L18 – Apostel und der 5-Fältige Dienst (Teil 1)

https://youtu.be/XhepIQ7r5Do

Wir befinden uns in aufregenden Zeiten. Alles beschleunigt sich und Jesus stellt seine Gemeinde wieder her. Es geht mit Riesen-Schritten der Erfüllung der Vision entgegen.

Die Geschichte von Simson ist ein schönes Beispiel dafür. 

  • Simson diente in einer mächtigen Salbung, – wie die erste Gemeinde nach Pfingsten. 
  • Verlor seine Salbung durch Kompromisse, Sünde und dadurch dass er mit heiligen Dingen spielte. 
  • Gemeinde hat das ebenfalls getan, und so kam es, dass sie ihre Kraft und Herrlichkeit verlor. 
  • Während Simson blind, gefangen und als Sklave die Mühle drehte, schrie er in seinem Herzen: „Ach Herr, lass mich doch noch einmal deine Herrlichkeit sehen …“ (Ri 16,28). 

Auch huete der Schrei von vielen Gläubigen: “Lass die Söhne Gottes offenbar werden! Lass die Erde voll sein von der Erkenntnis von Deiner Herrlichkeit!“ 

Während der Feind triumphierte und dämonische Feste feierte, wuchs das Haar Simsons unbemerkt wieder nach. Das ist unsere Hoffnung und unsere feste Zuversicht, dass – während die Welt über die Gemeinde lacht – im Verborgenen etwas Gewaltiges geschieht. Gott rüstet seine Söhne und Töchter zu. Gott ist bereits dabei Vorbereitungen zu treffen. So wird der Tag kommen, wo Simson (die Gemeinde) in seiner Herrlichkeit und Salbung mehr Feinde zur Strecke bringt, als in seinem ganzen vorherigen Leben!

Wiederherstellung

Doch zur Zeit befinden wir uns noch in der Phase der Vorbereitung. Eines der Dinge, die Gott tut und wiederherstellt ist der 5-fältige Dienst.

Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist, was hat er uns gegeben? Die meisten von uns würden diese Frage beantworten mit: den Heiligen Geist! Das ist richtig, doch in Epheser 4,8 finden wir eine weitere Sache, die der Herr nach seiner Himmelfahrt der Gemeinde gegeben hat:

Eph 4,8 Darum heißt es: «Er ist aufgefahren zur Höhe, hat Gefangene gemacht und den Menschen Gaben gegeben.»

Von welchen Gaben spricht die Bibel hier? Wir finden die Antwort in Vers 11:

Eph 4,11 Und Er hat gegeben etliche zu Aposteln, etliche zu Propheten, etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern,

Gott gab seiner Gemeinde die Dienstgaben! 

Oft haben wir nicht so ganz verstanden wozu diese Gaben wirklich da sind. Als „Reichsgottesarbeiter“ sind wir manchmal so eingenommen von „unserer Vision“ von „unserem Dienst“ und „unserer Gemeinde“, dass wir oftmals vergessen, dass Jesus gesagt hat:

Ich will meine Gemeinde bauen! (Mt 16,18)

Jesus baut seine Gemeinde? Und doch hören wir oft, dass Christen sagen: „Wir bauen Gemeinde!“ oder „lasst uns Gemeinde bauen!“ Wie passt das nun zusammen? 

Wie baut denn Jesus heute und hier seine Gemeinde? Indem er die 5 Dienste gegeben hat. Die 5 Dienste sind nicht Menschen mit viel Erfahrung oder erfolgreicher Dienst-Karriere. Nein, sie sind von Jesus selbst gesetzt und er selbst fließt durch sie hindurch.

Jesus selbst war alles von diesen 5 Gaben. Er war …

  • Apostel (Hebr 3,1)
  • Prophet (Mt 13, 57-58, Hebr 12, 25)
  • Evangelist (Lk 19, 9-10)
  • Hirte (Joh 10,10 / Hebr 13,20)
  • Lehrer (Joh 13,13)

Er hat sich sozusagen selbst aufgeteilt in den 5 Diensten und wenn sie beginnen als Team zusammenzuarbeiten in der Gemeinde und überregional, dann erfüllt die ganze Fülle des Christus, die Gemeinde.

Heutzutage haben wir aber oft einen „einfältigen“ Dienst. 

Sollten wir uns nicht mal fragen, ob das „Pastorenkirchen-Modell“ nicht ein Überbleibsel aus der römisch-katholischen Institutionalisierung und der Wiedereinsetzung des alttestamentlichen Priesterverständnisses ist? Ja, wir als Freikirchler anerkennen das Priestertum aller Gläubigen – leben wir es auch?

Ich glaube von ganzem Herzen, dass das Pastoren-Gemeinde-Modell überholt ist. Es ist keine biblische Struktur.

Die biblische Struktur sieht folgendermaßen aus:

  • Jesus ist das Fundament und der Eckstein
  • Die Apostel und Propheten legen die Grundlage
  • Die Apostel setzen Älteste ein und fördern die Entwicklung der fünf Dienste in der lokalen Gemeinde.
  • Die Ältesten leiten als 5-fältiges-Dienstteam die Gemeinde.
  • Der Hirtendienst ist nur einer unter vier anderen.
  • Ein „Haupt-Ältester“ leitet das Ältestenteam. Er muß nicht unbedingt die Dienstgabe des Pastors haben.
  • Die Heiligen werden dadurch zugerüstet und die Gemeinde mit der ganzen Fülle des Christus erfüllt.
  • Neue apostolisch-prophetische Teams entstehen und werden ausgesandt in die ganze Welt.
  • Der Prozess wiederholt sich.

