Das Königreich Gottes (Teil 2)

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Gottes Herrschaftsbereich, die Wiederherstellung aller Dinge und die Frage: Wem gehört die Welt?

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Gottes Herrschaftsbereich

Der hebräische Begriff für Königreich MALUKAH oder MALKUTH im Alten Testament ist von der Bedeutung her ziemlich deckungsgleich mit dem griechischen BASILEIA, das im Neuen Testament dafür verwendet wird. Beide Begriffe beschreiben den Einflussbereich und die Herrschaftsautorität eines Königs. Wenn wir vom „Reich Gottes“ sprechen, dann meinen wir also nicht eine Organisation oder ein Gruppe von Menschen, sondern wir sprechen von der dynamischen Herrschaft oder dem Einflussbereich Gottes. Aus diesem Grund können wir das Reich Gottes auch nicht „bauen“, wie wir es so oft in christlichen Kreisen hören: „Wir bauen Reich Gottes“!. Das ist Unsinn. Gottes Herrschaft und Autorität ist kein Gebäude. Man kann sie nicht bauen, man kann sie höchstens ausbreiten und anwenden.

Ist die Gemeinde und das Reich Gottes dasselbe?

Im Gegensatz zum Reich Gottes kann die Gemeinde sehr wohl gebaut werden, weil sie in Wirklichkeit ein Gebäude ist – sein Tempel. Doch selbst hier geht die Initiative nicht in erster Linie von uns aus, hat doch Jesus gesagt: „Ich werde meine Gemeinde bauen!“

Während BASILEIA (Königreich) im Neuen Testament von der dynamischen Herrschaft Gottes und seinem Einflussbereich spricht, bezeichnet das Wort EKKLESIA (die Herausgerufenen / die Gemeinde) die Menschen, durch die Gott seinen Einflussbereich und seine Herrschaft aufrichten will.

Der Begriff EKKLESIA ist an sich ein Studium wert. Sehr oft wird in der Verkündigung die wörtliche Übersetzung dieses griechischen Begriffs verwendet: „die Herausgerufenen“. Das beschreibt mit Sicherheit sehr gut einen wichtigen Aspekt der Gemeinde. Wir sind das von Gott abgesonderte „Volk seines Eigentums“, eine „heilige Nation“. Jeder wiedergeborene Mensch, der zur EKKLESIA gehört, wurde von Gott aus dem Reich der Finsternis herausgerettet und in sein eigenes Reich hineinversetzt. „Die Herausgerufenen“ beschreibt somit wunderbar, wer die Gemeinde ist.

Welcher uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, (Kol 1,13)

Das Wort EKKLESIA hat jedoch neben der wörtlichen auch eine historische Bedeutung, die man nicht außer acht lassen darf. Es scheint, als ob Paulus und die anderen Schreiber des Neuen Testaments einen völlig neuen Begriff suchen mussten, um diese neu entstandene Gemeinschaft der Heiligen zu bezeichnen. Das Wort SYNAGOGE konnte dabei nicht dienen, da es die offizielle Bezeichnung für die jüdische Gemeinschaft war, von der sich die erste Gemeinde unterschied und sich zwangsläufig von ihr distanzieren musste.

Wenn wir nun die historische Bedeutung des Wortes EKKLESIA betrachten, dann könnte man davon sehr wohl etwas vom Selbstverständnis der ersten Gemeinde und der Apostel ableiten. Weshalb hat die erste Gemeinde diesen Begriff gewählt?

Ekklesia – Die Regierung

EKKLESIA war die damalige Bezeichnung für den Stadtrat oder das Parlament einer griechischen Stadt. Es war eine Gruppe von „herausgerufenen“ oder „ausgewählten“ Männern, die regelmäßig zusammen kamen, um die Stadt zu regieren. Sie erließen Gesetze, Dekrete und waren die Gerichtsbarkeit der damaligen griechischen Stadtstaaten. Die EKKLESIA war sozusagen die Regierung der damaligen Gesellschaft.

Indem nun die erste Gemeinde diesen Begriff für sich selbst wählte, brachte sie zum Ausdruck, wovon sie überzeugt war: die Autorität des Reiches Gottes ist uns gegeben! Die Gemeinde ist berufen ,mit Christus zu regieren!

Das Reich Gottes und die Gemeinde sind nicht dasselbe. Aber die Gemeinde ist das Werkzeug oder das Mittel ,wodurch Gott sein Reich, seine Regierung auf dieser Erde aufrichtet.

“Dein Reich komme …”

Gottes Verlangen und seine Absicht sind von Anfang an, seine Herrschaft auszubreiten.

Als Gott Adam und Eva erschuf, gab er ihnen einen dreifachen Auftrag:

Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, was auf Erden kriecht! (1. Mose 1,28)

Als erstes sollten die Menschen sich vermehren. Dies nenne ich den „Multiplikations-Auftrag“ . Auch im Neuen Testament sehen wir enormes Wachstum, wo Gott durch den Heiligen Geist zu wirken beginnt. Die Gemeinde in Jerusalem hatte schon bald nach Pfingsten über 10.000 Mitglieder und „der Herr tat täglich hinzu.“ Gott ist ein Gott der Multiplikation, und da wir in seinem Bild geschaffen sind, hat er auch uns diesen Auftrag gegeben.

Der letzte Auftrag war der „Herrschafts-Auftrag“. Der Mensch war dazu bestimmt, über den Rest von Gottes Schöpfung zu herrschen. Dies drückt sich – zu oft leider auch durch Sünde pervertiert – in der enormen Entwicklung von Technologie, Wissenschaft und Kunst aus, durch die der Mensch eindeutig als „Herrscher“ in dieser Welt regiert.

