auf ihn zu warten. Hier ist unsere Chance Geduld in unserem Leben hervor kommen zu lassen.

Um auf Gott zu warten, ist es wichtig, zur Ruhe zu kommen, das heißt, stille zu werden.

Psalm 37.7 „Sei stille dem Herrn und warte auf ihn“
Psalm 46.11 „Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin“
Psalm 62.2 „Meine Seele, sei stille zu Gott, der mir hilft“
Jesaja 30.15 „durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark werden“

Innerlich und auch äußerlich still werden und zur Ruhe kommen, hilft uns, uns auf Gott auszurichten und seine Stimme hören zu können.

Wenn wir einen äußeren Rahmen der Ruhe geschaffen haben, werden wir merken, wie viel Unruhe in uns selbst ist. Versuche, deine Gedanken auf den Herrn auszurichten. Lerne, deine Gedanken zu züchtigen oder zu kontrollieren. Gebe niemals den „Ablenkungsmanövern“ in deinem Inneren Raum.

Belohnung des Wartens

  • Errettung (Psalm 62.1)
  • Heil (1 Mose 49.18)
  • Mit Gutem gesättigt (Psalm 104.27+28)
  • Auferbauung (Psalm 145.14+15)
  • Wegweisung (Psalm 25.4+5)
  • Überwinderkraft (Psalm 25.3)
  • Unschuld und Gradlinigkeit (Psalm 25.21)
  • Mut und Stärke (Psalm 27.14/31.24)
  • Hilfe und Schild und die Güte des Herrn über uns (Psalm 37.7-9)
  • Neues Loblied für Gott (Psalm 40.2-4)
  • Rat und Weisheit (Psalm 106.13)
  • Das Licht seiner Nähe (Psalm 130.5+6)
  • Offenbarung seiner selbst (Jesaja 25.9)
  • Recht und Gerechtigkeit (Jesaja 26.8+9)
  • Sicherer Segen (Jesaja 49.23b)
  • Wohltaten (Jesaja 49.23b)
  • Güte (Klagelieder 3.25)
  • Hilfe (Klagelieder 3,26)
  • Beförderung (Micha 7.7)

Soaking

Nun kommen wir zum dritten und letzten Teil dieser Einheit – dem Soaking. Natürlich in dieser Form ein ganz und gar nicht biblischer Begriff! Soaking bedeutet, sich der Gegenwart Gottes auszuliefern und ganz gefüllt zu werden mit dem Heiligen Geist. Die Bibel fordert uns auf, uns immer wieder füllen zu lassen:

Epheser 5.18 – „Und berauscht euch nicht mit Wein, worin
Ausschweifung ist, sondern werdet voller Geist“

Wir sollen nicht mit weltlichen „Genussmitteln“ und dem Geist der Welt gefüllt sein, sondern voll des Geistes Gottes sein und unter dessen permanentem Einfluss stehen. Genau das sagt der Apostel Paulus: „Werdet voller Geist“ meint: „Komme immer wieder und wieder, sei permanent mit dem Geist Gottes gefüllt.“ In Jesaja 61 steht prophetisch von Jesus geschrieben:

„Der Geist des Herrn, Herrn ist auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt“

Eine andere Übersetzung sagt:

„Der Geist des Herrn, Herrn hat Besitz von mir ergriffen!“

Gottes Geist soll uns kontrollieren, leiten, beeinflussen und vieles mehr. Gott möchte, dass wir überfließen und sprudeln:

Psalm 36.9 “sie laben sich am Fett deines Hauses und mit dem
Strom deiner Wonnen tränkst du sie“.

Die Taufe im Heiligen Geist ist nicht ein „besprenkeln“ sondern ein ein- und untertauchen. Ein völliges eingetaucht und getränkt („Soaking“) sein. Das Wort „baptizo“ wurde im altgriechischen Sprachgebrauch benutzt, um das Einlegen von
Speisen zu beschreiben!

