Christi Sinn – eine himmlische Art des Denkens

Der Himmel hat seine eigene Kultur. Sehr oft unterscheidet sich diese grundlegend von dem, was wir aus unserer Kultur an Werten, Denkmustern und Weltanschauung mitgbekommen haben. Zudem ist unsere westliche Welt vom griechischen Denken geprägt, dass sich in vielen Bereichen deutlich von der Denkweise der biblischen Autoren unterscheidet. Wir brauchen einen neue Denkweise: den Sinn Christi! Denn unser Denken beeinflusst unsere Gefühle und unser Sprechen und Handeln.

Die erste Lektion in diesem Themenblock lautet:

Christi Sinn, eine neue Art des Denkens

Viel Spass und Segen beim Anschauen…

Geschaffen für Eden

Gott schuf den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden. Er bereitete einen vollkommenen Ort für den Menschen, wo er in einer innigen Beziehung mit Gott wandeln konnte. Von dort aus sollte er, gemäß Gottes Art, sich die Erde unterwerfen und herrschen/regieren (1 Mo 2.6).

Regieren im Wesen Gottes bedeutet:

Seine Autorität einsetzten um zu versorgen, schützen, bewahren, Lebensraum schaffen in dem sich Gott gemäß Leben, seiner Bestimmung nach, entwickeln kann. Gemeinsames Leben und entwickeln ermöglichen. Christus als Haupt der Gemeinde ist gleichsam auch die Quelle und der Versorger.

Dem Menschen wurde alles zur Verfügung gestellt. Eden war voller Schönheit und Ressourcen. Es gab nur eine Sache die Gott dem Menschen vorenthalten wollte, ein Baum dessen Frucht er nicht essen sollte: “der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse!”. Das Gute war ihnen schon bekannt. Als sie von der Frucht aßen, wurde ihnen auch das Böse offenbar.

Mit dieser Entscheidung legte sich der Mensch die Entscheidung auf, selbst, zwischen Gut und Böse zu urteilen. Er erkannte das er “nackt” war. Ein Denken des Mangels, der Scham und Distanz zu Gott nahm in den Gedanken des Menschen Raum ein.

Isoliert vom Wesen Gottes und seiner Regentschaft viel die ganze Schöpfung in eine vergängliche, chaotische Situation (Röm 8). 

Für das Gute geschaffen

Gott hatte für den Menschen nur Gutes im Sinn. Sein Denken über sich selbst und seine Umwelt sollte von der Denkweise Gottes durchdrungen gewesen sein.

Anstatt dessen, begann Lüge und Finsternis in das Denken der Menschen Einzug zu halten (Eph 4.18). Wir sind nicht für negatives, Mangel orientiertes Denken geschaffen. Diese Art des Denkens hinterlässt Schaden in unserem ganzen Sein.

Die Gedanken sind frei? 

Wir denken den ganzen Tag. Wir sprechen zu uns selbst, malen und Dinge aus, sind kreativ usw. In der Regel denken wir über 30.000 Gedanken an einem Tag. Unkontrollierte, negative Gedanken, die wir einfach so in uns laufen lassen, können negative Auswirkungen auf unseren Körper haben und uns krank machen.

Gedanken können gute Worte, Werke und Handlungen hervorbringen. Jede Erfindung hat einemal in der Vorstellung eines Menschen ihren Anfang genommen. Unser Denken kann also fördernd, oder auch toxisch und damit zerstörerisch sein. Gedanken sind real. Sie haben reale Auswirkungen auf unser Leben.  

Wir müssen verstehen, dass wir sowohl die Kontrolle wie auch die Verantwortung für unser Innenleben haben. Und das die Art und Weise wie, und was wir denken unser Leben lenkt.  

Dr. Caroline Leaf ist eine bekennende Christin und Neurologin. Seid vielen Jahren studiert sie die Auswirkung unseres Gedankenlebens, auf den Zustand unseres Gehirns. Sie fand, z.B., heraus das Gedanken der Furcht mehr als 1400 physische, wie auch chemische Reaktionen und Aktivitäten im Körper bewirken und mehr als 30 unterschiedliche Hormone freisetzten. Es gibt also eine intellektuelle und medizinische Indikation um sich “nicht zu fürchten”.