Doch um in Gottes Sinn über die Erde zu herrschen, musste der Mensch sie zuerst “untertan“ machen (hebr. KABASH). Dies war der zweite Auftrag, der „Unterwerfungs-Auftrag“. Dieses „untertan machen“ oder, wie andere es übersetzen, „unterjochen“ oder „unterwerfen“, beinhaltet ohne Zweifel den Aspekt der Gewaltanwendung. An einer Stelle im Buch Ester wird dieses Wort sogar für eine Vergewaltigung verwendet (Ester 7,8). „Die Erde untertan machen“ bedeutete nicht einfach, dass Adam und Eva und ihre Nachkommen sich langsam über die Erde ausbreiteten, sondern sie sollten sie erobern. Hier entdecken wir zum ersten Mal in der Bibel die Anwendung dieser Regierungsgewalt oder Autorität des Reiches Gottes, von der wir gerade sprechen. Gott selbst überträgt Adam und Eva seine Herrschaft über die ganze Erde und gibt ihnen den Auftrag, diese Autorität anzuwenden. Doch von wem sollten sie die Erde erobern? Wenn es ein Land zu erobern oder zu unterwerfen gilt, dann gibt es auch immer einen Feind, dem man es abnehmen muss. Eine weitere Stelle im Alten Testament, an der KABASH verwendet wird, verdeutlicht dies:

„Ist nicht der HERR, euer Gott, mit euch und hat euch Ruhe gegeben umher? Denn er hat die Einwohner des Landes in meine Hand gegeben, und das Land ist unterworfen (hebr.: KABASH) dem HERRN und seinem Volk. (1. Chr 22,18)

Hier spricht David von seinen Eroberungen. Der Herr und sein Volk haben das Land dadurch unterworfen (KABASH), dass die vorherigen Bewohner des Landes in ihre Hände gegeben wurden. Nun, wir wissen aus der Geschichte der Landeinnahme, dass es Gottes Auftrag an das Volk Israel war, alle Bewohner des verheißenen Landes als Feinde zu besiegen und zu vernichten. Dieses Vorgehen ist eindeutig die Kernbedeutung von KABASH.

Doch wen sollten Adam und Eva besiegen? Ein weiterer Auftrag Gottes an die ersten Menschen hilft uns, diese Frage zu beantworten:

Und Jehova Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren (hebr.: SHAMAR). (1. Mose 2,15)

Der wunderschöne Garten Eden bedurfte also auch im paradiesischen Zustand bereits der Bebauung und der Bewahrung. Das Erste ist ein Hinweis darauf, dass die Arbeit keine Folge des Sündenfalls ist. Deshalb werden wir auch in der Ewigkeit nicht von Gottes Arbeitslosengeld leben, sondern eine sinnvolle Tätigkeit haben. Allerdings ist Arbeit, die keine Früchte trägt, sehr wohl ein Fluch.

Neben dem Bebauen sollten die Menschen den Garten auch bewahren. Ganz eindeutig bedeutet das hebräische Wort SHAMAR: „etwas vor Eindringlingen schützen“. Dasselbe Wort wird später verwendet, als beschrieben wird, wie der Engel mit dem flammenden Schwert den Garten nach dem Sündenfall bewachte:

Und er vertrieb den Menschen und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim lagern mit dem gezückten flammenden Schwert, zu bewahren (hebr.: SHAMAR) den Weg zum Baume des Lebens. (1. Mo 3,24)

Hier wird die Bedeutung des Wortes SHAMAR sehr schön deutlich. Der Mensch sollte also den Garten Eden vor Eindringlingen bewahren. Die fatalen Folgen dessen, dass der Mensch bei diesem Auftrag versagte, lesen wir in der Geschichte des Sündenfalls in Kapitel 3. Woher kam denn nun plötzlich diese Schlange? Hatte nicht Gott gerade die Erde geschaffen? War die Schöpfung nicht vollkommen und perfekt? Ich möchte an dieser Stelle nicht darüber argumentieren, ob in 1. Mose 1 die Neuschöpfung der Erde oder eine Wiederherstellung von etwas Verwüstetem beschrieben wird. Beide Möglichkeiten stehen vom Text her offen. Ob es nun der Satan war, der nach seiner Rebellion auf die Erde geworfen, Gottes Schöpfung verwüstete, wird uns nicht gesagt. Auf jeden Fall wird uns mitgeteilt, dass er auf der Erde war und dass Adam und Eva den Garten vor ihm bewahren sollten. Die Erde war also nicht unbesetztes Land. Da gab es bereits von Anfang an einen Feind, den es zu besiegen galt und dem man das Land abnehmen und die Erde untertan machen musste.

Doch dazu kam es gar nicht. Satan – der größte Feind des Menschen – drang in Form der Schlange in den Garten ein und verführte den Menschen zum Unglauben und Ungehorsam Gott gegenüber. Dieser Hochverrat an der Liebe Gottes hatte den totalen Verlust der Herrlichkeit Gottes auf ihrem Leben und den geistlichen Tod zur Folge. Während sie zuvor mit der Herrlichkeit Gottes umkleidet waren,  fühlten sie sich nun plötzlich nackt. Schließlich wurden sie aus dem Garten verbannt und der Tod auf Raten begann.

Der Mensch hatte bereits beim Auftrag, den Garten zu bewahren, versagt. Was wäre denn Gottes Plan gewesen, falls Adam und Eva nicht versagt hätten? Ich könnte mir es ungefähr so vorstellen:

Adam und Eva als „Agenten Gottes“ sollten nicht nur den Garten bewahren, sondern die Herrlichkeit und Gegenwart Gottes auch außerhalb des Gartens überall auf der Erde ausbreiten. Dabei wäre der „Unterwerfungs-Auftrag“ zum Tragen gekommen. Spätestens außerhalb des Gartens wären sie früher oder später auch der Schlange begegnet. Doch diesmal nicht defensiv, sondern offensiv. Gottes Absicht war es also, dem Menschen Autorität und Herrschaftsgewalt zu übertragen, damit dieser mit seinen Nachkommen in Gottes Auftrag die ganze Erde mit seiner Gegenwart und Herrlichkeit erfüllen sollte. Gott wollte durch den Menschen auf Erden herrschen. Adam und Eva hatten den Auftrag, den Teufel von der Erde  zu verbannen. Jesus sagte an einer Stelle:

Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen! (Lk 11,20)

Mit ganz einfachen Worten gesagt: das Reich Gottes auszubreiten bedeutet, den Teufel und seine Dämonen hinauszuwerfen.

Da der Mensch jedoch in seinem Auftrag , Herrscher zu sein, versagte, wurde er zum Sklaven und Handlanger des Teufels. Als Nachäffer Gottes will dieser selbst genau das gleiche wie Gott: die Erde mit seiner „Herrlichkeit“ erfüllen. So lesen wir dann, was schon nach einigen Generationen geschah:

Als aber der HERR sah, daß des Menschen Bosheit sehr groß war auf Erden und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse allezeit, … (1. Mo 6,5)

Satan war dabei, die Erde mit seiner Bosheit zu erfüllen. Doch bereits beim Sündenfall kündigte Gott durch Prophetie an, dass der Kampf auch nach dem Versagen des Menschen weitergehen würde. Es würde nämlich  einer geboren werden; auch ein Mensch – „der Same der Frau“ – der all das wieder rückgängig machen  und dem Teufel den Kopf zertreten würde. Der Kopf spricht von Herrschaft, aber auch von Plänen und Gedanken. Jesus Christus schließlich hat diese Prophetie erfüllt und er ist gerade in diesem Moment dabei, nachdem er auf Golgatha die Herrschaft des Teufels und seine Pläne entmachtet hat, den Plan Gottes durch dich und mich wiederherzustellen.

