Wandel mit Gott

Der Mensch ist ein Wesen, das in zwei Welten lebt! Im Bilde Gottes geschaffen, ist der Mensch ein geistliches Wesen, das sowohl in der natürlichen, wie auch in der geistlichen Welt zu Hause ist. Der Heilige Geist ist uns gegeben worden, nicht nur damit wir 9 Geistesgaben haben, sondern um uns die Kraft und die ganze Fülle des Himmels zur Verfügung zu stellen. Wir werden uns gemeinsam auf eine Entdeckungsreise machen, die Realitäten der Geistlichen Welt zu erforschen und uns selbst als geistliche Wesen wahrzunehmen.

Der von Gott geschaffene Mensch war in der Lage sowohl in der natürlichen/sichtbaren,  als auch unsichtbaren/geistlichen Welt zu leben. Gott hatte im Osten von Eden einen Garten gepflanzt (1. Mo 2,8).  Dort begegnete er den Menschen. Solange Adam und Eva eine ungestörte Beziehung zu Gott hatten, konnten Sie ihn  von Angesicht zu Angesicht sehen. Gott kam täglich, um Zeit mit ihnen zu verbringen.

“Gott kam zu ihnen, um mit ihnen in der Kühle* des Tages zu wandeln” (1. Mo 3,8) – * ”ruach” – Luft, Wirbelwind, Atem, Geist

Auch von Henoch wird berichtet:

„Er wandelte mit Gott; und er war nicht mehr da…“ (1. Mo  5,24)

Henoch wird als ein gerechter Mann bezeichnet. Im Judasbrief Vers 14, finden wir eine Prophetie von Hennoch.

Mit Gott zu wandeln, heißt:

„Sich mit Gott in Raum und Zeit (Ewigkeit, Raum des Geistes) aufzuhalten. So zu denken, wie Gott denkt, d. h. diesselben Schlussfolgerungen wie Er zu ziehen. Eine Herzensbeziehung zu Gott  zu haben und Ihn wirklich zu kennen.”

Durch die Sünde (kein gerechter Stand mehr vor Gott) war der Zugang zum unsichtbaren Bereich, in dem sich Gott aufhält, für den Menschen nicht mehr offen. Cherubim versperrten den Zugang zum Garten!

Das Werk Christi macht diesen Umstand rückgängig und weit darüber hinaus. Jesus zerriss den Vorhang der Trennung und machte den Weg wieder frei. Durch die neue Geburt/Wiedergeburt wird unser Geist neu geschaffen (1. Kor. 2,12) und wir sind wieder in der Lage, mit Gott zu wandeln. Mit versetzt in das Reich Gottes (Kol 1.14) können es sehen und wahrnehmen (Joh 3.3+5). Wir sind eine ganz neue Schöpfung (2. Kor 5,16+17). 

Wandeln wie Jesus

Jesus wandelt mit dem Vater. Das tut er als Mensch, denn alle Privilegien der Gottheit  hatte  er abgelegt (Phil 2). Er ist in der Welt, aber nicht von der Welt (Joh 17). Mit “Welt” bezeichnet man den Herrschaftsbereich, aus dem Gott ausgeschlossen ist.  Dort herrscht Finsternis, den Gottes Wahrheit und Licht wird nicht ernst genommen. Jesus sagt: “In der Welt habt ihr Furcht….”!  

Jesus war niemals von Gott getrennt. Im Johannes- Evangelium sagt Jesus: “Niemand hat den Vater je gesehen…… der Sohn des Menschen, der in den Himmeln ist”. Jesus wandelte beständig in der Realität des Himmels, oder auch des Königreiches Gottes. Aus diesem Bereich redete er. Und in dieser Autoriät handelte er, in dem er Menschen heilte und befreite. Besonders im Johannes- Evangelium wird ersichtlich wie Jesus aus himmlischer Offenbarung spricht und handelt, während sein Umfeld nur aus dem natürlich Wahrnehmbaren versteht. “Augen habe sie und sehen nicht, Ohren haben sie und hören nicht”.

Beispiele

  • Einmal redet Jesus über geistige Blindheit und über geistliches Sehen. Die Menge aber beschäftigte sich nur mit der Heilung des blinden Mannes. 
  • Ein anderes Mal spricht Jesus über das himmlische Manna. Über die  wirkliche Speise, die er selbst ist. Die Menschen aber sind glücklich, dass sie von  dem vermehrten Brot und Fisch aßen.. 
  • Der Frau am Jakobsbrunnen bietet Jesus das wirkliche Lebenswasser an. Sie jedoch versteht nicht, wie Jesus ihr zu trinken geben will, wo er doch kein Gefäß hat um das Wasser abzufüllen. 

Die Menschen sehen nur das Natürliche. Jesus aber redet von dem Himmlischen. Zu Nikodemus sagt Jesus: Wie soll ich euch das Himmlische sagen, wenn ihr noch nicht einmal das Naürliche versteht (Joh 3).

Hl. Geist in uns

Johannes 3,3  –  „wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen“
2. Korinther 3,18ff  –  „wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an“…
Epheser 1,17ff  –  „er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung eurer Berufung….”

Der Geist Gottes lebt durch die neue Geburt in uns. Wir haben die Zusage, dass er wird uns niemals verlassen wird (Joh. 14.15ff). Er die Anzahlung auf unser Erbe (Eph 1,14). Er ist die Verheißung des Vaters, von Jesus gesandt, um uns, im tiefsten Inneren, dass Werk von Christus zu offenbaren. Ohne den Geist Gottes können wir nichts vom unsichtbaren Reich Gottes sehen. Weder erkennen wir es, noch erleben wir seine Manifestation. Jesus sagte zu seinen Jüngern, dass es nützlich für sie sei, dass Er gehe. Denn dann würde Er den Beistand senden, den Heiligen Geist.

Joh 14,16-18  –  „Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt“
„Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch.“

Der natürliche (fleischlich gesinnte) Mensch kann dieses Werk weder sehen noch erkennen, denn er ist auf das sichtbare, materielle, irdische ausgerichtet. Der Heilige Geist aber vermittelt uns das Herz des Vaters, der uns durch Christus ein gewaltiges Erbe gegeben hat, welches:

„…. kein Auge zuvor gesehen und kein Ohr gehört hat, was in keines Menschen Sinn gekommen ist,  was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (1 Kor. 2.9)

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