Was Gedanken bewirken

Unsere Gedanken bilden Nervenzellen, die so aus sehen wie Bäume, die bis zu 200.000 Abzweigungen bilden können. In der Minuten finden etwa 400 Millionen Prozesse, in unserm Gehirn, statt. Die Kapatität Erinnerungen zu bilden reicht für einen Zeitabschnitt von etwa 3 Millionen.

Von diesen „Nervenzellen-Bäumen“ fließen Tropfen – aus dieser Subztanz werden unsere Emotionen gebildet. Gute Gedanken bilden gut aussehende Nervenzellen-Bäume. Negative Gebilde dagegen sehen aus wie vertrocknente, zerstörte Bäumchen.

Diese Verzweigungen bilden unser Erinnerungsvermögen, einschließlich der dazu gehörigen Emotionen. Je mehr und intensiver wir Gedanken Raum geben, desto ausgebildeter werden die Verzweigungen und damit die Erinnerungen, bzw Emotionen.

Emotionen sind also eine chemische Reaktion auf unsere Gedanken. Uns sie sind sehr kraftvoll. Wir können unsere Gedanken, durch die chemischen Prozesse, die mit ihm Spiel sind, fühlen. Wenn wir nicht achthaben, können uns unsere Gefühle buchstäblich übermannen.

Hier noch etwas bemerkenswertes. In unserem Herzen befindet sich so etwas wie ein „Minihirn“ mit 40000 Nervenzellen. Diese Instanz versucht uns zu schützen, in dem sie Informationen wie: „Hab acht, komm zur Ruhe, triff jetzt keine Entscheidung etc.!“ an uns weiterleitet. Auf unser Herz hören hilft uns somit die Balance zu halten, oder wieder zu ihr zu gelangen.  

Erinnerungen und Emotionen prägen uns und bringen unsere Haltungen her vor. So werden sie zur Grundlage unseres Bewertens und Handelns. Im Buch der Sprüche heißt es deshalb: “Wie ein Mensch von sich denkt, so ist er”! (Spr 4.27)

Denk dich schlau

Mit deinem Denken beeinflusst du auch deine Intelligenz. Dann je mehr gesunde Nervenbäume gebildet werden und sich miteinander verzweigen, desto „schlauer“ wirst du.

Halte Abstand

Negativen Gedanken sollten wir keinesfalls kultivieren. Gedanken wie Angst, Bitterkeit, Wut, Sorge bilden, wie schon erwähnt, schlechte Nervenzell-Bäume. Dazu bewirkt ein Überschluss von elektro-chemischer Reaktion ein Chaos in unserem Gehirn und führt zu negativen Prozessen in unserem Körper. 87-95% emotionale und körperlichen Beschwerden sind darauf zurück zu führen.

Hier noch einige Auswirkungen, negativer Gedanken: 

  • Negative, giftige Gedanken sind dafür mitverantwortlich das Menschen an Krankheiten wie: Diabetis, Krebs, Asthma, Hautproblemen, und Allergien leiden. Nur um einige zu nennen. So sollten wir nicht alle Gedanken in uns Raum geben und lernen “Gedankenhygiene” zu betreiben. 
  • Stress und Angst produzieren ca. 1400 chemische Prozesse. Körper gerät in ein Chaos. Liebe treibt Furcht aus. Wir sind geschaffen in Liebe zu wandeln. Dann bildet unser Gehirn gute Gedanken-Bäume.  

