Der Geist des Menschen (2)

Auch in dieser Lektion beschäftigen wir uns mit den Funktionen und Fähigkeiten des Menschlichen Geistes.

Viel Spass und Segen beim Anschauen…

Dein Geist hat keine Limits!

Er ist der geistlichen Welt und nicht den Gesetzen der natürlichen Welt unterworfen. Damit gelten für ihn auch keine natürlichen Grenzen. Weder in Zeit noch im Raum. Noch Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft.

Einige Beispiele:

  • Henoch, sieht das Ende Judas 15
  • Elia, “Transportings” 1. Kön 18,12
  • Elisa und Gehasi, Elisas Geist ging mit 2. Kön 5,26
  • Hesekiel “Geist hob mich empor” Hes 11,1
  • Jesus “Zeichen, Wunder” Evangelien
  • Philippus “Entrückung an anderen Ort” Apg 8,39
  • Paulus, im dritten Himmel 2. Korinther 12,2
  • Paulus im Geist, aber nicht im Leib anwesend 1. Kor 5,3
  • Johannes “Komm hier herauf”! Offenbarung 4

Die Kirchengeschichte bezeugt unzählige Menschen, die übernatürliche Manifestationen erlebten. Oftmals finden wir diese bei den “Mystikern”.  Deren Fokus ein Leben in der Liebe und Einheit mit dem Herrn. Hier einige Beispiele

  • Theresa von Avila:  Ekstasen, Visionen, Trancen 
  • Catharina von Siena: Levitationen, Begegnungen mit Jesus, David, Paulus
  • Girolamo Savonarola: Himmelsentrückung
  • Franz von Assisi: Levitationen, Tiere kamen zu ihm
  • Joseph von Carpertino: der fliegende Heilige (über 100 bezeugte Levitationen)
  • Johannes von der Flue: übernatürliche Weisheit und Rat (Rettung der Schweiz)

und viele mehr.

Wir erleben eine starke Zunahme dieser geistlichen Phänomene, im Leib Jesu. Diese Dinge haben nichts mit “New Age” oder esoterischem Gedankengut zu tun. Die Gemeinde Jesu hat die Übernatürlichkeit des Christentums der Aufklärung und der Verherrlichung des Verstandes geopfert. Erst langsam erkennen wir das gewaltige Potential in uns und mit welch großartigen Eigenschaften Gott uns geschaffen hat.

Die menschliche Seele

Während wir den Geist als eine  Energie und Quelle beschrieben haben, besitzt die Seele eines Menschen eine definierte Form, die der Struktur eines menschlichen Körpers entspricht. Die Bibel assoziiert die Seele mit dem Blut. Das hebräische Wort für Seele, Leben ist “nephesh”. Folgende Verse enthalten diesen Begriff:

  • 3. Mose 17,11+14 Denn die Seele des Fleisches ist im Blut
  • 1. Mose 9,4 Nur Fleisch mit seiner Seele, in seinem Blut, sollt ihr nicht…

Blut durchfließt alle Teile unseres Körpers und so durchdringt auch unsere Seele unser ganzes Sein. Zwar ist die Seele nicht im Blut, aber sie bildet eine unsichtbare Korrespondenz mit dem Blut.

Unser Blut durchläuft unseren ganzen Körper und bildet die Form eines Menschen ab. Nur dahin wo auch das Blut gelangt, ist Leben möglich. 

In der Bibel werden uns Begegnungen mit Menschen nach ihrem Tod berichtet, um zu bestätigen, dass die Seele eine dem Körper ähnliche Form besitzt:

  • 1. Sam 28,8-9 Samuel durch Wahrsagerin hervorgerufen
  • Luk 16,19-31 Lazarus, in Abrahams Schoss
  • Matt 27,52+53 auferweckte, entschlafene Heilige

Geist, Seele, Leib eine starke Einheit

Geist, Seele und Leib sind eine starke, sich gegenseitig beeinflussende Einheit. Wir sollen keinen Teil über- oder unterbetonen. Um die jeweilige Funktion zu beschreiben, wurde in der Vergangenheit oftmals eine zu starke Trennung vermittelt. Doch keiner der Teile kann ohne den anderen funktionieren.

So wurden unsere Emotionen, unser Wille und unser Denken fälschlicherweise allein unserer Seele zugeordnet. Im Wort Gottes werden diese Attribute aber sowohl der Seele als auch dem Geist zugerechnet.

Denken/Erkenntnis, im Geist 1. Kor 2,11a

Fühlen wie Trauer ,Freude, im Geist 1. Kön 21,5, Luk 1,47

Wo ordnen wir zum Beispiel den Willen einer Person zu? In unserem Körper finden andauernd biochemische Prozesse statt, die unsere Entscheidungen beeinflussen. Gibt man einer Person Drogen, beeinflussen sie alle Bereiche ihres Seins.