Die weitere Geschichte Gottes mit der Menschheit und insbesondere mit dem Volk Israel, wie sie uns im Alten Testament beschrieben wird, ist ein beispielloses Epos über die Bemühungen Gottes, immer wieder Verbündete unter uns zu finden, mit denen er seinen Plan, die Erde wieder unter seine Herrschaft zu bringen, fortsetzte. Selbst die Erwählung Israels als Volk des Eigentums hatte letztendlich das Ziel, die ganze Erde zu segnen, denn laut Gottes Verheißung sollten in diesem Volk alle Nationen der Erde gesegnet werden. Diese Absicht Gottes erfüllte sich auf wunderbare Weise in unserem Herrn und Erlöser Jesus Christus, dem erstgeborenen Sohn Gottes.

Schöpfung, Fall, Erlösung, Wiederherstellung

Wenn wir das Wesen Gottes nicht verstehen, dann kommen wir oft zu falschen Schulssfolgerungen über Einzelaussagen oder Thematiken in der Bibel. Z.Bsp. Eschatologie …

Eschatologie bedeutet ja die „Lehre von den letzten Dingen“ und wird somit oft auf die Geschehnisse am Ende der Tage begrenzt. Wenn wir es jedoch genau betrachten, ist das gesamte Evangelium und die gesamte Geschichte Gottes mit der Menschheit eschatologisch. Das eschatologische Geschehen begann im Garten Eden, als Gott den gefallenen Menschen einen Erlöser versprach. Was ist denn das Wesen der eschatologischen Ereignisse? Ist es nicht die schlussendliche Zurückführung aller Dinge in den ursprünglichen und paradiesischen Zustand der Schöpfung? Manche werden hier anmerken, dass Gottes wiederherstellendes Wirken einen Zustand herbeiführt, der sogar qualitativ noch besser ist als der Ausgangszustand. Dem würde ich uneingeschränkt beipflichten, doch glaube ich nicht, dass der Endzustand vom Wesen her anders sein wird als der Ausgangszustand, sondern eben nur von der Qualität her. Das ist  im folgenden Verständnis von Himmel und Erde, mit dem wir uns noch befassen werden, sehr wichtig.

Wir können aus dem Gesamtzeugnis der Schrift ohne Zweifel dieses Wirken Gottes erkennen , in dessen absolutem Zentrum das Kreuz von Golgatha steht:

Schöpfung -> Fall -> Erlösung -> Wiederherstellung

Das von seiner ewigen Liebe her geprägte Heilshandeln Gottes ist  von diesem Werdegang bestimmt und gekennzeichnet. Alles, was Gott sagt, tut und bewirkt, ist im Verlauf dieses Prozesses anzusiedeln. Jede eschatologische Aussage der Bibel muss in diesem Licht betrachtet werden.

Ein neuer Anfang

So wie der Bericht des Alten Testamentes mit den den Worten „am Anfang“ beginnt, so auch der neutestamentliche im Johannesevangelium. Mit Jesus begann eine neue Zeit; ein neuer Anfang war gekommen.

In Jesus und in der Erlösung durch sein Kreuz wird alles wieder rückgängig gemacht, was Adam verloren hatte. Wundert es uns, dass die erste Botschaft Jesus´ lautete: „Die Königsherrschaft Gottes ist nahe herbeigekommen!“?

Gottes Plan, den Menschen zu gebrauchen, um die Erde mit seiner Gegenwart und Herrlichkeit zu erfüllen, hat sich nicht geändert. Klingt nicht der „Missionsbefehl“ von Jesus an seine Jünger ganz ähnlich wie der Herrschaftsauftrag Gottes an die ersten Menschen?

Matthäus 28,18-20 Und Jesus trat herzu und redete mit ihnen und sprach: „Mir ist alle Gewalt …

..gegeben im Himmel und auf Erden. Gehet [nun] hin und machet alle Nationen zu Jüngern, und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“

Der sogenannte Missionsbefehl von Jesus ist von der Zusage seiner Autorität und Gegenwart und einem direkten Hinweis auf das Ende dieses Zeitalters umrahmt.

Jesus, der Erbe der Nationen dieser Welt

Wem gehört die Welt? Wir wissen, dass die Schrift uns sagt, dass die Erde und alles, was darin ist, dem Herrn gehört. Nun, wir wissen auch, dass Väter ihren Besitz an ihre Kinder vererben. In gewisser Hinsicht könnte man sagen, dass Adam sozusagen der erste „Sohn Gottes“ war. Er war nach Gottes Bild geschaffen. Er hatte göttlichen Lebensodem in sich und Gottes Herrlichkeit bekleidete ihn. Dadurch, dass dieser erste „Sohn Gottes“ sein Erbe an den Teufel verspielt hatte, ergab sich eine schreckliche Situation. Gott, der rechtmässige Besitzer der Erde, konnte nicht verhindern, dass sein Widersacher, der Teufel, ganz legal und rechtmässig immer mehr von der Erde Besitz ergriff.

Fordere von mir, und ich will dir die NATIONEN zum Erbteil geben, zu deinem Besitz die ENDEN DER ERDE. (Psalm 2,8)

Psalm 2 spricht ohne Zweifel prophetisch von Jesus als dem kommenden König. Gottes Anordnung wird hier wiedergegeben: sein heute gezeugter Sohn wird als Erbe der Welt eingesetzt.

Nun verstehen wir, wie groß die Versuchung war, als Satan ihm nach den 40 Tagen Fasten in der Wüste die Königreiche dieser Welt als Gegenleistung für erbrachte Anbetung anbot. Jesus hätte das Erbe ohne das Leiden am Kreuz haben können. Hier wird deutlich, dass Satan wirklich der rechtmässige Besitzer der Erde war.