Erneuerung 

  • In der Erneuerung unserer Gedanken (Röm 12.1+2) können sich die Nervenzellen- Bäume erneuern. Das Gehirn bildet neue Verbindungen und verändert sich.
  • Dr. Carolin Leaf fand heraus, dass durch das Wort Gottes sich selbst unsere Gene verändern können.
  • Man braucht 21 Tage um Haltungen zu verändern und Neues zu stabilisieren. Durch gute Gedanken können selbst negative genetische Anlagen verändert und überwunden werden.
  • Alles beginnt mit Busse (Busse = Erneuerung des Denkens). Den wenn wir festhalten an negativen Gefühlen, folgen wir nicht Gottes Gebot: „Werft alle Sorgen auf ihn, den er sorgt für euch!“ Wenn wir z.B. vergeben beginnt ein Entgiftungsprozess in unserem Gehirn. Das raten selbst Ärzte ihren Patienten zu vergeben, weil sich sowohl der Heilungsprozess, als auch die Wirkung der Medikamente verbessert. Nicht zu vergeben bedeutet, die Menschen und den Schmerz in deinen Gedanken festzuhalten. Vergeben heißt: loslassen!
  • Du kannst deinen, von Gott gegebenen, freien Willen benutzen um zu entscheiden was du denken willst, oder nicht. Im 2 Kor 10.5 heißt es: “so zerstören wir Vernüftelein, und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi.

Wir aber haben Christi Sinn

Der Austausch

Er wurde was wir waren, damit wir sein können was er ist! Christus hat sich in allem mit uns indentifiziert (2 Kor 5.21). Er hat unseren alten egoistischen Menschen, der ohne Gott in dieser Welt war, an das Kreuz gebracht. Dort starb er unseren Tod. Unseren fruchtleeren Werke (“Hände”), Wege (“Füße”) und gottesfernen Gedanken (“Dornenkrone”) machte er ein für alle Mal ein Ende (Gal 2.20).

In der Auferstehung hat Jesus uns zu einem neuen Leben auferweckt. Ihn ihm sind wir eine völlig, neue Schöpfung (2.Kor 5.16+17). Wir sind in der Welt, aber nicht mehr von der Welt (Joh 17.14). Wir gehören dem Königreich (der Herrschaft, dem Einflussbereich) Gottes an. Dem Reich des Sohnes seiner Liebe (Kol 1.18).

Wir sind zurück in Eden! In Christus gehören wir zu einem Reich des Friedes, der Freude und Gerechtigkeit im Heiligen Geist (Röm. 14.17). Paulus fordert auf, dass wir unser Denken dort hin ausrichten sollen: “Sinnt auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist”! (Kol 3.2). Wir wandeln wieder mit Gott und durch seinen Geist lässt er uns an seiner Sichtweise, seinen Plänen und Gedanken teil haben (1. Kor 2.9-12). Ja, wir haben seinen Sinn! (1 Kor 2.16). Wir können so denken und Schlussfolgern wie er.

Der Denksinn des Himmels

“Wie im Himmel so auf Erden”! Im Himmel ist ein Atmosphäre der Liebe und der gegenseitigen Wertschätzung. Im Philipper-Brief wird das folgender Maßen zum Ausdruck gebracht: “Alles was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles was rein, alles, was liebeswert, alles was wohltuend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendeinen Lob (gibt) das erwägt”! (Phil 4.8)

Durch Gottes Gnade könenn wir glauben das unser erneuerter Mensch die Früchte des Geistes trägt: “Liebe, Freude, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit” (Gal 5.22)

Der Hl. Geist – Geist der Weisheit und Offenbarung

Der Hl. Geist hilft uns dabei, zu erkennen: Wer Gott ist, wer wir sind, was wir haben und was uns in Christus geschenkt ist (Eph 1.17ff). Er gibt uns mehr als nur Information. Er offenbart unserem Herzen die Realität der Person und des Werkes Christi (Joh 16.13+14). Denn wir denken nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen. Er lässt uns die Herrlichkeit Gottes erkennen und gestaltet uns dabei in das selbe Bild um (2 Kor 3.18).

Jesaja 11.1 beschriebt uns die sieben Geister Gottes. Der Geist Gottes, der Weisheit und der Offenbarung; des Rates und der Kraft; der Erkenntnis Gottes und der Furcht des Herrn. Wenn das Königreich Gottes, durch den Heiligen Geist in unserem Leben wirken darf, werden wir in jeder Situation Gottes Gedanken und Absichten erkennen dürfen. Unser Denksinn soll durchdrungen sein vom Himmel!

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