Auswirkungen der Überbetonung des Hirtendienstes:

Die fälschliche Überbetonung des pastoralen Amtes hat natürlich fatale Folgen für die Gemeinde, unter denen wir noch heute zu leiden haben:

  • Selbstzentriertheit der Gemeinde durch einseitige Ausübung des Hirtendienstes, der hauptsächlich Fürsorge, Pflege und Ernährung gibt.
  • Wenig Wachstum, kaum Seelenrettung. Evangelisation wird auf eine Woche im Jahr verlegt, wenn der Evangelist kommt – weil der Evangelist fälschlicherweise nicht innerhalb der Gemeinde als Teil des Ältestenteams ist.
  • Isoliertheit der einzelnen Herden, weil der Hirte nur eine Sicht für seine eigene Herde hat. Dadurch ist oft ungewollt Spaltung und Trennung im Leib, statt Einheit. Der Prophetische und Apostolische Dienst sieht jedoch den ganzen Leib. Er will vernetzten, verbinden und in die Einheit des Glaubens führen.
  • Wenig Zeichen und Wunder, Salbung und Autorität über den Feind, weil die „Zeichen eines Apostels“ fehlen.
  • Fast nur LOGOS (geschriebenes Wort zur Auferbauung und Lehre) und kaum RHEMA (aktuelles prophetisches Wort Gottes)

Auferstehungsautorität, oder Himmelfahrtsautorität?

Immer wieder stelle ich fest, dass die Gemeinde geleitet wird von Gaben und Salbungen der Menschen, die ihr vorstehen. So werden die Menschen angezogen von gewissen Wirkungen oder Geistesbegabungen. 

Das ist Auferstehungsautorität! 

Das bedeutet: Satan, der Tod und die Hölle ist besiegt durch das Kreuz und die Auferstehung Jesu. Wir können die Werke des Teufels zerstören. Die Kranken werden geheilt, die Gebunden frei und wir sprechen in neuen Sprachen. Jeder Gläubige hat diese Form von Autorität. (Die Zeichen werden folgen denen, die da glauben … )

Doch die Autorität im 5-fältigen Dienst ist Himmelfahrtsautorität 

– das bedeutet: Jesus sitzt zur Rechten des Vaters und er regiert als König aller Könige. Diese Art von Autorität ist nötig um das Reich Gottes aufzurichten. Sie ist nur im 5-fältigen Dienst zu finden und von Gott gesetzten Ältesten in der Gemeinde gegeben.

Die Auswirkungen der Widerherstellung des 5-fältigen Dienstes:

Wenn wir sehen, wie Gott den 5-fältigen Dienst wiederherstellt, dann werden folgende Dinge geschehen:

  • Die Gemeinde wird erfüllt mit Autorität
  • Bsp: Mexico – Waldbrand – Gebet um Regen
  • Die Gemeinde wird erfüllt mit der Herrlichkeit Gottes. 
    • (aussergewöhnliche Zeichen und Wunder geschahen durch die Hände der Apostel – Apg 19,11 / die Furcht des Herrn erfüllte die ganze Stadt – Apg 19,17, etc.)
  • Die Pastoren kommen von ihrem Sockel herunter (keine Pastorengemeinden mehr, sondern Gemeinden, die geleitet werden von 5-fältigen Dienstteams) – „Pastor“ als Dienstbezeichnung kommt nur wenige Male im NT vor (z.B. Eph4,11) ansonsten wird „Hirte“ nur für Jesus verwendet. Dagegen ist die Apostelgeschichte voll von Beispielen und Anleitung für den Dienst der Apostel und Propheten.
  • Teamwork – apostolisch-prophetische Teams wirken zusammen in der Zurüstung der Heiligen zum Werk des Dienstes. 
    • In der Apostelgeschichte geschah alles in Teams oder zumindest in Gegenseitiger Verantwortlichkeit:
    • An Pfingsten heißt es: Petrus stand auf mit den Elfen … (Apg 2,14)
    • Petrus und Johannes heilten den Gelähmten in Apg 3. Sie sagten zu dem Gelähmten: „Schau uns an!“ (Apg 3,4)
    • Paulus reiste immer mit einem Team.
    • etc., etc., …
  • Die Bollwerke (strukturierte Regierung) des Feindes werden niedergerissen, weil die strukturierte Regierung Gottes aufgerichtet wird. (Eph 3,10)
  • Der Leib wächst zusammen in die Einheit des Glaubens, weil nicht mehr Hirten die Gemeinden dominieren, die nur ihre kleine Herde isoliert sehen. 
    • Es geschieht Vernetzung die nötig ist, denn nur gemeinsam nehmen wir das Land ein. Die Einheit kommt nicht durch Versöhnungsversuche oder Kompromisse und Verhandlungen, sie kommt durch den apostolisch, prophetischen Dienst.
    • Wir müssen verstehen, dass wir nur „mit allen Heiligen zusammen“ die volle Erkenntnis bekommen können und somit zur „ganzen Fülle Gottes“ erfüllt werden. (Eph 3,18+19)

Ich glaube, dass Gott dabei ist diese „apostolische Reformation“ in die Wege zu leiten. Vielleicht kann er ja gerade Deutschland – das Land der Reformation – dazu gebrauchen? Lasst uns mutig sein, neue Wege zu beschreiten, damit der Herr „neue Weinschläuche“ bekommt, die er mit seinem neuen Wein füllen kann.

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