Und er führte ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises. Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich all diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben, und wem immer ich will, gebe ich sie. (Lukas 4,5-6)

Jesus widersprach dem Satan nicht, sondern erkannte seine Herrschaft über die Erde an. Natürlich wusste Jesus sofort, worum es ging. Es ging um Anbetung. Satan wollte – und will es immer noch – sich selbst an die Stelle Gottes setzen.

Paulus spricht im Römerbrief ebenfalls von jemandem, der als Erbe der Welt eingesetzt war, nämlich Abraham:

Denn nicht durch Gesetz wurde Abraham oder seiner Nachkommenschaft die Verheißung zuteil, dass er der WELT  ERBE sein sollte, sondern durch Glaubensgerechtigkeit. (Römer 4,13)

Abraham und seiner Nachkommenschaft wurde die Verheissung gegeben, dass sie die Welt erben werden. Später dann klärt Paulus die Frage der Nachkommenschaft und macht in Gal 3,16 deutlich, dass mit der Nachkommenschaft nicht einfach alle Nachfahren von Abraham, das natürliche Israel, gemeint  sind, sondern Christus. Dann heißt es ganz klar (Gal 3,29), dass jeder, der in Christus ist, ein Nachkomme Abrahams und somit ein Erbe der Verheissung wurde. Welcher Verheissung? Der Verheissung der Erbschaft der ganzen Welt!

Christus wurde nach seiner Auferstehung als Sohn Gottes eingesetzt (im Sinne eines Erben) und er herrscht seit dieser Zeit als König der ganzen Erde. Die Nationen dieser Welt gehören Jesus Christus. Sie sind sein Erbe.

3. Das Evangelium des Reiches Gottes

Ist der Missionsbefehl eine Fortsetzung oder Neufassung des Herrschaftsauftrages Gottes an die ersten Menschen? Ist das nicht ein bisschen weit hergeholt?  Für unsere evangelikal geprägten Ohren scheint dieser Bogen wirklich sehr weit gespannt zu sein. Meiner Meinung liegt das hauptsächlich an einem verkümmerten Verständnis des Inhalts des Evangeliums. Wieder mit einem Hinweis auf das Ende des Zeitalters prophezeit Jesus an einer anderen Stelle folgendes:

Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen. (Mt 24,14)

Jesus gab seinen Jüngern den Auftrag, das „Evangelium des Reiches“ zu predigen. Im übertragenen Sinn könnte man diesen Auftrag Jesus´ etwa folgendermaßen ausdrücken: „Geht hin in die ganze Welt und bringt den Menschen die Frohe Botschaft, dass die Königsherrschaft Gottes auf die Erde gekommen ist und sich immer weiter ausbreitet.“

Verkündigen wir in unseren evangelikalen Kreisen – zu denen ich auch die Pfingstler und Charismatiker in dieser Hinsicht zähle – noch dieses Evangelium? Haben wir nicht aus dem „Evangelium des Reiches“ ein „Evangelium der persönlichen Errettung“ gemacht? So in etwa sagte mir ein lieber Bruder vor einiger Zeit: „Bald ist es zu Ende und Jesus holt uns zu sich. Solange wir noch auf der Erde sind ,sollten wir versuchen ,so viele wie möglich mit uns zu nehmen.“ Dieses Verständnis des Missionsbefehls, das wir bei der Mehrheit der evangelikalen Christen finden, ist meiner Meinung nach nicht  einmal mehr eine schlechte Karikatur des Evangeliums vom Reich Gottes; – es ist bereits eine grobe Fälschung. Ich möchte hiermit in keiner Weise die Wichtigkeit von persönlicher Errettung und Wiedergeburt herabspielen, sondern lediglich betonen, dass die Auswirkungen des Evangeliums weit darüber hinausgehen. Der Gedanke des „Unterwerfungs-Auftrages“ ist eindeutig im Auftrag des Evangeliums enthalten.

Dies sehen wir unter anderem sehr deutlich in einer Aussage von Johannes, dem Lieblingsjünger Jesus´, die uns allen sehr bekannt sein dürfte:

Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, daß er die Werke des Teufels zerstöre. (1. Joh 3,8)

Mit der Verkündigung des Evangeliums ging bei Jesus immer die Demonstration der „Unterwerfungs-Autorität“ einher. Er zerstörte die Herrschaft Satans auf der Erde, indem er Menschen heilte, befreite, ihnen die Sünden vergab und ihnen Wertschätzung und Liebe zurückgab. Dadurch begann er das Reich Gottes auszubreiten. Er verkündigte, lebte und demonstrierte das Evangelium vom Reich Gottes. Und er befahl uns, dasselbe zu tun, weil wir seinen Auftrag zu Ende führen sollten. Und hier ist einer der entscheidenden und grundlegenden Denkfehler in so mancher Endzeit-Theologie.

Als Gott den ursprünglichen „Unterwerfungs-Auftrag“ erteilte, gab er ihn nicht an Adam allein, sondern an Adam und Eva zusammen als Mann und Frau.

Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich schuf er sie. Und Gott segnete SIE und sprach zu IHNEN: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, was auf Erden kriecht! (1. Mose 1,27)

Nun, wir wissen, dass die Bibel das Geheimnis der Ehe auf Christus und die Gemeinde deutet. Doch haben wir uns einmal Gedanken gemacht, was dies im Sinne der Herrschafts- und Unterwerfungsautorität des Reiches Gottes bedeutet?

Adam und Eva sollten sich gemeinsam die Erde untertan machen und herrschen. Solllte Jesus, nachdem er als der letzte Adam gekommen ist, anders vorgehen? Ist es nicht vielmehr so, dass auch der letzte Adam eine Eva hat, mit der er gemeinsam den ursprünglichen Auftrag Gottes an die Menschheit wiederherstellt und ausführt? Jesus wird das Reich Gottes nicht ohne seine Braut auf dieser Erde aufrichten! Das ist ein Schlüssel zu einem biblisch korrekten Verständnis des Endzeit-Geschehens.

Hat Jesus eine Versager-Braut?

Ohne Zweifel sind sich alle Endzeit-Experten und Eschatologie-Gelehrten darin einig, dass Jesus am Ende siegreich sein wird. Doch was ist mit seiner Gemeinde? Die gängige Trübsals-Entrückungs-Millenniums -Lehre über die Endzeit geht davon aus, dass die Gemeinde versagen und dem Antichrist und seinem satanischen Reich unterlegen sein wird. Nur durch das spontane und für uns als seine Braut absolut unerwartete Eingreifen Gottes, durch eine sogenannte Entrückung, kann die Gemeinde angeblich gerettet werden. Dann schließlich soll Jesus nach dem Hochzeitsmahl mit seiner Gemeinde auf die Erde kommen, um das „Tausendjährige Friedensreich“ aufzurichten. Und nun sollen wir – die Gemeinde, die gerade noch als Versager vor dem Untergang bewahrt wurde – plötzlich mit ihm herrschen? Mir erscheint doch einiges in dieser Geschichte sehr ungereimt zu sein.

