L12 – Die sieben Geister Gottes (Teil 2)

Geist des Rates

“Wunderbarer Ratgeber, starker Gott“ (Jes 9,8)
“Schnell vergaßen sie seine Taten, warteten nicht auf seinen Rat……. da erfüllte er ihnen ihre Bitte und er sandte Schwindsucht in ihre Seele“ (Ps 106,13)
“Wandelten nicht in seinen Ratschlägen” (Ps 81,11)

Auswirkungen des Rates Gottes

Hiob 29.1-5: Hiob saß in den Toren der Stadt und war ein angesehener Mann

“Der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut” (Joh 5.19-22) Jesus tut die Werke des Vaters. Er weckt die Toten auf, usw.

Voraussetzungen, im Geist des Rates zu wandeln

Im Geist des Rates zu wandeln, heißt, auf Gott zu warten, seinen Rat zu suchen und im Gehorsam darauf zu reagieren. In Gottes Ratschluss zu stehen bedeutet: Freundschaft mit Gott! Hiob wandelte in trauter Gemeinschaft/Rat (gleiches Wort) mit Gott. Gleiches Wort wird benutzt im Zusammenhang mit Mose, als er von Angesicht zu Angesicht mit Gott sprach.

Ebenso Abraham – er war ein Freund Gottes! Er kannte Seine Geheimnisse.

Samuel wartete in der Gegenwart Gottes (1 Samuel 3.3).

Saul wartete nicht – 1 Samuel 13.12 keine Intimität mit Gott, er sagt zu Samuel: „Kehre doch mit mir um, dass ich den Herrn, deinen Gott, anbete!” (1 Samuel 15.30). „Gehorsam ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken ist besser als das Fett der Widder. Denn Widerspenstigkeit ist eine Sünde (wie) Wahrsagerei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst“ (1 Samuel 15.22+23).

David fragte Gott immer, wie er etwas und wann er es  tun sollte! Die Erfahrung mit der Rückkehr der Bundeslade zu Beginn seines Königtums hatte ihn tief getroffen. (1 Samuel 30,1ff/Amalekiter; 2 Samuel 2,1 / 5,19).

Jesus heilte nie auf dieselbe Weise. Er hat die Wunder aus dem Geist des Rates (Joh 5,19). Ich habe alles getan, gemäß deinem Wort (Rat).

Gott hat immer eine Strategie!

Geist der Kraft

Der Geist der Kraft des Herrn geht zusammen mit dem Geist des Rates. Gottes Reich besteht nicht nur in Worten, sondern in der Erweisung seiner Kraft. Zeichen, Wunder und Heilungen!

“Gemäß der Kraft, die in uns wirksam ist” (Eph 1,17-19).

Feuer auf Karmel (1 Kö 18,36+37)

“Weist euch durch ein Wunder aus”  (2 Mo 7,8+9): Vor dem Pharao, Stab wird zur Schlange.

“Aber durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk” (Apg 5,12). 

“Denn das Reich Gottes besteht nicht im Wort, sondern in Kraft” (1 Kor 4,20).

Verschiedene Begriffe für Kraft

  • „dynamis“(explosive Kraft) “Ihr werdet Kraft empfangen” (Apg  1,8)
  • „eskas“ (Energie) Wird freigesetzt, wenn wir z.B. in Sprachen beten (Jak 5,16)
  • „kretos“ (nukleare Explosion) Gottes Kraft und Herrschaft kommen in eine Stadt. Kraft/Power kommt durch das gesprochene Wort (Apg 19,20) Manifestationen der Herrschaft Gottes.(Zeichen/Wunder)
  • „exsusia“ (Autorität) Vollmacht über unreine Geister (Matt 10,1; Luk 10,19)

Glaube: “Du bist, was ich dir gesagt habe, und du kannst es tun!

Geist der Erkenntnis

Instruktion, zu wissen, Erkenntnis, Ihn zu erkennen, Gott zu sehen, wie er wirklich ist:

“Durch Erkenntnis brachen die Fluten hervor, die Wolken triefen von Tau“ (Spr 3,20).

Göttliche Erkenntnis durch den Herrn (1 Joh 1,20)

Alle vom Herrn gelehrt (Jer 31,34)

Erkenntnis der Herrlichkeit des Herrn (Hab 2,14)

Erkenntnis verlangt nach Intimität! „Lasst uns ihn erkennen, lasst uns nachjagen der Erkenntnis“ (Hos 6, 3).

Viele Christen wissen eine Menge über Gott, haben Hunderte von Informationen (Bücher, Teachings, Predigten, Zeugnisse). Aber sie kennen Gott nicht! Jesus ermahnte die Schriftgelehrten und sagte zu ihnen: „Ihr kennt weder die Schriften (das Wort Gottes) noch die Kraft Gottes”. Sie hatten keine Beziehung noch Verständnis über den Geist Gottes. In seiner Predigt sagt Stephanus ebenso, zu den religiösen Führern: „Ihr widerstrebt ständig dem Geist Gottes“!

