Teil 1 – Claudia Zimmerli

Kursunterlagen (Handout)


The Spirit – Session 1

Mit Gott wandeln

Der von Gott geschaffene Mensch war in der Lage sowohl in der natürlichen/sichtbaren,  als auch unsichtbaren/geistlichen Welt zu leben. Gott hatte im Osten von Eden einen Garten gepflanzt (1. Mo 2,8).  Dort begegnete er den Menschen. Solange Adam und Eva eine ungestörte Beziehung zu Gott hatten, konnten sie ihn  von Angesicht zu Angesicht sehen. Gott kam täglich, um Zeit mit ihnen zu verbringen.

“Gott kam zu ihnen, um mit ihnen in der Kühle* des Tages zu wandeln” (1 Mo 3.8)

*”ruach” – Luft, Wirbelwind, Atem, Geist

Auch von Henoch wird berichtet:

Er wandelte mit Gott; und er war nicht mehr da…“ (1 Mo  5.24)

Henoch wird als ein gerechter Mann bezeichnet. Im Judasbrief (Vers 14) finden wir eine Prophetie von Henoch.

Mit Gott zu wandeln, heißt:

„Sich mit Gott in Raum und Zeit (Ewigkeit, Raum des Geistes) aufzuhalten. So zu denken, wie Gott denkt, d. h. dieselben Schlussfolgerungen wie Er zu ziehen. Eine Herzensbeziehung zu Gott  zu haben und Ihn wirklich zu kennen.”

Durch die Sünde (kein gerechter Stand mehr vor Gott) war der Zugang zum unsichtbaren Bereich, in dem sich Gott aufhält, für den Menschen nicht mehr offen. Cherubim versperrten den Zugang zum Garten!

Das Werk Christi macht diesen Umstand rückgängig und weit darüber hinaus. Jesus zerriss den Vorhang der Trennung und machte den Weg wieder frei. Durch die neue Geburt/Wiedergeburt wird unser Geist neu geschaffen (1 Kor 2.12) und wir sind wieder in der Lage, mit Gott zu wandeln. Wir sind mit versetzt in das Reich Gottes (Kol 1.14), können es sehen und wahrnehmen (Joh 3.3+5). Wir sind eine ganz neue Schöpfung (2. Kor 5.16+17). 

Wandeln wie Jesus

Jesus wandelt mit dem Vater. Das tut er als Mensch, denn alle Privilegien der Gottheit  hatte  er abgelegt (Phil 2). Er ist in der Welt, aber nicht von der Welt (Joh 17). Mit “Welt” bezeichnet man den Herrschaftsbereich, aus dem Gott ausgeschlossen ist.  Dort herrscht Finsternis, denn Gottes Wahrheit und Licht wird nicht ernstgenommen. Jesus sagt: “In der Welt habt ihr Furcht….”!  

Jesus war niemals von Gott getrennt. Im Johannesevangelium sagt Jesus: “Niemand hat den Vater je gesehen…… der Sohn des Menschen, der in den Himmeln ist”. Jesus wandelte beständig in der Realität des Himmels, oder auch des Königreiches Gottes. Aus diesem Bereich redete er. Und in dieser Autorität handelte er, in dem er Menschen heilte und befreite. Besonders im Johannesevangelium wird ersichtlich, wie Jesus aus himmlischer Offenbarung spricht und handelt, während sein Umfeld nur aus dem natürlich Wahrnehmbaren versteht. “Augen habe sie und sehen nicht, Ohren haben sie und hören nicht”.

Beispiele

  • Einmal redet Jesus über geistige Blindheit und über geistliches Sehen. Die Menge aber beschäftigte sich nur mit der Heilung des blinden Mannes. 
  • Ein anderes Mal spricht Jesus über das himmlische Manna. Über die wirkliche Speise, die er selbst ist. Die Menschen aber sind glücklich, dass sie das sie von  dem vermehrten Brot und Fisch aßen.. 
  • Der Frau am Jakobsbrunnen bietet Jesus das wirkliche Lebenswasser an. Sie jedoch versteht nicht, wie Jesus ihr zu trinken geben will, wo er doch kein Gefäß hat, um das Wasser abfüllen. 