Warum sollte der Herr seine Braut – die übrigens auch eine Armee ist – während über 2000 Jahren ausbilden, trainieren und zum Überwinden anleiten, um sie dann kurz vor der Endschlacht mit dem Entrückungs-Hubschrauber aus dem Kampfgetümmel zu evakuieren? Kein Militärführer würde so etwas Dummes tun, – und, glaubt mir, Gott ist der beste Heerführer; er ist schliesslich der „Herr Zebaoth“, der Herr der Heerscharen.

Das Traurige an dieser Sicht der Endzeit ist, dass dadurch die Gemeinde schwach und mit einem Versager-Denken erfüllt wurde. Mehr und mehr entstand im Lauf der Zeit eine „Wagenburg-Mentalität“. Unser Kampfgeist erstreckt sich darauf, uns gegen den übermächtigen Feind zu verteidigen und auszuharren, bis „die Kavallerie“ uns herausholt. Bestenfalls versuchen einige Wagemutige – wie Missionare und Evangelisten – hier und da eine kleine Schlacht anzuzetteln und einen kleinen Sieg zu gewinnen.

Ich übertreibe hier natürlich bewusst und bin froh, dass sich im Moment ein anderer Trend am Horizont der Gemeinde abzuzeichnen beginnt. Mehr und mehr Christen nehmen ihren Platz in dieser Welt ein und lassen ihr Licht strahlen. Das ist sehr schön, doch wenn wir nicht zutiefst davon überzeugt sind, dass dieser Einflussnahme – auch auf Politik, Wirtschaft, Bildungs- und Gesundheitswesen – eine biblisch fundierte Legitimität, ja sogar Notwendigkeit zugrunde liegt, dann werden wir uns mehr oder weniger als solche vorkommen, die sich zu weit aus dem Fenster lehnen.

Auf die biblische Bedeutung des Antichristen kommen wir an einer anderen Stelle noch zu sprechen, hier sei nur so viel gesagt: wenn es wirklich wahr ist, dass am Ende ein antichristliches, satanisches Reich diese ganze Erde erfüllen wird, warum sollte ich dann als Christ jetzt und hier Einfluss auf die Gesellschaft nehmen? Warum sollte ich in die Politik gehen und für biblische Werte in der Gesellschaft eintreten? Warum sollte ich mich bemühen und dazu beitragen, dass unser Bildungs- und Erziehungswesen kinder- und menschenfreundlicher und effektiver wird? Warum sollte ich als Geschäftsmann versuchen, den Einfluss meiner Firma auszuweiten und zum Beispiel Immobilien zu erwerben? Warum sollte ich als Christ all das tun, wenn der Antichrist es alles sehr bald wieder zerstören wird? Die hoffnungslose und fatale Verneinung dieser Fragen, geprägt von einem falschen Endzeit-Verständnis, ist meiner Meinung nach einer der Hauptgründe dafür, dass die durchschnittliche evangelikale Gemeinde sich im großen und ganzen um sich selbst dreht und mehr oder weniger passiv auf die Entrückung wartet.

Hat unser Bräutigam eine Versager-Braut? Nein, er hat eine wunderschöne und herrliche „Eva“ , mit der zusammen er das Reich Gottes zurück auf diese Erde bringt. Seine Wiederkunft wird die Vollendung des Auftrages sein, an dem wir jetzt schon arbeiten: das Evangelium des Reiches Gottes zu allen Nationen zu bringen. Doch während Jesus im Evangelium die ganze Zeit davon redet, dass etwas – nämlich die Königsherrschaft Gottes – zurück auf die Erde kommt, sprechen wir meist nur davon, dass wir die Erde verlassen wollen. Viele Faktoren haben im Laufe der Kirchengeschichte dazu geführt, dass die Gemeinde in völlige „Jenseitsduselei“ verfiel und für diese Welt fast nicht mehr zu gebrauchen war und ist. Einige werden wir später noch behandeln.

„Ich komme wieder!“

Dieser Satz von Arnold Schwarzenegger in einem seiner „Terminator“-Filme hat sich in das Gedächtnis der Zuschauer eingeprägt. Nur schade, dass derselbe Satz von Jesus Christus anscheinend nur noch völlig verdreht in der Erinnerung der meisten Christen existiert. Während Jesus, als Vollendung seines Auftrages, zu den Jüngern von seiner Wiederkunft spricht, sprechen die meisten evanglikalen Christen heute nur noch von der Entrückung. Selbst wenn sie den Begriff „Wiederkunft Jesus´“ gebrauchen, meinen sie eigentlich dieses Ereignis, bei dem sie beim Schall der Posaune angeblich hoch in die Luft „entrückt werden“ und in den Wolken ihren Herrn treffen, um dann mit ihm zur großen Party „abzudüsen“. Schließlich heißt es in dieser Stelle im Thessalonicherbrief, das wir dann „allezeit bei ihm sein werden.“

In unserer ganzen Erdverdrossenheit und Jenseitswehmut vergessen wir aber völlig, dass Jesus niemals gesagt hat: „Wenn´s brenzlig wird, hole ich Euch rechtzeitig ´raus!“ Nein, seine Verheissung lautet:

Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in gleicher Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen. (Apg 1,11)

Er hat nirgendwo verheißen, uns „zu sich zu holen“, wie manche Christen behaupten, die dabei das Kommen Jesus´ und das Entschlafen der Heiligen durcheinanderbringen. Nein, Jesus hat versprochen, dass er wieder zu uns zurückkommt. Viele Christen freuen sich schon, dass sie in den Himmel gehen werden, weil sie dort ihren Lohn erwarten. Aber Jesus hat gesagt:

Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeglichen zu vergelten, wie sein Werk sein wird. (Offb 22,12)

Unser Lohn kommt mit ihm auf die Erde, bei seiner Wiederkunft. Viele sehnen sich nach der Entrückung, weil sie dann im Himmel ihre lieben Verwandten und Geschwister, die bereits gestorben sind ,wiedersehen wollen. Doch auch da enttäuscht der Herr unsere Erwartung, wenn er sagt:

..auf daß eure Herzen gestärkt und untadelig erfunden werden in Heiligkeit vor unsrem Gott und Vater bei der Wiederkunft unsres Herrn Jesus mit allen seinen Heiligen. (1. Thes 3,13)

Wir werden unsere Lieben nicht im Himmel sehen, nein, sie kommen in der Auferstehung mit dem Herrn bei seiner Wiederkunft auf die Erde. Natürlich werden wir unsere Lieben im Himmel sehen, sollten wir vor seiner Wiederkunft entschlafen. Doch nicht der Himmel ist  unser Endziel, sondern die neue Erde. Im Himmel warten alle entschlafenen Gerechten auf den großen Tag der Auferstehung, wenn die Rückeroberung der Erde abgeschlossen und unsere Erlösung vollkommen sein wird.

