Die Motivationsgaben

Doch nun zu den Motivationsgaben. Wir finden eine Aufzählung davon in Römer 12, 6-8:

Da wir aber verschiedene Gnaden gaben haben, nach der uns verliehenen Gnade, [so lasst sie uns gebrauchen]: es sei Weissagung (PROPHETIE), nach dem Maß des Glaubens es sei DIENST im Dienen; es sei der lehrt, in der LEHRE; es sei der ermahnt, in der ERMAHNUNG (Ermutigung); der mitteilt (GIBT), in Einfalt; der VORSTEHT mit Fleiß; der BARMHERZIGKEIT übt, mit Freudigkeit

DER ERKENNER (Prophetie)

Ein Prophet ist jemand, der „sieht“, der göttliches Unterscheidungs vermögen hat. Deshalb nennen wir in hier „Erkenner“. Um ein Prophet zu sein reicht die Persönlichkeitsgabe allein nicht aus. Deshalb nennen wir ihn hier nicht Prophet.

DER DIENER

Das griechische Wort hier heisst „diakonos“ wo wir unseren Diakon her haben. Die eigentliche Bedeutung des Wortes ist: „der durch den Staub geht“ (dia = durch / konos = Staub). Es hat hier etwas mit prak tischer Tätigkeit zu tun.

DER LEHRER

Das Wort „didasko“ bedeutet: lehren, Anweisungen geben. Das Wort Di daktik kommt davon. Es ist also jemand, der versteht andere zu lehren und konkret anzuweisen.

DER ERMUTIGER

Hier wird das selbe Wort benutzt, das so oft im Zusammenhang mit dem Heiligen Geist steht: „parakletos“. Es bedeutet: jemand, der zu Hilfe gerufen ist, Beistand. Wenn der Lehrer dir zeigt wie du es machst, dann bringt dich der Ermutiger dahin es auch zu tun.

DER GEBER

Das griechische Wort „metadidomi“ bedeutet einfach: mitteilen, geben, teilnehmen lassen, einen Teil von etwas geben. Jemand der diese Gabe hat empfindet enorme Freude, wenn er geben kann, sei es nun Geld, Zeit oder andere Dinge.

DER VERWALTER

Der Verwalter, ist der geborene Leiter. Er versteht es zu Organisie ren, zu Planen, und zu Delegieren. Das griechische Wort ,,proistemi“ bedeutet: vorstehen, an der Spitze stehen.

DER ERBARMER

Dies ist die häufigste Gabe. Das ist gut so, denn eine zerstörte Welt mit verletzten Menschen braucht sehr viel davon. Das griechische Wort ,,eleeo“ heißt ganz einfach: sich erbarmen.


Der Salat auf dem Boden

Bei einer Feier sind Menschen mit allen sieben Gaben anwesend. Jemand trägt eine Teller mit Salat hinein und er fällt auf den Boden. So werden die verschiedenen Gaben reagieren:

Der Erkenner: „Ich hab Dir ja gleich gesagt, du sollst vorsichtig sein bei dem glatten Boden. Hast dich mal wieder schön überschätzt.“

Der Lehrer: „Das kann einfach nicht klappen mit drei Tellern auf einmal. Das nächste mal nimm einfach nur zwei Teller.“

Der Ermutiger: „Ich glaub an dich! Das nächste mal klappt’s bestimmt viel besser.“

Der Geber: „Ich geb einen neuen Salat aus!“

Der Verwalter: „Du holst den Putzeimer, du bringst den Müll weg, und bitte geht alle zur Seite, damit nicht noch mehr passiert.“

Der Erbarmer: … nimmt die Person in den Arm und sagt: „Weißt Du, Gott liebt Dich trotzdem!“

Der Diener: … hat schon längst einen Lappen und Eimer mit Wischwasser geholt und beginnt alles sauber zu machen!

Hinterlassen Sie einen Kommentar