Der Geist des Menschen (1)

Manchmal, wenn die Bibel vom Geist spricht, meint sie nicht den Geist Gottes, sondern den menschlichen Geist. Unser Geist, ist der Teil von uns, der die geistliche Welt und geistliche Realitäten wahrnehmen kann.

Viel Spass und Segen beim Anschauen…

Das Herz des Menschen

Wie schon gesagt, der Heilige Geist lebt in unserem Inneren. Das Zentrum unseres inneren Menschen ist unser Herz. Hier differenziert die Bibel nicht zwischen Geist und Seele, die Einheit der beiden ist damit gemeint.

Wie das natürliche Herz das Blut durch unseren Organismus pumpt, so zirkuliert das Leben in unserm unsichtbaren Inneren. Hier entspringen unser Glaube (Röm 10,10), unsere Wünsche (Matt 5,28) und auch unsere Bestimmung (Apg 11,23; 2 Kor 9,17). Unsere Motive und Überzeugungen offenbaren sich aus unserem Herzen – “aus der Fülle des Herzens redet der Mund”.

David spricht davon, dass Gott in der Nacht seine Nieren unterwies (Ps 16.7)

Psalm 7,10 – „der du Herzen und Nieren prüfst, gerechter Gott“
Sprüche  23,16 – „und meine Nieren frohlocken“
Hiob 19.27 – „meine Nieren verschmachten in meinem Inneren“

Unsere Gedanken und Motivationen kommen aus dem Inneren unseres Seins. Deshalb sagt Jesus im Gespräch mit den Pharisäern, dass der Mensch nicht verunreinigt wird, durch das was in den Leib hinein kommt. Es sind die Dinge, die aus dem Inneren seines Seins, aus dem Herzen herauskommen: „Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen“ (Mt 15.19). Diese verunreinigen einen Menschen.

Deshalb fordert uns die Bibel auch auf, mehr als alles andere unser Herz zu behüten:

Sprüche 4.23 – „Mehr als alles andere aber behüte dein Herz! Ihm    entspringt die Quelle des Lebens“
Hesekiel 3.10 – achte auf alles was ich dir sage, nimm es dir zu Herzen“

Durch die neue Geburt, sind wir der Natur Gottes teilhaftig geworden:

2 Petrus 1,4 – „damit ihr durch sie Teilhaber der göttlichen Natur werdet“
1 Kor 6,17 – „wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm!“

Damit erfüllte sich die Prophetie von Hesekiel, dass Gott dem Menschen ein neues Herz und einen neuen Geist in sein Inneres geben würde:

Hes 36.26+27 – „ein Herz, gefüllt mit dem Geist Gottes, das danach strebt, nach Gottes Ordnung zu leben“

Nun werden wir aufgefordert in der Realität des neuen Menschen zu wandeln = “Wandel im Geist” (Gal 5,16). Den alten Menschen haben wir bereits in der Taufe abgelegt (Rö 6). Er ist mit Jesus am Kreuz gestorben (Gal 2,20).  Der Geist Gottes lehrt uns, in der Realität des neuen Lebens zu wandeln.

Wir sind berufen, „Diener des Geistes“ (2 Kor 3,6) zu sein. Wie Paulus sagt, dass er Gott durch seinen Geist am Evangelium dient (Rö 1.9).

Die meisten Christen nehmen ihren Geist nicht besonders intensiv wahr. Sie sind sich weder bewusst, dass sie aus ihrem Geist heraus dienen sollen, noch wie sie es anstellen können. Lasst uns zuerst Mal anschauen, was der Geist des Menschen überhaupt ist:

Der menschliche Geist 

1. Mo 2,7 – “da bildete Gott, der Herr, den Menschen aus dem Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase den Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebendige Seele.”
1. Thess 5,23 – “möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!”

Diese Schriftstellen werden zeigen auf,  aus welchen Elementen der Mensch besteht und wie er gebildet wurde. Jeder Mensch hat einen Geist, eine Seele und einen Körper. Diese drei Elemente sind untrennbar miteinander verwoben und verbunden. Kein Teil kann ohne den anderen funktionieren, sondern sie bilden eine Einheit. 