Die Menschen sehen nur das Natürliche. Jesus aber redete von dem Himmlischen. Zu Nikodemus sagt Jesus: Wie soll ich euch das Himmlische sagen, wenn ihr noch nicht einmal das Natürliche versteht (Joh 3).

Hl. Geist in uns

Johannes 3.3: – „wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen“

2 Korinther 3.18 ff  „wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an“…

Epheser 1.17 ff  – „er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung eurer Berufung….”

Der Geist Gottes lebt durch die neue Geburt in uns. Wir haben die Zusage, dass er wird uns niemals verlassen wird (Joh 14.15ff). Er die Anzahlung auf unser Erbe (Eph 1.14). Er ist die Verheißung des Vaters, von Jesus gesandt, um uns, im tiefsten Inneren, das Werk von Christus zu offenbaren. Ohne den Geist Gottes können wir nichts vom unsichtbaren Reich Gottes sehen. Weder erkennen wir es, noch erleben wir seine Manifestation. Jesus sagte zu seinen Jüngern, dass es nützlich für sie sei, dass Er gehe. Denn dann würde Er den Beistand senden, den Heiligen Geist.

Joh 14.16-18 „Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt“

„Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch.“

Der natürliche (fleischlich gesinnte) Mensch kann dieses Werk weder sehen noch erkennen, denn er ist auf das sichtbare, materielle, irdische ausgerichtet. Der Heilige Geist aber vermittelt uns das Herz des Vaters, der uns durch Christus ein gewaltiges Erbe gegeben hat, welches:

„…. kein Auge zuvor gesehen und kein Ohr gehört hat, was in keines Menschen Sinn gekommen ist,  was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (1 Kor 2.9)

10 Gründe, warum wir die Offenbarung des Hl. Geistes brauchen:

 (nach Epheser 1.17 ff und Kapitel 3. 3+4/10/15 ff)

Offenbarung ist ein tieferes Konzept als Information. Information nährt unseren Verstand. Offenbarung spricht zu den Tiefen unseres inneren Menschen und lässt uns an den Gedanken Gottes teilhaben. 

  1. Wer ist Gott? Und wie ist Gott? 
  2. Erkennen der Berufung, des Standes, den wir in Gott haben. Wer bin ich?
  3. Das Erbe zu erkennen und zu ergreifen. Was habe ich?
  4. Offenbarung seiner mächtigen Kraft. Welche Kraft wirkt in mir und durch mich?
  5. Geheimnis des Christus (Eph 3.3+4). Christus in mir, die Hoffnung auf Herrlichkeit.
  6. Die mannigfaltige Weisheit Gottes allen Mächten offenbaren (Eph 3.10). Was tue ich?
  7. Mit Kraft gestärkt  (“dynamis”), Eph 3.15 ff
  8. Offenbarung der Liebe Gottes (Joh 17.23:  “sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast”)
  9. Die Fülle Gottes (Kol 2.9 “pleroma” wie auch in Kol 1.19: “es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen”. Wir sind mit ihm zur Fülle gebracht.
  10. Offenbarung des Christus in uns (Kol 2,9)

Offenbarung leitet uns zu einem neuen Denken, neues Denken transformiert uns und führt zu einem veränderten Sein (Röm 12.1+2). Daraus resultiert ein neues Handeln, oder ein neuer Wandel.

Der Geist Gottes ist mit uns eine ewige Beziehung eingegangen. Er wird für immer in und bei uns sein (Johannes 14.17) und leitet uns von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Grund genug, die Person des Heiligen Geistes besser kennen zu lernen!