Wir können Körperfunktionen willentlich herbeiführen, andere finden automatisch statt (atmen). In jedem Fall ist unser Körper der physische Ausdruck unserer unsichtbaren Existenz. Er ist wunderbar von Gott geschaffen (Ps 139,13-15) und wertvoll für Ihn (Röm 12.1)

Franziskus von Assisi bereute am Ende seines Lebens zutiefst den harten Umgang, den er selbst seinem Körper zugemutet hatte. Unser Leib ist der Tempel des Heiligen Geistes.

Ebenso ist die Seele gut und von Gott wunderbar geschaffen. Gott selbst spricht, real oder methaphorisch, von den Zuständen Seiner Seele (3 Mo 26.11, Jes 1.14, 42.1) 

Seelisch = fleischlich???

Manche Christen verwerfen ein “seelisches Christsein”; sie haben z.B. Angst, seelisch zu prophezeien. Der Grund dafür ist, dass man Begriffe wie fleischlich und seelisch miteinander verwechselt. Der fleischliche oder auch unmündige/unreife Christ ist sich nicht seiner Identität und neuen Natur bewusst und handelt noch nach den alten Mustern, nach seiner “alten Natur” .

  • fleischlich = unmündig 1. Kor 3,1
  • Werke des Fleisches Gal 5,19ff  
  • unmündig Eph 4,13/Heb 6,13
  • fleischlich, gefällt Gott nicht Röm 8,8
  • im Geist wandeln Röm 8,4/Gal 5,16ff

Wenn wir die Seele als etwas Schlechtes, oder Minderwertiges ablehnen, werden wir krank! Stattdessen dürfen wir lernen, Christus in uns zu erkennen und zu vertrauen. Wandeln im Geist heißt, sich in der Realität des neuen Menschen zu bewegen. Und die neue Natur, geschaffen im Modell Christi (Heb 1,6; 2,11), sündigt nicht (1 Joh 3,6/Gal 5,16).

Unser Geist sollte unser Sein leiten – durch die Vereinnahmung des Heiligen Geistes (Eph 5,18)  und das Wort Gottes. Die Seele sollte sich dem unterordnen. Das bedeutet nicht, sie zu ignorieren oder zu ersticken,  sondern ihr den rechtmäßigen Platz einzuräumen. Die Frucht daraus ist Frieden! David sprach zu seiner Seele, um die Wellen der Emotionen, die sie hervorgebracht hatte, zu glätten:

Psalm 42.5: “Was bist du so aufgelöst, meine Seele und stöhnst in mir? Harre auf Gott!

Oft finden wir Aussagen in denen David zu seiner Seele spricht::

  • sich zu erheben                 (Ps 25,1)
  • “ich schütte meine Seele vor dir aus” (Ps 42,5)
  • den Herrn zu preisen (Ps 104,1)

In den Psalmen wird auch deutlich, wie liebevoll Gott sich um die Seele kümmert, sie heilt, befreit, tröstet, erquickt, zur Ruhe bringt und noch vieles mehr. Er ist der Liebhaber unserer Seele.

Übung: Versuche wahrzunehmen, was in deiner Seele vor sich geht. Dann begegne ihr aus deinem Geist heraus und sprich ihr Worte Gottes, durch Gottes Geist inspiriert, zu.  

Hier einige Tipps für ein gesundes Innenleben:

  • Das Wort studieren und meditieren (Jos 1,8+9; Ps 119)
  • Sich immer neu vom Heiligen Geist füllen lassen (Eph 5,18-20)
  • Zeiten in der Gegenwart Gottes verbringen – „auf Gott warten”, “Soaking”,  “Kontemplation“ (Jes 40,31)
  • Anbetung (Joh 4,23)
  • Fasten (Mk 9,29)
  • Offenes Herz bewahren. Gott möchte uns von Limitationen freisetzen, die  durch Tradition, Religiosität und Unglauben unsere Herzen gefangen halten. Auch Angst und Sorge können uns blockieren.
  • Ein weiches, sensibles Herz bewahren (Hes 3,10; Lk 24,25; Heb 3,12+13)
    = „geistliche Hygiene“ (Bitterkeit, Groll, Wut, Anklage, Unglauben usw. keinen Raum geben). 
  • Lass deine Liebe an (1 Kor 13)
  • Vergeben,  loslassen
  • Positive, wohlwollende Einstellung (Phil 4,8). 
  • Schöpferische, verändernde Qualität unserer Sprache (Spr 12,18; Spr 15,4;  Spr 18,21)
  • Umfeld von Glauben, Ermutigung, Hoffnung, Vertrauen und Liebe
  • Gute, ermutigende Gemeinschaft
  • Kultur der Dankbarkeit, Ehre, Wertschätzung
  • Freude und Fröhlichkeit (Phil 4,4, 1 Thess 5,16)
  • Schöne Dinge erleben und tun
  • Ausreichend Ruhe, Entspannung, ausgeglichener Lebensstil
  • Auf Körper/Gesundheit achten!

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