Kommunikation mit Gott (1)

Gott redet! Das ist die Grundlage aller prophetischen Gaben und Dienste. Doch wie kann ich in dieser göttliche Kommunikation eintreten? Hast Du gewusst, dass Du ebenso wie im natürlichen, auch geistliche Sinne besitzt? Du kannst im Geist sehen, fühlen, riechen, schmecken und hören. Diese Sinne zu schärfen und dann mit dem gehörten richtig umzugehen ist das Ziel dieses Themenblockes.

Kommunikation ist eine zweiseitige Sache – es braucht dazu einen Teil, der kommuniziert und einen, der empfängt. Aktive Kommunikation ist ein Zeichen für eine lebendige Beziehung. Unser Gott liebt es, zu kommunizieren. Dies ist sein Wesen, er hat es immer getan und wird es immer tun. So ist er ständig dabei, sich als Person mitzuteilen und seine Pläne und Herzensanliegen kund zu machen. Gott hat sich ein Volk bereitet, das durch seinen Heiligen Geist seine Stimme kennt und in der Lage ist, seine Sprache zu verstehen und zu sprechen (Apg 2,17-19) 

Während es unter dem alten Bund nur wenigen möglich war, die Stimme Gottes zu hören und mit ihm zu kommunizieren, können im neuen Bund alle die Stimme Gottes hören. Der Charakter des neuen Bundes unterscheidet sich komplett von dem des alten (Mt 9,16). Treten wir in den neuen Bund ein, erhalten wir den Status von Söhnen. Als solche haben wir Gottes DNS, haben Teil an seiner Person, seinem Erbe und seinem Haus. 

Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn der Sklave weiß nicht, was der Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe. (Joh 15,15)

So wie den Jüngern während seines irdischen Daseins, möchte Jesus auch uns seine Gedanken und Absichten offenbaren:

Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen. (Joh 16,13)

Durch die neue Geburt sind wir alle in der Lage, die Stimme Gottes zu hören. Im Grunde müssen wir es gar nicht lernen, wie wir auch im Natürlichen das Hören nicht gelernt haben. Doch müssen wir unsere geistlichen Sinne und unsere Wahrnehmung trainieren, damit wir die Stimme des guten Hirten von allen anderen unterscheiden können.

Darum wird mein Volk meinen Namen erkennen, darum an jenem Tag erkennen, dass ich es bin, der da spricht: Hier bin ich! (Jes 52,6)
Meine Schafe hören meine Stimme (Joh 10,27)
Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme (Joh 18,37b)
Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes (Rö 8,14)

Gottes Stimme erkennen

Die wichtigste Frage in unserem Leben ist: Wer st Gott? Wie ist ER und wer ist er für mich? 

Jesus gab Gott ein Gesicht. Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes (Kol 1.15ff). Wer Jesus sieht, sieht den Vater (Joh 14.9). Sein Wesen und sein Handeln repräsentiert vollkommen den Vater.

Mose betete: “Herr, lass mich deine Herrlichkeit sehen”! (2. Mo 33.18). Gott selbst zeigt sich Mose und offenbart sein Wesen: “Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue”(2 Mose 34.6)

Die Früchte des Geistes, die uns im Galaterbrief beschrieben werden, repräsentieren ebenso die Natur und das Wesen Gottes. Er ist: “Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit/Selbstzucht, in Person” .

Wie können wir die Stimme Gottes von anderen Stimmen unterscheiden? Gott redet immer:

  • immer aus seinem positiven Wesen
  • erbauend, tröstend
  • voller Liebe
  • Hoffnung weckend
  • Glauben stärkend
  • immer zu deiner neuen Natur, Identität 
  • lösungsorientiert
  • erlösend
  • Zukunft gebend

Der Feind spricht: 

  • Anklage
  • Verdammnis, Schuld und damit Scham
  • einschüchternd
  • entmutigend
  • zu deiner alten, sündigen Natur 
  • Mangel orientiert – “dir fehlt noch was”! 
  • Schwerpunkt auf die Fehler

Unser Sinn muss erneuert werden (Röm 1+2). Wir sollen so denken und zu schlussfolgern wie Jesus. Und wir können es, denn wir haben seinen Sinn (1. Kor 2.16) – das heißt: Sein Denkvermögen, seine Gesinnung, seine Gedanken, seine Auffassung, Verstehen, Wahrnehmung und seine Art zu beurteilen. Unser Fokus soll auf Christus und “dem was droben ist” ausgerichtet sein. So setzen wir in unserem Leben die Kultur des Himmels frei (“Wie im Himmel, so auf Erden”).

Negative Gedanken sollten wir aus unsrem Leben verbannen. Paulus sagt, dass wir jeden Gedanken der sich wider die Erkenntnis Gottes erhebt gefangen nehmen unter den Gehorsam Christi  (2. Kor 10.4-7).

Unser Maßstab: daran kannst du das Gehörte prüfen: lass in deine Gedanken, Emotionen, Herz nur das, was den Kriterien von Phil 4,8 entspricht: 

Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, das erwägt! (Phil 4,8)

Prophetisches Reden hat, nach 1 Kor 14,  den Charakter der:

  • Ermutigung
  • Auferbauung
  • Tröstung
  • mache Korrektur (dann aber in die neue Identität hinein)

Get ready!

Offene Herzen

Wenn Jesus sagt: “Wer das Reich Gottes nicht aufnimmt wie ein Kind, wird dort nicht hineinkommen”  (Matt 18.1; Mk 10.15) meint er nicht wir sollen kindisch werden. Sondern viel mehr, dass wir, wie Kinder, unsere Herzen offen und weich behalten. Uns nicht erlauben uns verhärten zu lassen oder zu meinen, dass wir schon alles erkannt haben.

Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz (Sprüche 4.23)

Richtige Identität

Du bist eine neue Schöpfung. In Christus hast du eine neue Identität. Sehe dich selbst und andere so. (2.Kor 5.16+17). Du bist mit Christus gestorben und auferstanden, zu einem völlig neuen Menschen.

  • Nicht von dieser Welt (Joh 17.14) aber in dieser Welt
  • Leben Gottes „Zoe“ (Joh 17.2+3; Joh 10.10b)
  • Seine Natur (2. Petr 1.4)
  • Seinen Sinn (1. Kor 2.16)
  • Aus dem Geist, von oben geboren (Joh 1.13 + 5-7)
  • Seine Herrlichkeit empfangen (Joh 17.22)
  • Eins mit Ihm (1. Kor 6.17; Joh 17.21)
  • Versetzt an himmlische Orte (Eph 2.6)
  • Versetzt in das Reich Gottes (Kol 1.13)

Falsche Vorstellungen 

Es braucht keine “heilige” Gänsehaut um zu erkennen das Gott mit uns spricht. Mache Dich von komischen Vorstellungen und auch Ängsten frei! Angst ist nicht in der Liebe. Gottes Schutz ist größer, als die Kraft der Verführung des Feindes (Lk 11.10-13). 

Stress und innere Unruhe

Jeden Tag sind wir einer Flut von Impulsen, Gedanken, Informationen ausgesetzt. So sind wir ständig gefordert, unser Herz und unsere Gedanken zur Ruhe zu bringen. Nicht immer fällt es uns leicht, der Betriebsamkeit zu entfliehen. STILLE IST DIE BRUTSTÄTTE FÜR OFFENBARUNG. Lerne, vor Gott stille zu werden und auf sein Reden zu warten. Er ist immer in Dir und mit Dir – genieße einfach seine Gegenwart.

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