Die Person des Hl. Geistes

Der Heilige Geist ist Gott

  • Gott sprach: „Lasst uns Menschen machen“ (1 Mo 1. 26) – die Bezeichnung Gottes hier „Elohim“ (Plural)
  • Er ist die dritte Person der Dreieinigkeit (Mt 28.19;  2 Kor 3.17)
  • Er ist als Gott allgegenwärtig, allwissend, allmächtig und ewig (Off 4,8)

Der Heilige Geist ist eine Person 

Eine Person besitzt Intelligenz, Emotionen und einen Willen.

  • Er hat Gefühle und Emotionen – z.B. er liebt (Rö 15.30)
  • Er hat einen Willen (1 Kor 12.11+8)
  • Er kann betrübt sein (Jes 63.10/Eph 4,30)
  • Er kann persönlich angegriffen werden und reagiert darauf: Betrübnis (Eph 4.30), Versuchung (Apg 5.9), Widerstand (Apg 7.51), Lüge (Apg 5.3) und Blasphemie (Mt 12.31+32/Heb 10.29)
  • Er spricht (Apg 8.29, 13.2 und 21.11)
  • Er leitet (Joh 16.13/Apg 16.6/Rö 8.14)
  • Er lehrt (Joh 14.26)
  • Er leistet Fürbitte (Rö 8.26+27)
  • Er legt Zeugnis ab (Joh 15.26)
  • Er gibt Anordnungen (Apg 13.2)
  • Er wirkt Wunder (Apg 8.39/Röm 15.19)
  • Er teilt Gaben/Charismen aus (1 Kor 12)

Frage:  Wie hast du bisher den Heiligen Geist kennen gelernt?

Namen und Bezeichnungen für den Heiligen Geist

  • Heiliger Geist (Lk 11.13)
  • Geist Gottes (1 Kor 3.16)
  • Der Geist (Joh 3.6)
  • Geist des lebendigen Gottes (2 Kor 3.3)
  • Geist Christus (Rö 8.9)
  • Geist des Sohnes (Gal 4.6)
  • Geist Jesu Christi (Phil 1.19)
  • Geist der Heiligkeit (Rö 1.4/Ps 51.13)
  • Geist des Gerichts (Jes 4.4)
  • Geist der Wahrheit (Joh 14.17; 15.26; 16.13)
  • Geist des Lebens (Rö 8.2)
  • Geist der Herrlichkeit (1 Pet 4.14)
  • Geist der Gnade (Hebr 10.29)
  • Verheißung des Vaters, der Heilige Geist der Verheißung (Eph 1.13/Lk 24.49)
  • Der Beistand (Joh 16.7)

Symbole für den Heiligen Geist

  • Wind (Joh 3.8; Apg 2.2)
  • Öl (Jes 61.1; Lk 4.14-18)
  • Taube (Mt 3.16)
  • Wasser (Joh 4.14; 7.38+39)
  • Feuer (Jes 4.5; 6.6+7; Mt 3.11)
  • Wein (Jes 55.1; Ps 104.15; Eph 5.18)

Aufgabe: Diese verschiedenen Offenbarungen des Hl. Geistes bewirken ganz Unterschiedliches. Was geschieht dadurch in den jeweiligen Situationen und wie wirkt es sich in den Personen und Umständen aus?

Praktisch: Bitte den Heiligen Geist, sich dir entsprechend vorzustellen!