Im Anfang erschaffen

Gott hat Seinen Geist einmal am Anfang in den Menschen (Adam) eingehaucht. Seitdem fließt Sein Geist durch alle Generationen.

4 Mose 16.22 – „Gott, du Gott allen Lebensgeistes, allen Fleisches!“
4 Mose 27.16 – “der Herr, der Gott des Lebensgeistes allen Fleisches!”
Hiob 12.10 – “In seiner Hand ist die Seele alles Lebendigen und der Lebensatem alles menschlichen Fleisches”

Durch Adam hat jeder Mensch etwas von Gott empfangen. Die Substanz des Geistes, den Gott einmal in Adam eingehaucht hatte, ging durch die gesamte Menschheit. Wenn ein neuer Mensch gezeugt wird, bläst Gott nicht noch einmal neu Seinen Geist ein.

Apostelgeschichte 17,24-29 – „Und er hat aus einem (Adam) jede Nation der Menschen gemacht“
Hebräer 7,9+10 – „und sozusagen ist durch Abraham auch von Levi, der die Zehnten empfängt, der Zehnte erhoben worden, denn er war noch in der Lende seines Vaters“

Levi bekommt also den Zehnten angerechnet, den sein Ur-Urgroßvater Abraham gezahlt hatte. Er war schon als „geistliche Substanz“ in den Lenden seines Urahnen. Im ersten Mose sehen wir, was passiert, wenn „geistliche Substanz“ (Atem Gottes) auf Fleisch trifft – eine Seele wird gebildet und ein Mensch entsteht. Gott webt auf wunderbare Weise alles zusammen (Ps 139,13-16).

Bedenke! Gott hat dich schon vor Grundlegung der Welt geschaffen. Im Hebräerbrief, im vierten Kapitel (Vers 4), heißt es:

„und Gott ruhte von ALLEN seinen Werken“ (vgl. Eph 1,4; 2,10)

Alle Menschen besitzen einen Geist

Jeder Mensch besitzt einen Geist. Auch die Menschen, die noch nicht von neuem geboren sind, besitzen einen Geist. Ansonsten wären sie auch physisch tot (Jakobus  2,26). Hier heißt es: „so wie der Leib ohne Geist tot ist“

Jedoch wandelt der unerlöste Mensch im Bereich der Finsternis. Paulus schreibt an die Epheser, dass diese Menschen “gemäß dem Fürsten der Macht, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt” (Eph 2.1ff), wandeln. Wegen der Verfinsterung ihres Herzens können sie nichts vom Geist Gottes wahrnehmen (1 Kor 2.14), noch das Reich Gottes sehen (Joh 3.3). 

Dennoch können diese Menschen mit der geistlichen Welt kooperieren. Okkultismus, New Age, Spiritismus könnnen zu dem Erfahrungsspektrum von Menschen gehören, die sich bewußt mit der geistlichen Welt in Verbindung setzten und mit ihr interagieren. 

Es braucht die Offenbarung des Hl. Geistes Jesus zu erkennen. Dennoch wirkt und wirbt der Hl.Geist beständig um diese Menschen. Er ist an Pfingsten, vor 2000 Jahren, auf die Erde gekommen und sucht offene Herzen, denen er Jesus offenbaren kann (Joh 16,8).