Dem Geist der Erkenntnis des Herrn Raum machen

„Sei still und erkenne, dass ich Gott bin“ (Ps 46,10)

Ruhe, kontemplatives Gebet, sich der Gegenwart Gottes bewusst werden. Dafür brauchen wir Zeiten in denen wir allein sind, ruhig vor Gott werden und uns ganz auf Ihn ausrichten.

Hilfreich ist auch biblische Meditation – lesen, Verse aussprechen (vor sich her murmeln), darüber nachsinnen. In Buch Josua, Kapitel 1,8 finden wir Gottes Anweisung an Josua, in seinem Wort zu bleiben. Biblische Meditation hat nichts mit einer esoterischen Praxis zu tun. Das Wort Gottes muss Raum in uns finden, so dass wir die Botschaft werden (Hesekiel/Johannes – Buchrolle).

Geist der Furcht des Herrn

Wenn wir wirklich den Herrn erkennen, dann haben wir auch Furcht vor Ihm. Das meint nicht, dass wir Angst haben, sondern Ehrfurcht, Respekt. „Geheiligt werde dein Name“; Gott ist nicht der „Kumpel von Nebenan“. Es ist wichtig, dass wir sowohl Gott als auch seinem Wort den richtigen Stellenwert geben.

Den Herrn zu fürchten heißt, ihn an erste Stelle zu setzen, sich vor Gott zu beugen und ihm alleine dienen (Psalm 33,8). Es bedeutet, dass wir die gleiche Haltung gegenüber Sünde haben wie Gott selbst; dass wir alles, was der alten Natur entspricht, hassen.

Das Fleisch soll nicht dominieren, dazu braucht es Gottes Gnade! Hat nichts zu tun mit Verdammnis, davon sind wir frei gemacht (Römer 8,1f), sondern damit: dass wir der Sünde fliehen, ihr widerstehen (Hebräer 12).

„Die Furcht des Herrn ist eine Quelle des Lebens, um die Fallen des Todes zu meiden“ (Spr 14,27).
„Und nun, Israel, was fordert der Herr, dein Gott, von dir als nur den Herrn, deinen Gott zu fürchten, auf allen seinen Wegen zu gehen und ihn zu lieben, und dem Herrn, deinen Gott, zu dienen mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele” (5 Mo 10,12). 

Dieses Gebot, wie auch die anderen, konnte Israel nicht erfüllen. Der fleischlich gesinnte Mensch kann das nicht. Wir können ihn lieben, weil er uns zuerst geliebt hat und seine Liebe in uns ausgegossen ist.

  • „Es fürchte den Herrn die ganze Erde; mögen sich vor ihm scheuen alle Bewohner der Welt! “(Ps 33,8)
  • „Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis!“ Keine Weisheit ohne Furcht des Herrn (Spr 1,7)
  • „Offenbarung, Weisheit, Erkenntnis, Furcht des Herrn!“ (Spr 9,10)
  • „Böses zu hassen“ (Spr 8,13)
  • „Siehe, die Furcht des Herrn, sie ist Weisheit, und vom Bösen weichen, das ist Einsicht” (Hi 28,28)
  • „Geliebte, so wollen wir uns reinigen von jeder Befleckung des Fleischen und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes“ (2 Kor 7,1)

Auswirkung

  • In der Furcht des Herrn liegt ein starkes Vertrauen (Spr 14,26)
  • Ehre für Menschen, die Gott fürchten (Spr 31,30)
  • Reichtum, Ehre ( Spr 22,40)
  • Fügt an Lebenslänge hinzu (Spr 10,27)
  • Gott erfüllt Herzenswünsche; Hilfe zur rechten Zeit (Ps 145,19)
  • Kein Mangel (Ps 34,9)
  • Furcht auf dem ganzen Volk (5,1).  Zeichen und Wunder die Auswirkung (Apg 2,43)
  • Die Furcht des Herrn wirkt mit Kraft Gottes zusammen (Apg 9,31+32)

Stufen der Furcht des Herrn:

  • Furcht aus der Konzequenz vor Sünde
  • Gutes und Richtiges tun, um des anderen willen
  • Sünde hassen, schnelle Korrektur, aber Verdammnisgefühle und Versagergefühle
  • Sünde hassen, weil sie nicht Teil unserer neuen Natur sind ***

Bereit für die Fülle des Geistes Gottes

Du bist qualifiziert!

Aarons Bekleidung (2 Mo 40,13ff)

  • Gereinigt
  • Bekleidet
  • Gesalbt
  • Geheiligt

Dasselbe Prinzip finden wir wieder im zweiten Korintherbrief, drittes Kapitel. Wir sind Diener des Geistes, wir sind Diener der Gerechtigkeit und wir werden von Herrlichkeit zu Herrlichkeit verwandelt durch den Geist Gottes.

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