Session 2 – Sa, 10:00 Uhr | Prophetic Passion Team via Zoom

Kursunterlagen (Handout)


The Spirit – Session 2

Die Anatomie des Geistes

Nicht allzu viele christliche Autoren wagen sich an dieses Thema. John Sandford; Herold Eberle, Watchman Nee und Ana Mendez sind einige mir bekannte prophetische Lehrer die Bücher dazu publiziert haben. Um die Anatomie des menschlichen Geistes zu beschreiben, möchte ich einiges aus dem Buch von Ana Mendez zusammenfassen (“the Spirit of Man”, the Extraordinary Design of inner Being). Eine Passage aus Prediger 12 (Vers 6+7) bildet die Grundlage ihrer Ausführung. Der Verfasser beschreibt das Ende eines Menschen und schließlich seinen Tod:

….ehe der silberne Strick zerreißt und die goldene Schale zerbricht und der Eimer zerschellt an der Quelle und das Rad zerbrochen in den Brunnen fällt. Denn der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.

Die silberne Schnur

Wir Menschen sind die einzigen geistlichen Wesen die eine körperliche Behausung haben. Unser Leib ist aus natürlicher Substanz geschaffen, während unser Geist und unsere Seele dem Geistlichen entspringt. Die silberne Schnur hält diese Elemente zusammen. Die New Age Bewegung hat einige biblische Prinzipien übernommen und für ihrer Zwecke entfremdet. Das heißt nicht, dass sie nicht wahr sind.
Der Geist des Menschen hat die Fähigkeit sich über das Maß seines Körpers “auszudehnen”. Wir sprechen hier nicht von Astralreisen. Wir sind immer in Christus. In ihm leben, weben und sind wir.
Die geistlichen Welt ist nicht den Gesetzen der natürlichen Welt unterworfen. Damit gelten für ihn auch keine natürlichen Grenzen. Weder in Zeit noch im Raum. Noch Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft.

Einige Beispiele:

  • Henoch, sieht das Ende Jud 15
  • Elia, “Transportings” 1 Kön 18.12
  • Elisa und Gehasi, Elisas Geist ging mit 2 Kön 5,26
  • Hesekiel “Geist hob mich empor” Hes 8.3; 11.1
  • Jesus “Zeichen, Wunder” Evangelien
  • Philippus “Entrückung an anderen Ort” Apg 8.39
  • Paulus, im dritten Himmel 2 Kor 12.2-4
  • Paulus im Geist, aber nicht im Leib anwesend 1 Kor 5.3
  • Johannes “Komm hier herauf”! Off 4.1+2

Die Kirchengeschichte bezeugt unzählige Menschen, die übernatürliche Manifestationen erlebten. Oftmals finden wir diese bei den “Mystikern”. Deren Fokus ein Leben in der Liebe und Einheit mit dem Herrn. Hier einige Beispiele

  • Theresa von Avila: Ekstasen, Visionen, Trancen
  • Catharina von Siena: Levitationen, Begegnungen mit Jesus, David, Paulus
  • Girolamo Savonarola: Himmels Entrückung
  • Franz von Assisi: Levitationen, Tiere kamen zu ihm
  • Joseph von Copertino: der fliegende Heilige (über 100 bezeugte Levitationen)
  • Johannes von der Flue: übernatürliche Weisheit und Rat (Rettung der Schweiz)
  • und viele mehr.

Wir erleben eine starke Zunahme dieser geistlichen Phänomene, im Leib Jesu. Diese Dinge haben nichts mit “New Age” oder esoterischem Gedankengut zu tun. Die Gemeinde Jesu hat die Übernatürlichkeit des Christentums der Aufklärung und der Verherrlichung des Verstandes geopfert. Erst langsam erkennen wir das gewaltige Potential in uns und mit welch großartigen Eigenschaften Gott uns geschaffen hat.
Johannes sah die offene Türe im Himmel und wurde aufgefordert, nach oben zu kommen. Dort empfing er größere Offenbarungen Gottes.

