Das Offenbarwerden der Söhne Gottes (1)

Nur wenn wir unsere Identität und unser Erbe kennen, können wir als Söhne leben. 

Die ganze Schöpfung wartet auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes …

„Denn das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden – nicht freiwillig sondern durch den der sie unterworfen hat – auf Hoffnung hin….. „ (Römer 8,19ff).

Die englische Amplified Übersetzung drückt das Ganze noch intensiver aus:

“The creation waits in eager expectation for the sons of God to be revealed.”

20 For the creation was subjected to frustration, not by its own choice, but by the will of the one who subjected it, in hope 21 that the creation itself will be liberated from its bondage to decay and brought into the glorious freedom of the children of God. 22 We know that the whole creation has been groaning as in the pains of childbirth right up to the present time.

Als der Mensch sich von Gott abwandte und ein Leben in Eigenbestimmung (Egoismus) erwählte fiel nicht nur er, sondern mit ihm auch die ganze Schöpfung.

“Die ganze Schöpfung wurde der Nichtigkeit unterworfen, nicht durch eigenes entscheiden, sondern durch den der sie unterworfen hat” (siehe o.g. Vers 20)

Gottes Wille für den Menschen war und ist es , in seinem Eben-Bild und unter seiner Königsherrschaft, Regierung über die ganze Schöpfung auszuüben.

“Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde , und macht sie (euch) untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen” (1 Mose 1,28)

Adam und Eva waren im Bild Gottes ​geschaffen (1 Mose 1.27). Sie hatten eine wunderbare Beziehung zu ihrem Schöpfer, kannten Ihn und wandelten mit Gott​(1. Mose 3,8). Sie hatten seine Herrlichkeit​und waren befähigt und die großartige Bestimmung, die ihnen gegeben wurde, zu erfüllen (“Und Gott segnete sie”/ 1. Mose 1,28a). Es fehlte ihnen an Nichts. Gott gab ihnen dazu alle Ressourcen​, die sie brauchten (1. Mose 2,10-15).

So wie durch den einen Menschen, Adam, alles in Chaos und in Nichtigkeit fiel, wurde durch einen Menschen, nämlich den Mensch gewordenen Gott, Jesus Christus auch alles wieder erlöst und kommt nun zurück unter die Herrschaft/Regierung Gottes (Apg 3,21).

Das Evangelium ist die gute Botschaft, dass nun alles wieder unter der Herrschaft Gottes, in Jesus Christus ist.

Die Liebe des Vaters war es, durch Jesus alles Geschaffene zu erlösen:

“Denn so hat Gott die Welt (KOSMOS) geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab….” (Joh 3,16)

“Er hat uns das Geheimnis seines Willens zu erkennen gegeben nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in ihm für die Verwaltung (bei) der Erfüllung der Zeiten: alles zusammenzufassen in dem Christus, das was in den Himmeln, und das was auf der Erde ist – in ihm”. (Eph 1,10)

“Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden” (Mt 28,18)

“Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist…” (Phil 2,9)

“Denn nicht den Engeln hat er den zukünftigen Erdkreis unterworfen, von dem wir reden”. (Hebr 1,5)

“Du hast ihn ein wenig unter die Engel erniedrigt​ (als er in Knechtsgestalt auf der Erde war) mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt; du hast alles unter seine Füße gelegt. Denn indem er ihm alles unterwarf ließ er nichts mehr übrig, das ihm nicht unterworfen wäre, jetzt aber sehen wir ihm noch nicht alles unterworfen.” (Hebr 1,8)

“Dein Reich​ (Königsherrschaft, Regierung) komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden” (Mt 6,10)

In Christus haben Teil an seinem wunderbaren Sieg und an seiner Herrschaft (Eph 1,17-22). Er ist das Haupt und wir sind sein Leib. Alles hat er seinen Füßen unterworfen. Durch das Werk Christi sind wir als Söhne und Töchter Gottes wiederhergestellt und können nun den Herrschafts-Auftrag gemeinsam mit Christus
ausfüllen (Vers 22).

Im Römerbrief heißt es, dass sie ganze Schöpfung sehnsüchtig auf die Söhne Gottes wartet, oder man könnte auch sagen: “mit einem ausgestreckten Kopf nach ihnen Ausschau hält”. In diesen Versen wird die Erwartung der Schöpfung ausgedrückt. Ihr Säuftzen, Stöhnen und ihre Sehnsucht das die Söhne Gottes ​offenbar = sichtbar werden. Denn alles von Gott Geschaffene sehnt sich nach Erlösung und Veränderung. Alles ist durch Christus geschaffen und will unter seine gute Regierung (Kol 1,15-17). Im Offenbar werden der Kinder Gottes liegt die Hoffnung auf Erlösung.

Von der Nichtigkeit zur Herrlichkeit. Paulus spricht in diesen Versen davon, dass wir Teil haben in diesem Geburtsprozess und auch wir uns nach der zukünftigen Herrlichkeit sehnen, in der alles wieder her gestellt ist. Als Erstlingsgabe und Beistand hat er uns den Heiligen Geist gegeben, der sich für uns mitverwendet in diesem Prozess.

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