Werk des Geistes Gottes in uns

  • Er wirkt in uns die neue Geburt (Joh 3.8)
  • Jesus tauft („baptizo“) uns mit Hl. Geist (Apg 2.17+18)
  • Bezeugt unsere Sohnschaft (Rö 8.14)
  • Transformiert uns (2 Kor 3.18)
  • Er ist unser Beistand (Joh 16.7-15)
  • Durch Ihn geschieht Überführung/Überzeugung (Joh 14.14-18)
  • Er gibt uns Auferstehungs Leben (Rö 8.8-11; Eph 1.17ff)
  • Er wirkt Erkenntnis/Offenbarung (1 Ko 2.3-16)
  • Er verherrlicht Jesus, in Person und Werk (Ester 2.12+13)
  • Er ist der „Geist der Wahrheit“, leitet uns in alle Wahrheit ( ist eine Person: ”Jesus”!)
  • Er verkündigt das Kommende (Joh 16.13)
  • Er offenbart Gottes Geheimnisse und die Tiefe Seines Herzens (1 Kor 2.10)
  • Er wirkt in uns die Frucht des Geistes  (Gal 5.22)
  • Durch Ihn werden wir am inneren Menschen gestärkt (Eph 3.15 ff)
  • Er wirkt die „Gaben des Heiligen Geistes – Charismen“ (1 Kor 14.1 ff) nach Seinem Willen (1 Kor 12.11+8)
  • Er setzt in Funktion/Position ein (Apg 20,28)
  • Macht uns das Erbe zugänglich (Offenbarung 5;  2 Korinther 3.18f;  1 Korinther 2)
  • Sieben Geister Gottes in uns (Jesaja 11.2/Kol 1.9)

Fragen:

  • Welche Veränderungen hast du bei dir nach der Geistestaufe feststellen können?
  • Haben andere die Veränderung wahrgenommen?
  • Welche Gaben sind bei dir freigesetzt worden?
  • Erlebst du in der Ausübung der Gaben einen Fortschritt?

Praktisch:   

  • Nimm dir jeden Tag eine Zeit, um in neuen Sprachen zu beten! (Röm 8)
  • Begehre/eifere um die geistlichen Gaben! (1 Kor 14.1)

Jesus hat gesagt, dass wir ohne den Heiligen Geist nichts tun können! Deshalb hat er uns den Geist Gottes gesandt. Paulus schreibt an die Philipper und Korinther, dass sie in der Gemeinschaft des Heiligen Geistes bleiben sollen (Phil 2.1; 2 Kor 13.13).

Hier wird von einer innigen, intimen Beziehung zum Geist Gottes gesprochen. Das griechische Wort für Gemeinschaft „koinonia“ drückt eine Teilhaberschaft (1 Kor 10.16) aus und spricht auch von Vereinigung (Apg 2.42; 1 Kor 1.9; 2 Kor 6.14).

Jesus sagte einmal, dass einem Menschen alle Sünden vergeben würden, außer die Sünde der Lästerung gegen den Geist Gottes. Wenn uns die Wirkungsweise des Geistes bewusst wird, verstehen wir, dass Menschen, die den Geist Gottes verachten, keinerlei Möglichkeit haben, Gott zu kennen und zu erleben. Ohne sein Wirken bleibt ihnen das Heil in Jesus verschlossen.

Der menschliche Geist und unsere geistlichen Sinne

Durch den Atem Gottes geschaffen 

1 Mo 2.7“da bildete Gott, der Herr, den Menschen aus dem Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase den Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebendige Seele.”

Diese Schriftstellen werden zeigen auf, wie Gott den Menschen gebildet hat.  Jeder Mensch hat einen Geist, eine Seele und einen Körper. Diese drei Teile sind untrennbar miteinander verwoben und verbunden. Nicht eines kann ohne den anderen funktionieren,  sie bilden eine Einheit. 

1 Thess 5.23“möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus”

Der Mensch wurde so geschaffen und wir werden auch in Ewigkeit keine andere Form haben. Jesus begegnete den Jüngern nach der Auferstehung in leiblicher Form. Er ist im Himmel mit einem Auferstehungsleib.

Aus der Ewigkeit

Gott hat Seinen Geist einmal am Anfang in den Menschen (Adam) eingehaucht. Seitdem fließt Sein Geist durch alle Generationen.