Wir haben Zugang zu himmlischen Orten

  • Off 4.1 die Türe ist offen!
  • Heb 7.25 “die sich durch ihn Gott nahen”
  • Heb 12.22ff “ihr seid gekommen zum Berg Zion…”
  • Eph 2.18 “durch einen Geist den Zugang zum Vater”
  • Eph 2.6 “mit sitzen lassen in der Himmelswelt in Christus”
  • Heb 3.6 “Christus aber Sohn über sein Haus. Sein Haus sind wir.
  • Joh 17.24 “auch bei mir seien, wo ich bin”
  • Joh 4.23 “im Geist (im Bereich des Geistes, im Himmel) und der Wahrheit”
  • Joh 3.13 “der Sohn des Menschen, der im Himmel ist”
  • Sach 3.7 “ich werde dir Zutritt geben unter diesen”
1. Kön 17.1 – “der Gott, vor dem ich stehe”

Schale

Wir sind Gottes Tempel und somit Gottes Behausung, im Geist. Von diesem Ort fließt das Leben aus unserem Inneren, es ist unser “Allerheiligstes”. Der Ort von dem der “Fluss des Lebens” fließt.

Joh 4.13-14 – sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.
Joh 7. 38 – Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten;

Unser Geist und unsere Seele sollen ganz von Gottes Geist ausgefüllt werden. Von hier fließt Offenbarung, Weisheit, Kreativität, Liebe usw. Es ist der Ort der innigsten Gemeinschaft mit Gott, aus dem unser innerer, neuer Mensch definiert wird (2 Kor 3.17+18).

Hier wird uns die Verschmelzung und Einheit mit Jesus (1 Kor 6.17) zuteil. Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit. Die Mystiker haben sich in besonderer Weise diesen inneren Raum erschlossen. Wir müssen nicht in den Himmel gehen, um Gott zu begegnen. In unserem Geist vereinen sich Himmel und Erde. Jesus sagte: “ihr werdet den Himmel geöffnet sehen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschen” (Joh 1.51).

In unserem Geist behausen wir die Gegenwart Gottes. Von diesem Ort kommt Erleuchtung und Verständnis in unseren Geist. “In seinem Licht sehen wir das Licht”.

Organe in unserem Geist

  • Vorstellungskraft
  • Intuition
  • Geistliche Sinne (hören, sehen, schmecken, fühlen, riechen)
  • Frucht des Geistes
  • Offenbarung, Verständnis, Weisheit
  • Geistliches Erbe
  • Kreativität
  • Sprache

Die sieben Geister Gottes (“innerer Rat”)

Der Geist Gottes, der Geist der Weisheit und Offenbarung, des Rates und der Kraft, der Erkenntnis und Furcht des Herrn.

Jesaja 11.2; Off 5.6

Zuteilungen im Geist

  • Gnadengabe/Charismen
    • Vernachlässige nicht die Gnadengabe IN DIR, die dir gegeben worden ist durch Weissagung mit Handauflegung der Ältestenschaft (1 Tim 4.14)
  • “Silber und Gold besitze ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers: Geh umher!” (Apg 3.6)
  • Schriftrollen/Büchlein (Hes 2.1-8)/ Mandat/ Türe der Autorität und Kraft
  • Dienstausrüstung (Eph 4.10)
  • Mäntel (Mantel der Gerechtigkeit, des Heils, der Bestimmung)
  • Kronen
  • Prophetische Worte

Der Krug, der Brunnen und die Quelle

Der Krug ist ein Behälter oder Gefäß, das die Seele des Menschen formt. Der Brunnen ist Gott selbst und die Quelle ist das Herz, des Menschen. So wie das Leben Gottes in der goldenen Schale, ist auch die Seele in einem geistlichen Gefäß. Die Seele eines Menschen umfasst seine gesamte Form und durchfließt den Organismus mit Lebenskraft.