Dies sind nur einige Beispiele von Vorstellungen und Traditionen, die wir in Bezug auf die Entrückungslehre angenommen haben, obwohl sie in keiner Weise mit dem Wort Gottes übereinstimmen.

Wie kann das Kommen Jesus´ auf den Wolken eine „geheime Entrückung“ sein, wenn Johannes als Vorwort zu seiner Offenbarung schreibt:

„Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen.“ (Offb 1,7)

Bei DER Wiederkunft Jesus´ wird es keine Menschen geben, die ganz überrascht sind, dass einige ihrer frommen Mitmenschen plötzlich nicht mehr da sind. Jedes Auge auf der ganzen Erde wird dieses Schauspiel miterleben. Seine Ankunft wird in Macht und Herrlichkeit sein! Es wird die Vollendung der Ausbreitung des Reiches Gottes auf dieser Erde sein.

Nun werden einige einwenden, dass Jesus doch erst, nachdem er uns in einer geheimen Nacht- und Nebel- Aktion entrückt wurde und nach sieben Jahren Feier im Himmel – oder dreieinhalb, je nach Verständnis über die „großen Trübsal“ -, sichtbar wiederkommen wird. Leider beruht diese Theorie auf völliger Spekulation und hat keine biblische Basis. Niemals ist von einem „dritten Kommen“ des Herrn die Rede. Die Bibel benutzt nur die Begriffe „Wiederkunft“ und „zweites Kommen“. Das dritte Kommen des Herrn wurde aufgrund eines falschen Entrückungsverständnisses hinzu erfunden.

Doch was geschieht in der Zwischenzeit …. ?

4. Erfrischung und Wiederherstellung

So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden vertilgt werden; auf daß da komme die Zeit der Erquickung von dem Angesichte des HERRN, wenn er senden wird den, der euch jetzt zuvor gepredigt wird, Jesus Christus, welcher muß den Himmel einnehmen bis auf die Zeit, da herwiedergebracht werde alles, was Gott geredet hat durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von der Welt an. Denn Moses hat gesagt zu den Vätern: „Einen Propheten wird euch der HERR, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern gleich wie mich; den sollt ihr hören in allem, was er zu euch sagen wird. Und es wird geschehen, welche Seele denselben Propheten nicht hören wird, die soll vertilgt werden aus dem Volk.“ Und alle Propheten von Samuel an und hernach, wieviel ihrer geredet haben, die haben von diesen Tagen verkündigt. Ihr seid der Propheten und des Bundes Kinder, welchen Gott gemacht hat mit euren Vätern, da er sprach zu Abraham: „Durch deinen Samen sollen gesegnet werden alle Völker auf Erden.“ Euch zuvörderst hat Gott auferweckt seinen Knecht Jesus und hat ihn zu euch gesandt, euch zu segnen, daß ein jeglicher sich bekehre von seiner Bosheit. (Acts 3:19-26)

Diese Verse sprechen nicht von einer persönlichen Erfahrung (erfrischender Gottesdienst). Diese Verse sprechen von der Geschichte der Welt!

4.1. Erfrischung

Worterklärung

ἀνάψυξις – anapsuxis – Definition: 1) Abkühlung, Erfrischung

Von: ἀναψύχω – anapsuchō – Definition: 1) wieder abkühlen, auskühlen, sich von der Hitze erholen – 1a) (den Geist) erfrischen – 2) Luft holen, aufatmen, wiederbeleben, sich erfrischen

Wird nur einmal im NT benutzt!

Petrus spricht zum Juden. Wenn er bestimmte Worte benutzt, dann haben sie diese mit Stelle aus dem AT verbunden. Das ist oft unser Problem, da wir das AT nicht gut kennen.

Andere Übersetzungen im AT: ausruhen, erquicken, erholen.

Erfrischung im AT

Stellen aus dem AT, die Erfrischung bezeichnen:

Die Sabbath-Ruhe

Sechs Tage sollst du deine Werke verrichten, aber am siebenten Tag sollst du feiern, damit dein Ochs ´und dein Esel ausruhen und deiner Magd Sohn und der Fremdling sich erholen (sich erfrischen). (2. Mo 23:12)
Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel; denn in sechs Tagen machte der HERR Himmel und Erde; aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte (erfrischte) sich. (2. Mo 31:17)

Dämonenaustreibung

Wenn nun der Geist Gottes über Saul kam, so nahm David die Harfe und spielte mit seiner Hand; so erquickte (erfrischte) sich Saul, und es ward besser mit ihm, und der böse Geist wich von ihm. (1 Samuel 16:23)

Davids Armee

David wurde von Simei verachtet und verspottet.

Und der König kam hinein mit allem Volk, das bei ihm war, müde und erquickte sich daselbst. (2 Samuel 16:14)

An dem Ort des Fluches geschah Erfrischung. Ein starkes Bild auf die Erlösung in Jesus Christus.

Das Evangelium

Wie die Kühle des Schnees in der Sommerhitze, so erfrischt ein treuer Bote den, der ihn gesandt hat: er erquickt die Seele seines Herrn. (Spr 25:13)

Starkes Bild auf das Evangelium und seine erfrischende Wirkung. Es erfrischt selbst Gott!