4. Mose 16,22„Gott, du Gott allen Lebens Geistes, allen Fleisches!“

4. Mose 27,16“der Herr, der Gott des Lebens Geistes allen Fleisches!”

Hiob 12.10“In seiner Hand ist die Seele alles Lebendigen und der Lebensatem allen menschlichen Fleisches”

Durch Adam hat jeder Mensch etwas von Gott empfangen. Die Substanz des Geistes, den Gott einmal in Adam eingehaucht hatte, ging durch die gesamte Menschheit. Wenn ein neuer Mensch gezeugt wird, bläst Gott nicht noch einmal neu Seinen Geist ein.

Apostelgeschichte 17,24-29„Und er hat aus einem (Adam) jede Nation der Menschen gemacht“

Hebräer 7,9+10„und sozusagen ist durch Abraham auch von Levi, der die Zehnten empfängt, der Zehnte erhoben worden, denn er war noch in der Lende seines Vaters“

Levi bekommt also den Zehnten angerechnet, den sein Ur-Urgroßvater Abraham gezahlt hatte. Er war schon als „geistliche Substanz“ in den Lenden seines Urahnen. In 1. Mose sehen wir, was passiert, wenn „geistliche Substanz“ (Atem Gottes) auf Fleisch trifft – eine Seele wird gebildet und ein Mensch entsteht. Gott webt auf wunderbare Weise alles zusammen (Ps 139,13-16).

Bedenke! Gott hat dich schon vor Grundlegung der Welt geschaffen. Im Hebräerbrief, im vierten Kapitel (Vers 4), heißt es:

„und Gott ruhte von ALLEN seinen Werken“ (vgl. Eph 1,4; 2,10)

Gott spricht zu dem jungen Jeremia und offenbart ihm seine ewigen Absichten:

„Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich erkannt, und ehe du aus dem Mutterleib hervor kamst, habe ich dich geheiligt: zum Propheten für die Nationen habe ich dich eingesetzt“ (Jeremia 1.4+5)

Auch Paulus erkannte Gottes Sinn:

„Als es aber dem, der mich von meiner Mutter Leibe an ausgewählt und durch seine Gnade berufen hat, gefiel, seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich ihn unter den Nationen verkündigte….“ (Galater 1.15+16)“Denn er hat uns errettet und berufen mit heiligem Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem ewigen Vorsatz und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben…“ (2 Timotheus 1.9)

Gott schuf in Adam die ganze Menschheit (Apg 17.24-29) Von da an ruhte Gott von allen seinen Werken. Auch wenn die Schöpfung progressiv ist und sich immer weiterentwickelt, ist der Schöpfungsakt Gottes bereits abgeschlossen. 

„Obwohl die Werke schon vor Grundlegung der Welt an geschaffen waren. Denn er hat irgendwo von dem siebten Tag so gesprochen: Und Gott ruhte am siebten Tag von allen seinen Werken“ (Hebräer 4.3-5)

„Denn wir sind sein Gebilde (griechisch. „poema – Kunstwerk) in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen“ (Epheser 2.10)

„Wie er uns auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, das wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe“ (Epheser 1.4)

David lobpreist Gott dafür, dass er ihn so außergewöhnlich erschaffen hat. Das öffnete Gottes ewige Absicht mit seinem Leben:

„Meine Urform sahen deine Augen. Und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die gebildet wurden, als noch keiner von ihnen da war“ (Psalm 139.16)

Alle Menschen besitzen einen Geist

Der Geist des Menschen wurde nicht erschaffen. Gott hauchte seinen Geist in den Mensch ein und er wurde eine lebendige Seele. So ist auch die Seele aus der Substanz des Geistes entstanden.

“da bildete Gott, der Herr, den Menschen aus dem Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase den Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebendige Seele.” (1 Mose 1.26+27)

Der Hebräerbrief sagt:

“Gott ist der Vater aller Geister”. (Heb 12.9)

Wir tragen Gottes Bild. Jesus, der das Bild des unsichtbaren Gottes ist, sagte: “Wer mich sieht, sieht den Vater”. So sind auch wir, als wiederhergestellte Menschen. Wir sind in seinem Bild geschaffen und zeigen der Welt Gottes Gesicht.