Die Räder des Geistes

Hesekiel beschreibt Räder in Rädern sich mit den geistlichen Wesen bewegen fortbewegen. Denn der Geist der lebendigen Wesen ist in den Rädern (Hes 1.16-20). Auch Daniel beschreibt den Thron Gottes als Feuerflamme und dessen Räder loderndes Feuer (Dan 7.9)
Die Räder beschreiben ein geistliches Transportsystem. Elia, Hesekiel und auch Philippus wurden von Gottes Geist fortgetragen. Sowohl an natürliche, wie auch an geistliche Orte.
Unser Geist hat die Fähigkeit – getragen durch den Geist Gottes – sich hin fortzubewegen, durch Zeit, Raum und geistliche Dimensionen.

Die menschliche Seele

Während wir den Geist als eine Energie und Quelle beschrieben haben, besitzt die Seele eines Menschen eine definierte Form, die der Struktur eines menschlichen Körpers entspricht. Die Bibel assoziiert die Seele mit dem Blut. Das hebräische Wort für Seele, Leben ist “nephesh”. Folgende Verse enthalten diesen Begriff:

3. Mose 17.11+14 – Denn die Seele des Fleisches ist im Blut
1. Mose 9.4 – Nur Fleisch mit seiner Seele, in seinem Blut, sollt ihr nicht…

Blut durchfließt alle Teile unseres Körpers und so durchdringt auch unsere Seele unser ganzes Sein. Zwar ist die Seele nicht im Blut, aber sie bildet eine unsichtbare Korrespondenz mit dem Blut.
Unser Blut durchläuft unseren ganzen Körper und bildet die Form eines Menschen ab. Nur dahin, wo auch das Blut gelangt, ist Leben möglich.

In der Bibel werden uns Begegnungen mit Menschen nach ihrem Tod berichtet, um zu bestätigen, dass die Seele eine dem Körper ähnliche Form besitzt:

  • 1. Sam 28.8-9 – Samuel durch Wahrsagerin hervorgerufen
  • Luk 16.19-31 – Lazarus, in Abrahams Schoss
  • Matt 27.52+53 – auferweckte, entschlafene Heilige

Unsere Seele ist einzigartig. Sie ist ein Katalysator von der Sichtbaren und Unsichtbaren Welt.

Geist, Seele, Leib eine starke Einheit

Geist, Seele und Leib sind eine starke, sich gegenseitig beeinflussende Einheit. Wir sollen keinen Teil über- oder unter betonen. Um die jeweilige Funktion zu beschreiben, wurde in der Vergangenheit oftmals eine zu starke Trennung vermittelt. Doch keiner der Teile kann ohne den anderen funktionieren.
So wurden unsere Emotionen, unser Wille und unser Denken fälschlicherweise allein unserer Seele zugeordnet. Im Wort Gottes werden diese Attribute, aber sowohl der Seele als auch dem Geist zugerechnet.

Denken/Erkenntnis im Geist 1. Kor 2,11a
Fühlen wie Trauer, Freude im Geist 1. Kön 21,5, Luk 1,47

Wo ordnen wir zum Beispiel den Willen einer Person zu? In unserem Körper finden andauernd biochemische Prozesse statt, die unsere Entscheidungen beeinflussen. Gibt man einer Person Drogen, beeinflussen sie alle Bereiche ihres Seins.
Wir können Körperfunktionen willentlich herbeiführen, andere finden automatisch statt (atmen). In jedem Fall ist unser Körper der physische Ausdruck unserer unsichtbaren Existenz. Er ist wunderbar von Gott geschaffen (Ps 139.13-15) und wertvoll für Ihn (Röm 12.1)

Franziskus von Assisi bereute am Ende seines Lebens zutiefst den harten Umgang, den er selbst seinem Körper zugemutet hatte. Unser Leib ist der Tempel des Heiligen Geistes.
Ebenso ist die Seele gut und von Gott wunderbar geschaffen. Gott selbst spricht, real oder metaphorisch, von den Zuständen Seiner Seele (3 Mo 26.11, Jes 1.14/42.1)

Seelisch = fleischlich?