Die Wolkensäule

Und es wird geschehen: jeder Übriggebliebene in Zion und jeder Übriggelassene in Jerusalem wird «heilig» heißen, jeder, der unter die Lebendigen eingeschrieben ist in Jerusalem. Ja, wenn der Herr den Unflat der Töchter Zions abgewaschen und die Blutschulden Jerusalems aus seiner Mitte hinweggetan hat durch den Geist des Gerichts und den Geist der Vertilgung, dann wird der HERR über der ganzen Wohnung des Berges Zion und über ihren Versammlungen bei Tag eine Wolke und Rauch schaffen und den Glanz einer Feuerflamme bei Nacht; denn über der ganzen Herrlichkeit wird eine Decke sein und eine Hütte zum Schatten tagsüber vor der Hitze und zur Zuflucht und zum Schirm vor Ungewitter und Regen. (Jes 4:3-6)

4.2. Wiederherstellung

Worterklärung

ἀποκατάστασις – apokatastasis – Definition: 1) Wiederherstellung – 1a) einer wahren Gottesregierung – 1b) des perkekten Zustandes vor dem Fall

Kommt nur einmal vor im NT!

Im AT oft verwendet, um zu beschreiben, dass etwas Verlorenes oder Zerstörtes wieder zurückgegeben oder wieder gebaut wird. Der Originalzustand wird wieder hergestellt.

Nun gehen wir weiter in den Text hinein:

Alles beginnt mit … (behalte im Hinterkopf: wir sprechen von der Geschichte der Welt)

4.3. So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden vertilgt werden

Let’s talk about sin …

Was ist Sünde?

Nicht so zu leben (denken, fühlen, handeln) wie Gott!

Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, (Römer 3:23)

Herrlichkeit Gottes = seine Natur, sein Wesen, die Summe dessen, was er ist.

Ein anderer Begriff dafür: Übertretung.

Übertretung von was?

Übertretung des Gesetzes.

Was ist noch ´mal Gerechtigkeit? – Das ganze Gesetz zu befolgen.

Wenn wir nicht gerecht werden können durch das Halten des Gesetzes, will Gott dann überhaupt, dass wir das Gesetz halten?

Was ist das Gesetz? – Der Ausdruck seiner Natur, seines Wesens.

Die Ordnung der Schöpfung

Als Gott die Erde erschuf, war alles gut! Ales war geschaffen, um nach Gottes eigenem Abbild und Charakter zu funktionieren und zu harmonieren. Der Mensch war sein Bild – er war sehr gut! Wenn der Mensch so wie Gott wandeln, reden, denken und handeln würde, dann wäre die Schöpfung das Paradies. Harmonie, Freiheit und Friede würden auf Erden regieren. Die Erde wäre voll mit der Herrlichkeit Gottes.

Sünde – ein moralisches Problem?

Sünde ist nicht in erster Linie ein moralisches Problem.

Kinderlied: Pass auf, kleines Auge, was du siehst …. (schreckliches Gottesbild – es geht um moralische Verfehlungen, die Gott bestraft).

So haben wir Gott oft gesehen.

Doch Sünde ist nicht ein moralisches Problem, Sünde ist ein virtuales, ein existentielles Problem.

Sünde – ein existenzielles Problem!

Was bedeutet das?

Jedes Mal, wenn ein Mensch sündigt, bringt er Chaos in die Harmonie der Schöpfung. Er bringt den Tod …

Gottes Natur, Gottes Herrlichkeit bringen Leben, weil sie das Leben sind. Überfliessendes Leben … Friede, Harmonie, Liebe, Freude, Freiheit … alles was gut ist, alles, wonach die menschliche Seele sich sehnt.

Jedes Mal, wenn jemand nicht so wie Gott handelt, zerstört er all das.

Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen, und durch die Sünde der Tod, und also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben; (denn bis zu dem Gesetz war Sünde in der Welt; Sünde aber wird nicht zugerechnet, wenn kein Gesetz ist. Aber der Tod herrschte von Adam bis auf Moses, selbst über die, welche nicht gesündigt hatten in der Gleichheit der Übertretung Adams, der ein Vorbild des Zukünftigen ist. (Röm 5,12-14)

Für Gott ist Sünde wirklich sehr schmerzhaft, weil sie seine Schöpfung zerstört. Alles, was wir tun, hat Auswirkungen auf die Schöpfung (weil wir berufen sind, zu herrschen). Sünde ist niemals ein „privates Problem“. Sünde schadet immer anderen Menschen und der ganzen Schöpfung.

Wenn Gott also die Sünde wegnehmen könnte, dann könnte er Erfrischung bringen und alles wiederherstellen.

Kann Gott Sünde wegnehmen?

4.4. Wüste – Fluch – Verfall

Wir reden oft davon, dass wir die Wüste verlassen und ins verheissene Land gehen sollen.

Wüste = Schöpfung unter dem Fluch, verlassen, zerfallen und dem Untergang ausgeliefert.

Verheissenes Land = Schöpfung unter dem Segen Gottes, die Erde voll seiner Herrlichkeit.

Die Menschheit begann in einem Garten. Dieser Garten war der Ausdruck von Gottes vollkommener und gesegneten Schöpfung. Doch dies ging verloren und die Schöpfung wurde zu einer Wüste:

Und zu Adam sprach er: Weil du auf die Stimme deines Weibes gehört und gegessen hast von dem Baume, von dem ich dir geboten und gesprochen habe: Du sollst nicht davon essen, -so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen: mit Mühsal sollst du davon essen alle Tage deines Lebens; und Dornen und Disteln wird er dir sprossen lassen, und du wirst das Kraut des Feldes essen. Im Schweiße deines Angesichts wirst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zur Erde, denn von ihr bist du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staube wirst du zurückkehren! (1. Mo 3,17-19)

Die Propheten der Bibel sprechen immer wieder davon, dass die Zustände des Garten Edens wieder kommen werden. Das wäre mal ein Studium, das jeder selbst machen kann: Wo benutzen die Propheten Bilder aus dem Garten Eden,+

wenn sie die herrliche Zukunft durch die Erlösung voraussagen?

Zumindest ein Beispiel werden wir gleich sehen. Das „verheissene Land“ ist ein klares Bild auf die Zustände des Gartens Edens: die Schöpfung unter dem Segen Gottes.

Die Wüste wird in einen Garten verwandelt.