Jeder Mensch besitzt einen Geist. Auch die Menschen, die noch nicht von neuem geboren sind, besitzen einen Geist. Ansonsten wären sie auch physisch tot (Jakobus  2,26). Hier heißt es: so wie der Leib ohne Geist tot ist

Jedoch wandelt der unerlöste Mensch im Bereich der Finsternis. Paulus schreibt an die Epheser, dass diese Menschen “gemäß dem Fürsten der Macht, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt” (Eph 2.1ff), wandeln. Wegen der Verfinsterung ihres Herzens können sie nichts vom Geist Gottes wahrnehmen (1 Kor 2.14), noch das Reich Gottes sehen (Joh 3.3). Ihr ganzes Dasein wird aus dem natürlich Sichtbaren und Wahrnehmbaren erklärt. 

Wissenschaft, Kultur, Gesellschaft prägen ihr Wertesystem und sie sind die eigene Instanz zu beurteilen, was gut und böse, richtig und falsch ist (“Baum der Erkenntnis von gut und böse”). Der nicht erlöste Mensch ist dazu verurteilt, sein eigener Gott zu sein (“Egoismus”). Somit ist er für Gott disqualifiziert und auch nicht in der Lage, aus sich heraus Gott zu erkennen.

Dennoch können diese Menschen mit der geistlichen Welt kooperieren. Okkultismus, New Age, Spiritismus können zu dem Erfahrungsspektrum von Menschen gehören, die sich bewusst mit der geistlichen Welt in Verbindung setzen und mit ihr interagieren. 

Es braucht die Offenbarung des Hl. Geistes, Jesus zu erkennen und sein Erlösungswerk anzunehmen. Denn der natürliche Mensch nimmt nichts vom Reich Gottes wahr. Es ist ihm sogar eine Narrheit (1 Kor 2).

Geist eines gläubigen Menschen

Der Tod drang durch die Sünde Adams zu allen Menschen vor (Röm 5,12/Ps 58,4/Jes 48,8). Jesus war die einzige Person, die nicht aus der Linie Adams kam. Er war durch den Geist des Vaters gezeugt. Nach seinem Tod und der Auferstehung kommt er zu den Jüngern und haucht ihnen neu den Atem des Lebens ein: “Und als er dies gesagt hatte, hauchte er sie an uns spricht zu ihnen: Empfangt den Hl.Geist”  (Joh 20.22)

1 Kor 15.45: „der letzte Adam (wurde) zu einem lebendig machenden Geist“

Durch die neue Geburt ist alles neu (2 Kor. 5,17). Der Geist eines gläubigen Menschen ist erweckt für Gott und in Einheit mit ihm (1 Kor 6). 

Gott selbst hat in ihm Wohnung genommen, er ist der “Tempel des Hl.Geistes” (1 Kor 6,19).

“Wenn aber der Geit dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus Jesus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen wegen seines in euch wohnenden Geistes”.

Als Sohn Gottes ist er vom Hl. Geist erfüllt und befähigt  im Geist zu wandeln und von ihm geleitet zu werden (Röm 8,9+14). Der gr. Begriff “ago”, der hier verwendet wird, kann auch mit: sanft und ohne Gewalt führen, gleiten, mitnehmen, weg bringen übersetzt werden. Aber auch mit  schleppen oder wegreißen mit Macht und Gewalt, leiten, herrschen, regieren usw.

Jesus sagt: “Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat” (Luk 4.18). In der Guten- Nachricht-Bibelübersetzung heißt es: “Der Geist hat von mir Besitz ergriffen”!. Das beschreibt intensiv den völligen Einfluss und die Abhängigkeit des Hl. Geistes. 