Manche Christen verwerfen ein “seelisches Christsein”; sie haben z.B. Angst, seelisch zu prophezeien. Der Grund dafür ist, dass man Begriffe wie fleischlich und seelisch miteinander verwechselt. Der fleischliche oder auch unmündige/unreife Christ ist, sich nicht seiner Identität und neuen Natur bewusst und handelt noch nach den alten Mustern, nach seiner “alten Natur” .

  • fleischlich = unmündig – 1 Kor 3.1
  • Werke des Fleisches – Gal 5.19 ff
  • unmündig – Eph 4.13/Hebr 6.13
  • fleischlich, gefällt Gott nicht – Röm 8.8
  • im Geist wandeln – Röm 8.4/Gal 5.16 ff

Wenn wir die Seele als etwas Schlechtes oder Minderwertiges ablehnen, werden wir krank! Stattdessen dürfen wir lernen, Christus in uns zu erkennen und zu vertrauen. Wandeln im Geist heißt, sich in der Realität des neuen Menschen zu bewegen. Und die neue Natur, geschaffen im Modell Christi (Heb 1,6; 2,11), sündigt nicht (1 Joh 3,6/Gal 5,16).

Unser Geist sollte unser Sein leiten – durch die Vereinnahmung des Heiligen Geistes (Eph 5,18) und das Wort Gottes. Die Seele sollte sich dem unterordnen. Das bedeutet nicht, sie zu ignorieren oder zu ersticken, sondern ihr den rechtmäßigen Platz einzuräumen. Die Frucht daraus ist Frieden! David sprach zu seiner Seele, um die Wellen der Emotionen, die sie hervorgebracht hatte, zu glätten:

Psalm 42.5: “Was bist du so aufgelöst, meine Seele und stöhnst in mir? Harre auf Gott!

Oft finden wir Aussagen, in denen David zu seiner Seele spricht. Sein Geist fordert seine Seele auf

  • sich zu erheben (Ps 25.1)
  • den Herrn zu preisen (Ps 104.1), oder
  • “ich schütte meine Seele vor dir aus” (Ps 42.5)

In den Psalmen wird auch deutlich, wie liebevoll Gott sich um die Seele kümmert, sie heilt, befreit, tröstet, erquickt, zur Ruhe bringt und noch vieles mehr. Er ist der Liebhaber unserer Seele.

Übung: Versuche wahrzunehmen, was in deiner Seele vor sich geht. Dann begegne ihr aus deinem Geist heraus und sprich ihr Worte Gottes, durch Gottes Geist inspiriert, zu.

Das Herz des Menschen

Das Zentrum unseres inneren Menschen ist unser Herz. Unser Herz verbindet unseren Geist mit unserer Seele. Wie das natürliche Herz das Blut durch unseren Organismus pumpt, so zirkuliert das Leben in unserem unsichtbaren Inneren. Hier entspringen unser Glaube (Röm 10.10), unsere Wünsche (Matt 5,28) und auch unsere Bestimmung (Apg 11.23; 2 Kor 9.17). Unsere Motive und Überzeugungen offenbaren sich aus unserem Herzen – “aus der Fülle des Herzens redet der Mund”.
David spricht davon, dass Gott in der Nacht seine Nieren unterwies (Ps 16.7)

Psalm 7.10 – „der du Herzen und Nieren prüfst, gerechter Gott“
Sprüche 23.16 – „und meine Nieren frohlocken“
Hiob 19.27 – „meine Nieren verschmachten in meinem Inneren“

Unsere Gedanken und Motivationen kommen aus dem Inneren unseres Seins. Deshalb sagt Jesus im Gespräch mit den Pharisäern, dass der Mensch nicht verunreinigt wird, durch das was in den Leib hinein kommt. Es sind die Dinge, die aus dem Inneren seines Seins, aus dem Herzen herauskommen: „Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen“ (Mt 15.19). Diese verunreinigen einen Menschen.