Wir reden oft davon, die Wüste zu verlassen, um in das „verheissene Land“ zu gehen. Die Bibel benutzt aber ein noch stärkeres Bild. Sie spricht davon, die Wüste in einen Garten zu verwandeln:

Denn Jahwe tröstet Zion, tröstet alle ihre Trümmer; und er macht ihre Wüste gleich Eden, und ihre Steppe gleich dem Garten Jahwes. Wonne und Freude werden darin gefunden werden, Danklied und Stimme des Gesanges. (Jes 51,3)
Ich werde Ströme hervorbrechen lassen auf den kahlen Höhen, und Quellen inmitten der Talebenen; ich werde die Wüste zum Wasserteich machen, und das dürre Land zu Wasserquellen. Ich werde Zedern in die Wüste setzen, Akazien und Myrten und Olivenbäume, werde in die Steppe pflanzen Zypressen, Platanen und Scherbinzedern miteinander; (Jes 41,18-19)
Siehe, ich wirke Neues; jetzt sproßt es auf; werdet ihr es nicht erfahren? Ja, ich mache durch die Wüste einen Weg, Ströme durch die Einöde. Das Getier des Feldes wird mich preisen, Schakale und Strauße; denn ich werde Wasser geben in der Wüste, Ströme in der Einöde, um mein Volk zu tränken, mein auserwähltes. (Jes 43,19-20)

4.5. Zeiten der Erfrischung und Zeiten der Wiederherstellung

Beides ist am Ende dasselbe … Erfrischung bringt Wiederherstellung … Erfrischung beginnt beim einzelnen und wirkt sich aus in gemeinschaftliche und historische Wiederherstellung.

Gott will den Urzustand wieder haben:

(25) Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von allen euren Unreinigkeiten und von allen euren Götzen werde ich euch reinigen. (26) Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. (27) Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, daß ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechte bewahret und tut. (28) Und ihr werdet in dem Lande wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe; und ihr werdet mein Volk, und ich werde euer Gott sein. (29) Und ich werde euch befreien von allen euren Unreinigkeiten. Und ich werde das Getreide herbeirufen und es mehren, und keine Hungersnot mehr auf euch bringen; (30) und ich werde die Frucht des Baumes und den Ertrag des Feldes mehren, auf daß ihr nicht mehr den Schimpf einer Hungersnot traget unter den Nationen. (31) Und ihr werdet eurer bösen Wege gedenken und eurer Handlungen, die nicht gut waren, und werdet Ekel an euch selbst empfinden wegen eurer Missetaten und eurer Greuel. (32) Nicht um euretwillen tue ich es, spricht der Herr, Jahwe, das sei euch kund; schämet euch und werdet beschämt vor euren Wegen, Haus Israel! – (33) So spricht der Herr, Jahwe: An dem Tage, da ich euch reinigen werde von allen euren Missetaten, da will ich die Städte bewohnt machen, und die Trümmer sollen aufgebaut werden. (34) Und das verwüstete Land soll bebaut werden, statt daß es eine Wüste war vor den Augen jedes Vorüberziehenden. (35) Und man wird sagen: Dieses Land da, das verwüstete, ist wie der Garten Eden geworden, und die verödeten und verwüsteten und zerstörten Städte sind befestigt und bewohnt. (36) Und die Nationen, welche rings um euch her übrigbleiben werden, werden wissen, daß ich, Jahwe, das Zerstörte aufbaue, das Verwüstete bepflanze. Ich, Jahwe, habe geredet und werde es tun. – (Hes 36:25-36)

Hier sehen wir individuelle Erfrischung … (Vergebung – Reinigung – Neue Natur – Identität), die Wiederherstellung hervorbringt. Hier ist sogar davon die Rede, dass der Garten Eden wiederhergestellt wird. Dafür kam Christus! Er kam, um den Fluch umzukehren. Er kam, um wiederzuerlangen, was Adam verloren hatte. Er bringt den Segen zurück! … Wenn wir das Werk Christus´immer nur auf die individuelle Ebene reduzieren (persönliche Errettung und ewiges Leben), dann werden wir der Macht und dem Umfang seiner Erlösungsgnade nicht gerecht.

Gottes Traum

Das war es, wonach Gottes Herz sich sehnte. Gott hatte einen Traum:

aber so wahr ich lebe und die Herrlichkeit des HERRN die ganze Erde füllen soll: (4. Mo 14:21)
Und gepriesen sei ewiglich der Name seiner Majestät, und die ganze Erde soll voll werden seiner Herrlichkeit! Amen, Amen! Zu Ende sind die Gebete Davids, des Sohnes Isais. (Psalm 72:19-20)
Denn die Erde wird voll werden der Erkenntnis der Herrlichkeit des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken. (Hab 2:14)

Diese Stelle steht in konkretem Kontext dazu, dass Gott den Fluch wieder umkehrt.

Und einer rief dem andern zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen; die ganze Erde ist voll seiner Herrlichkeit. Da erbebten die Pfosten der Schwellen von der Stimme ihres Rufens, und das Haus ward mit Rauch erfüllt. (Jes 6,3-4)

Wir sehen, es ist nicht nur eine Schriftstelle. Nicht einfach ein poetisches, geflügeltes Wort. Das träumt Gott. Danach sehnt sich Jesus. Kannst Du Dich erinnern …

Denn Gott hat die Welt so geliebt, … (Joh 3,16)
Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium der ganzen Schöpfung! (Mk 16,15)

Wiederherstellung der Welt

Nochmals die Frage von vorhin:

Wenn wir nicht durch das Halten des Gesetzes gerecht werden können, will Gott dann überhaupt, dass wir das Gesetz halten?

JA! Er selbst BEFÄHIGT UNS, dass wir das Gesetz halten, indem er seine Natur in uns hineingibt. Durch einfachen Glauben können wir gerecht und heilig wandeln, denn wir haben am Austausch teilgenommen.

Wenn du NICHT GLAUBST, dass du heilig und gerecht wandeln kannst, dann WIRST DU ES NIE. Deshalb ist gesetzliches Christentum verdammt. Man versucht, heilig zu sein, während man glaubt, dass man es nie kann. Was für eine verzweifelte Situation. Was für eine schwere Last ohne Hoffnung auf Erfolg.

Gott hat uns zu Bäumen der Gerechtigkeit gemacht. Wir glauben, dass wir gerecht wandeln können. Wir haben Busse getan und wurden von unseren Sünden erlöst und befreit. Nun kann Gott Zeiten der Erfrischung über uns und Zeiten der Wiederherstellung durch uns in diese Schöpfung bringen, so dass die Wiederherstellung aller Dinge weitergehen kann.

Jetzt ist die Zeit! Bleibe in deiner Identität! Behalte den einfachen Glauben daran, dass du genauso gerecht bist wie Jesus, dass Gott seine Natur in deinen Geist hineingegeben hat. Sei eine Person,die die Wüste in einen Garten verwandelt, wo immer du hin gehst.

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