Der Geist der “Söhne Gottes” ist unter dem Einfluss und der Regierung des Geistes. Er wird von dem innewohnenden Geist und der Realität des Reiches Gottes dominiert. Er wandelt im Licht und in der Weisheit Gottes (1 Kor 2).

1 Thess 5,23“möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!”

Paulus schreibt an die Thessalonicher und betet, dass sie in ihrem ganzen Sein untadelig bewahrt werden. Dazu gehört, dass wir durch den Glauben, im Geist wandeln. Mit anderen Worten: In der Realität des neuen Menschen leben (Gal 5,16). Den “alten Menschen”,  haben wir bereits in der Taufe abgelegt (Röm 6,3+4). Er ist mit Jesus am Kreuz gestorben (Gal 2,20).  Der Hl. Geist Gottes lehrt uns, in der Realität des neuen Lebens zu wandeln. Er zeigt uns auf, wer wir wirklich sind (Eph 1,17 ff; 2 Kor 3,18; Joh 3,2)

Wir sind berufen, „Diener des Geistes“ (2 Kor 3,6) zu sein. Wie Paulus sagt, dass er Gott durch seinen Geist am Evangelium dient (Rö 1.9).

Welche grundlegende Funktion hat der Geist

  1. Der Geist ist die Lebensenergie. Er erhält den Menschen am Leben.
  2. Der Geist des Menschen ist dafür geschaffen Gott anzubeten und mit ihm zu wandeln. Das heißt:

„Sich mit Gott in Raum und Zeit (Ewigkeit, Raum des Geistes) aufzuhalten. So zu denken, wie Gott denkt, d. h. dieselben Schlussfolgerungen wie Er zu ziehen. Eine Herzensbeziehung zu Gott  zu haben und Ihn wirklich zu kennen.”

  1. Wir kommunizieren mit anderen Menschen durch unseren Geist.

Welche Form hat der Geist?

Wie eine Quelle

Der Geist gibt der Seele und dem Leib die Lebenskraft. Er ist vergleichbar mit einer sich bewegenden Energie. Die Bibel vergleicht den Geist mit dem Bild einer sprudelnden Quelle:

Sprüche  4.23    „denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens“

Johannes 7.38   “aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen“

Auch im folgenden Vers benutzt Jesus wieder das Bild einer lebendigen Quelle, die durch die neue Geburt im Inneren eines Menschen entspringt:

Johannes 4, 14„Sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt“

Wenn wir für Menschen beten, spüren wir manchmal das Kraft von uns fließt. Jesus sagte: “Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden” (Mk 16,18). Jesus spürt, dass die blutflüssige Frau ihn berührt hat, owohl der von einer Menschenmenge umringt wird , denn: “Kraft ging von ihm aus”.

Jesus sprach, und der Knecht des röm. Hauptmann wurde gesund. Der Geist fließt durch das im Glauben ausgesprochene Wort.

Licht

Ein anderes Bild, das die Bibel zur Beschreibung des menschlichen Geistes benutzt, ist das Licht. Durch die Offenbarung des Heiligen Geistes können wir Gottes Gedanken ergreifen und unser Geist wird erhellt. In den Sprüchen heißt es: “der Geist des Menschen ist eine Leuchte des Herrn” (Spr 20,27b) So lässt Gott uns an Seinen Ideen, Gedanken und Seinen Möglichkeiten teilhaben. In der Bibel werden uns Menschen beschrieben, die ein Leben im Geist Gottes kultiviert haben und damit in der Lage waren den Lauf der Geschichte zu verändern. In ihnen war ein anderer Geist:

  • Josua und Kaleb Kaleb wich nicht vom Zelt der Begegnung
  • Samuel Wuchs an der “Lade des Bundes” auf
  • David 24//7 – Lobpreis, Anbetung in der Gegenwart Gottes

Gott ist Geist. Er ist Licht. Er ist Liebe. Er ist heilig. So ist auch unser Geist, denn wir sind in seinem Bild geschaffen.

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