Deshalb fordert uns die Bibel auch auf, mehr als alles andere unser Herz zu behüten:

Sprüche 4.23 – „Mehr als alles andere aber behüte dein Herz! Ihm entspringt die Quelle des Lebens“
Hesekiel 3.10 – “Achte auf alles was ich dir sage, nimm es dir zu Herzen“

Durch die neue Geburt, sind wir der Natur (Wesen) Gottes teilhaftig geworden:

2 Petrus 1.4 – „damit ihr durch sie Teilhaber der göttlichen Natur werdet“
1 Kor 6.17 – „wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm!“

Damit erfüllte sich die Prophetie von Hesekiel, dass Gott dem Menschen ein neues Herz und einen neuen Geist in sein Inneres geben würde:

Hes 36.26+27 – „ein Herz, gefüllt mit dem Geist Gottes, das danach strebt, nach Gottes Ordnung zu leben“

Die Früchte des Geistes spiegeln die Charakterzüge u.a. wieder.

Ein offenes Herz

Es ist unsere Aufgabe unser Herz zu bewahren. Aus ihm entspringt die Quelle/Lebensstrom Gottes. Wenn unser Herz sich verhärtet, bremsen wir den Strom, der fließen soll aus.

Verhärtungen können sein:

  • Unglaube
    • Nachher offenbarte er sich den Elfen selbst, als sie zu Tisch lagen, und schalt ihren Unglauben und ihre Herzenshärtigkeit, dass sie denen, die ihn auferweckt gesehen, nicht geglaubt hatten ( Mk 16.14)
  • Bewusst sich Gottes widersetzen
  • Falsche Glaubens Konzepte
  • Wertesystem, Kultur
  • Religiosität
  • Stolz/Hochmut

David betet:

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg! (Ps 139.23+24)

Durchbruch: Wenn wir uns der Prägung und dem Einfluss der Welt entziehen und uns Gottes Prägung und Veränderung hingeben.

Hier einige Tipps für ein gesundes Innenleben:

  • Das Wort studieren und meditieren (Jos 1.8+9, Ps 119)
  • Sich immer neu vom Heiligen Geist füllen lassen (Eph 5.18-20)
  • Zeiten in der Gegenwart Gottes verbringen – „auf Gott warten”, “Soaking”, “Kontemplation“ (Jes 40.31)
  • Anbetung (Joh 4.23)
  • Fasten (Mk 9.29)
  • Ein weiches, sensibles Herz bewahren (Hes 3.10, Lk 24.25, Heb 3.12+13)
  • = „geistliche Hygiene“ (Bitterkeit, Groll, Wut, Anklage, Unglauben usw. keinen Raum geben).
  • Lass deine Liebe an (1 Kor 13)
  • Vergeben, loslassen
  • Positive, wohlwollende Einstellung (Phil 4.8)
  • Schöpferische, verändernde Qualität unserer Sprache (Spr 12.18/15.4/18.21)
  • Umfeld von Glauben, Ermutigung, Hoffnung, Vertrauen und Liebe
  • Gute, ermutigende Gemeinschaft
  • Kultur der Dankbarkeit, Ehre, Wertschätzung
  • Freude und Fröhlichkeit (Phil 4.4, 1 Thess 5.16)
  • Schöne Dinge erleben und tun
  • Ausreichend Ruhe, Entspannung, ausgeglichener Lebensstil
  • Auf Körper/Gesundheit achten!

Unsere geistlichen Sinne

Ebenso, wie der natürliche Mensch Sinne besitzt, hat der von Gott geborene Mensch geistliche Sinne.

Wenn wir in unserem Geist wachsen und erstarken, werden auch unsere geistlichen Sinne (Wahrnehmung) mehr und mehr ausgeprägt.

  • Phil 1.9-11 In Erkenntnis und aller Einsicht
    Erkennen, um was es geht – Unterscheidung
  • Heb 5.13+14 Durch Unterscheidung geübte Sinne
    Die geistlichen Sinne gebrauchen (Übung,Training)!