Die Jünger waren so voll des Geistes, dass man der Annahme war, sie seien schon am frühen Morgen betrunken. Mit dieser Erfahrung war es aber nicht genug, sondern, als sie in Apostelgeschichte 4.31 wieder zusammen waren, kam der Geist Gottes abermals und erfüllte die Jünger. Eine einmalige Erfahrung ist nicht genug – noch einmal: wir brauchen es immer wieder neu, mit dem Geist Gottes gefüllt zu werden!

Wenn wir mit dem Geist Gottes gefüllt sind, werden wir ganz automatisch Träume, Visionen, Weissagung usw. erleben. Denn diese Manifestationen des Geistes waren die Zeichen der Geistestaufe. Petrus zitierte Joel 3, nachdem der Geist Gottes sie alle erfüllt hatte. Natürlich ist auch das Reden in neuen Sprachen ein Zeichen, aber wir können die Geistestaufe und -fülle nicht nur darauf reduzieren.

Gott liebt es, uns mit seinem Geist und seinem Guten zu erfüllen:

Jesaja 55.1 „Auf, ihr Durstigen, alle, kommt zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt und kauft und esst! Ja, kommt, kauft ohne Geld und ohne Kaufpreis Wein und Milch”
Psalm 81.11 „Tue deinen Mund auf, und ich will ihn füllen“
Johannes 7.37 „Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke!
Wenn wir nun zum Anfang dieser Einheit zurückkommen, wo wir festgestellt haben, dass wir ohne Gottes Geist nichts tun können, müssen wir nun auch Schlussfolgern, dass es nötig ist, sich immer wieder neu erfüllen zu lassen.

Dafür müssen wir nicht bis zum nächsten Gottesdienst oder bis zur nächsten Konferenz warten. Du kannst den Geist Gottes bitten, dich täglich zu füllen. In Epheser 5.18 gibt Paulus Anweisung, wie das geschehen kann.

Gebe dem Geist Gottes einfach Raum! Bete ihn an, lobe ihn, lade ihn ein und empfange!

Zusammenfassung

Der Schwerpunkt des kontemplativen Gebets ist die Betrachtung des Herrn, die Einheit mit dem Christus und das Erkennen der Schönheit des Christus in uns.

Warten auf Gott und die intime Vertrautheit mit ihm lässt uns teilhaben an Gottes Rat und Heil. Das Meditieren des Wortes Gottes öffnet uns die Schrift und lässt das Wort Gottes in uns zum Leben kommen.

Soaking ist ein Weg, permanent mit dem Geist Gottes erfüllt zu sein und ganz unter seinem Einfluss zu stehen.

Wenn wir diese drei Dinge zu einem festen Bestandteil unseres Lebens machen, werden wir nie mehr dieselben sein. Denn dann beginnt der Himmel, sich in und durch uns zu offenbaren!

Hausaufgabe

  • Sinne über einen Bibel-Vers nach, bewege das Wort in deinem Geist (z.B.: Johannes 17,22).
  • Bitte den Heiligen Geist dir alles darüber zu zeigen.
  • Visualisiere – gebrauche deine Vorstellung.
  • Das Wort ist wie eine Türe – hüpf hinein! (Hesekiel 37/47)
  • Bete die Passage
  • Prophezeie das Wort über dich selbst.
  • Ergreife das Wort.
  • Lass das Wort in dir Fleisch werden: Veränderter Denksinn = veränderte Identität = veränderte Realitäten! (Römer 12.1ff)

Fazit

Wir sehen heute eine Renaissance des Mystischen. Menschen sehnen sich nach einem erfahrbaren, kraftvollen Christentum. Der Schlüssel dazu ist unsere Identität in Christus. Im “Hohepriesterlichen Gebet”, Johannes 17, findet dieser Wunsch nach Einheit und Herrlichkeit seine Erfüllung. Wir sind durch Jesus mithineingenommen in die Dreieinigkeit Gottes. Er in uns und wir in ihm. Das Reich Gottes, der offene Himmel ist in uns (Joh 1.51).

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