Geist eines gläubigen Menschen

Der Tod drang durch die Sünde Adams zu allen Menschen vor (Röm 5,12/Ps 58,4/Jes 48,8). Jesus war die einzige Person, die nicht aus der Linie Adams kam. Er war durch den HL. Geist, vom Vater im Himmel, kam, gezeugt. Nach seinem Tod und der Auferstehung kommt er zu den Jüngern und haucht ihnen neu den Atem des Lebens ein: “Und als er dies gesagt hatte, hauchte er sie an uns spricht zu ihnen: Empfangt den Hl.Geist”  (Joh 20.22)

1 Kor 15.45 – „der letzte Adam (wurde) zu einem lebendig machenden Geist“

Durch die neue Geburt ist alles neu (2 Kor. 5,17). Der Geist eines gläubigen Menschen ist in Einheit mit Gott (1 Kor 6). Gott selbst hat in im Wohnung genommen, er ist der “Tempel des Hl.Geistes” (1 Kor 6,19).  Als Sohn Gottes ist er vom Hl. Geist erfüllt und befähigt  im Geist zu wandeln und von ihm geleitet zu werden (Röm 8,9+14). 

Jesus sagt: “Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat” (Luk 4.18). In der guten Nachricht Bibelübersetzung heißt es: “Der Geist hat von mir Besitz ergriffen”!. Das beschreibt intensiv, den völligen Einfluss und die Abhängikeit zum Hl. Geistes. 

1 Thess 5,23 – “möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!”

Paulus schreibt an die Thessalonicher und betet, dass sie in ihrem ganzen Sein untadelig bewahrt werden. Dazu gehört, dass wir durch den Glauben, im Geist wandeln. Mit anderen Worten: In der Realität des neuen Menschen leben (Gal 5,16). Den “alten Menschen”,  haben wir bereits in der Taufe abgelegt (Röm 6,3+4). Er ist mit Jesus am Kreuz gestorben (Gal 2,20).  Der Hl. Geist Gottes lehrt uns, in der Realität des neuen Lebens zu wandeln. Er zeigt und auf wer wir wirklich sind (Eph 1,17ff; 2 Kor 3,18; Joh 3,2)

Wir sind berufen, „Diener des Geistes“ (2 Kor 3,6) zu sein. Wie Paulus sagt, dass er Gott durch seinen Geist am Evangelium dient (Rö 1.9).

Welche Form hat der Geist?

Wie eine Quelle

Der Geist gibt der Seele und dem Leib die Lebenskraft. Er ist vergleichbar mit einer sich bewegenden Energie. Die Bibel vergleicht den Geist mit dem Bild einer sprudelnden Quelle:

Sprüche  4.23 – „denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens“
Johannes 7.38 – “aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen“

Auch im folgenden Vers benutzt Jesus wieder das Bild einer lebendigen Quelle, die durch die neue Geburt im Inneren eines Menschen entspringt:

Johannes 4, 14 – „Sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt“

Wenn wir für Menschen beten, spühren wir manchmal das Kraft von uns fließt. Jesus sagte: “Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden” (Mk 16,18). Jesus spührt, dass die blutflüssige Frau ihn berührt hat. Obwohl der umringt wird, von einer Menschenmenge, denn: “Kraft ging von ihm aus”.

Licht

Ein anderes Bild, das die Bibel zur Beschreibung des menschlichen Geistes benutzt, ist das Licht. Durch die Offenbarung des Heiligen Geistes können wir Gottes Gedanken ergreifen und unser Geist wird erhellt. In den Sprüchen heißt es: “der Geist des Menschen ist eine Leuchte des Herrn” (Spr 20,27b) So lässt Gott uns an Seinen Ideen, Gedanken und Seinen Möglichkeiten teilhaben. In der Bibel werden uns Menschen beschrieben, die ein Leben im Geist Gottes kultiviert haben und damit in der Lage waren den Lauf der Geschichte zu verändern. In ihnen war ein anderer Geist:

  • Josua und Kaleb Kaleb wich nicht vom Zelt der Begegnung
  • Samuel Wuchs an der “Lade des Bundes” auf
  • David 24//7 – Lobpreis, Anbetung in der Gegenwart Gottes

Erfindungen inspiriert durch den Geist Gottes:

  • Amos 6.6 David hat Musikinstrumente erfunden
  • 2. Chronik 26.5/15 Usija baute kunstvoll erdachte Maschinen
  • 2. Chronik 32.30 Hiskia konstruierte Abwassersysteme

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