1. Fühlen im Geist (1 Joh 1.1)

Wir fühlen nicht nur im Bereich unseres seelischen Seins. Wir können Gefühle auch in unserem Geist wahrnehmen. Die Bibel gibt uns eine große Auswahl an Schriftstellen, in denen bewusst die geistliche Wahrnehmung betont wird. Hier einige Beispiele:

  • Traurigkeit:
    • im Geist ( 1 Kö 21.5)
    • in der Seele (Ps 42.12)
  • Freude:
    • im Geist (Lk 1.47)
    • in der Seele (Ps 94.19, 103.1+2)
  • Erschütterung:
    • im Geist (Joh 13.21)
    • in der Seele (Mt 26.38)

Weitere “Gemütsäußerungen” im Geist: Missmut (1 Kö 21.5), Verzagtheit (Ps 77.4), Demütigung (Ps 76.13), Sehnsucht/Verlangen (Jes 26.9), Zerbrochenheit (Spr 15.4), geistlicher Tiefschlaf (Jes 29.10), Beunruhigung (Dan 2.1), Willigkeit (Mt 26.41), Brennen im Geist (Apg 18.25), Beherrschung (Spr 16.32), Jubel (Lk 10.21) Erquickung (1 Kor 16.18), Mattheit (Ps 142.4)

Es ist nicht immer klar zu erkennen, ob wir die Dinge in der Seele oder im Geist wahrnehmen. Die meisten von uns nehmen Dinge in ihrem Geist wahr. Um damit richtig umzugehen, braucht man Übung und Erfahrung.

Zum Beispiel:

  • Die Atmosphäre in einem Gottesdienst zum Beispiel.: im Lobpreis (Gegenwart Gottes); während der Predigt (Feuer im Geist); Prophetie (Kraft Gottes)
  • Gegenwart von Jesus, von Engeln oder Dämonen.
  • Feuer des Hl. Geistes; Wind des Hl. Geistes, Salbung fließt in unseren Geist;
  • Hitze beim Gebet für Heilung
  • Atmosphäre an einem bestimmten Ort als Indiz für anwesende Geister
  • Unsere Reaktion auf ein Gebet in Vollmacht/eine Prophetie
  • Manche fühlen die Salbung in ihrem Körper, z. B. in ihren Händen

Lerne geistliche Wahrnehmung (Gefühl) mit Information zu verbinden!

Beispiel – brennende Kerze

Wenn eine Mutter ihrem Kind sagt: „halte die Finger nicht in die Kerze, sie ist heiß und du tust dir weh“! Für das Kind das keinerlei Erfahrung mit “heiß” hat, ist es nur eine abstrakte Aussage. „Heiß und tut weh“ muss mit einem Gefühl in Verbindung stehen.

2. Sehen im Geist

Eine Art und Weise, wie Gott mit uns kommuniziert, ist durch Träume und Visionen. In der Apostelgeschichte, Kapitel 2, gehören diese Dinge zu den Auswirkungen der Geistestaufe. Gott zeigt uns Dinge aus der unsichtbaren Welt, in dem er uns Bilder mit den Augen unseres Herzens sehen lässt (Joh 3.3/ Eph 1.17 ff/1 Kor 3.18). Unsere inneren, bzw. die Augen unseren Herzens, sind auch die Augen unserer Vorstellungskraft. So empfangen wir visuell Offenbarung über Dinge, die Gott für uns sichtbar machen möchte.

In Lukas 24.31+33 wird uns beschrieben, wie der auferstandene Jesus einen ganzen Tag lang mit den Emmaus Jüngern zusammen war. Sie erkannten ihn nicht. Erst als ihre geistlichen Augen aufgetan wurden, merkten sie, dass es der Herr war. Paulus betet für geöffnete Augen des Herzens. Der Gemeinde in Laodicea wird geraten, sich von Gott Augensalbe zu kaufen (Off 3.18), damit sie wieder im Bereich des Geistes sehen können. Jesus tat nur das, was er zuvor bei Seinem Vater gesehen hatte (Joh 5.19/8.38).
Elisa betet für seinen Knecht Gehasi, dass ihm die geistlichen Augen geöffnet werden (2 Kön 6.17).

3. Hören im Geist

Im Johannesevangelium heißt es:

„Meine Schafe hören meine Stimme“ (Joh 10.27)
„Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme (Joh 18.37b)

Durch die neue Geburt können wir Gott wieder hören. Wie auch im Natürlichen ist uns die Fähigkeit zu hören angeboren. Allerdings müssen wir auch hier „geübte Sinne“ haben, um herauszufinden, wie sich die Stimme Gottes in unserem Inneren anhört!

Unsere Gedanken sprechen. Wenn wir denken, hören wir uns selbst mit einer inneren Stimme. Ebenso hat der Herr eine Stimme in unserem Geist. Manchmal ist sie sehr sanft und leise. Es kann aber auch sein, dass wir diese Stimme unmissverständlich „laut“ in uns wahrnehmen.

Zeiten, in denen wir zur Ruhe kommen, auf Gott warten und einfach Seine Gegenwart genießen (Soaking), helfen uns, das zu trainieren.

Hören und Gehorsam aus Glauben gehören zusammen!

Sind wir willig zu hören, was Gott sagt? (Ps 85.9)

Matthäus 13.14-16 – “Ohren zu hören, Augen zu sehen!”
Psalm 40.7 ff – “An Schlacht- und Speiseopfern hattest du kein Gefallen, Ohren hast du mir gegraben“
Jesaja 50.4b+5 – „Morgen für Morgen weckt er mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger hören. Der Herr, Herr hat mir das Ohr geöffnet und ich, ich bin nicht widerspenstig gewesen, bin nicht zurückgewichen!“

4. Geistliches Riechen

Die Bibel spricht vom Geruch des Todes und des Lebens, den wir bei denen hinterlassen, die das Evangelium annehmen oder nicht (2 Kor 2.14-16). Darüber hinaus gibt es immer wieder Menschen, die die Gegenwart von übernatürlichen Manifestationen wahrnehmen können.
So wird die Gegenwart des Herrn oft mit dem Duft von Rosen in Bezug gebracht oder die Gegenwart von Dämonen als übelriechend beschrieben. Diese Wahrnehmungen haben oft mit der „Gabe der Geisterunterscheidung“ zu tun. Oftmals macht uns der Heilige Geist so auf Dinge aufmerksam, um uns dann noch mehr Informationen zu geben. Düfte können symbolischen Charakter haben. So steht zum Beispiel Myrrhe für Leiden und Tod, Mandelduft für die Erstlingsfrucht oder Auferstehung! Das Hohelied beschreibt Salbungen und Düfte, die einen symbolischen Charakter haben. Ebenso besaßen alle Essenzen des Salböls für die Priester eine symbolische Aussage.
Beispiele aus eigener Erfahrung:

Ich habe die Gegenwart des Herrn gesehen – eine andere Person roch Rosenduft
Ich habe Feuer gerochen – eine andere Person sah eine dämonische Präsenz und Feuer in einer Vision
starke Offenbarung des Wortes – Duft von frischem Brot!

5. Schmecken im Geist

Psalm 34.9 – „Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist!“
1 Petrus 2.3 – „wenn ihr wirklich geschmeckt habt, dass der Herr gut ist“

Das Wort Gottes schmeckt! Hesekiel und auch Johannes empfangen aus dem Himmel eine Schriftrolle und müssen sie essen. Die Worte Gottes sind zuerst süß in ihrem Mund, dann aber bitter in ihrem Magen, so wie die Offenbarung, die sie empfangen (Hes 3.3/Off 10.9+10).

Auch Jeremia berichtet davon, dass er die Worte Gottes aß. Sie wurden zur Freude und Jubel in seinem Herzen (Jer 15. 16)

Ansonsten gilt das gleiche Prinzip, wie beim „Riechen im Geist“. Es ist nur eine andere Art der Offenbarung und fällt in den Bereich der Geistesgaben, unter die Kategorie: „Unterscheidung der Geister“.

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